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Religion und Psychose

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Autor Alphamax
Gast
#16 | Gesendet: 4 Dez 2013 05:36
Psyche:
Karma!
Keine Ahnung wieso, aber ich bin der ungläubigste Mensch auf Erden. Ich bin so ungläubig, dass ich mich nicht mal als Atheist bezeichnen würde. Obwohl meine Eltern streng religiös veranlagt sind.
Dadurch hatte ich auch keine Wahnvorstellungen mit religiösen Inhalten.

Dann besuche das Universum, frei von Konzepten, die dich verändern wollen!
Autor DerSep
registriert
#17 | Gesendet: 4 Dez 2013 09:16
Jesus ist ein Mensch gewesen. JA aber Jesus ist auch Gott also Gottes Sohn.

Gott ist inkarniert als Jesus.

Und ja durch das Stimmen hören stehe ich jedenfalls mit Gott und Jesus in Kontakt.

Es ist in dem Sinne kein Glauben mehr sondern ein Wissen.

Näheres habe ich in meinem Buch Soul Calibur geschrieben.
Autor Flimsy
registriert
#18 | Gesendet: 4 Dez 2013 09:18 | Edited by: Flimsy
Molly:
Hat die Psychose Eure religiöse Einstellung verändert?

Hi Molly,
ich bin von meinen Großmüttern und meiner Mutter noch sehr christlich erzogen wurden.
Religion/Esoterik waren mitunter Bestandteile meiner drogeninduzierten Psychose.
Meine Einstellung hat sich von „ich weiß nicht" hin zum Atheismus verändert.
Seit dem finde ich das Leben viel entspannter...
lg


Ein paar Zitate zum nachsinnen: :-)

Das Problem aller Religionen, ob Christentum, Judaismus oder Islam:
Heilige Bücher sind stets manipuliert worden, interpretiert nach den Interessen der religiösen Machthaber.
(Fatima Mernissi, marokkanische Schriftstellerin und Soziologin)

Das Ziel der Philosophie ist einzig und allein die Wahrheit,
das Ziel des Glaubens einzig und allein Gehorsam und Frömmigkeit.
(Spinoza, Theologisch-politisches Trakat 14)

Glaube heißt nicht wissen wollen, was wahr ist.
(Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900, Der Antichrist)

Ich betrachte die Religion als Krankheit, als Quelle unnennbaren Elends für die menschliche Rasse.
(Bertrand Russell, engl. Philosoph, 1872-1970)
Autor Jonny
registriert
#19 | Gesendet: 4 Dez 2013 09:55
Hallo Molly,

mir geht´s da wie Aries_2013. Früher glaubte ich auch lauter solche Sachen, bzw. meinte zu glauben, aber mittlerweile bin ich da sehr viel nüchterner, eher agnostischer Weltanschauung.

Wie geht´s dir zur Zeit eigentlich? Wünsche allen Mitlesenden einen schönen Mittwoch :)

Jonny
Autor Mnut
registriert
#20 | Gesendet: 4 Dez 2013 11:47
ich habe keine christlichen Inhalte während meiner Psychose gehabt, wahrschenlich auch deshalb, weil ich agnostisch erzogen wurde. Dennnoch ist mir Jesus als Licht begegnet und war lebendiger Inhalt während der Psychose, ein bis zweimal. Das wundert mich bis heute. Ansonsten sind mir eher Bodhisattvas begegnet und andere tibetanische Totengötter. Ich habe das gesamte Tibetanische Totenbuch in echt erlebt, was auch ein sehr mystischerInhalt ist. Ich hatte mich vor der Psychose intensiver damit beschäftigt, und prompt war das dann auch Inhalt meiner Psychose.
Aber warum Jesus, gerade der Jesus, an den ich nicht glaube, aufgetaucht ist, weiß ich bis heute nicht.
Autor DerSep
registriert
#21 | Gesendet: 4 Dez 2013 12:47
mnut vielleicht bist du auseerwählt.

_In dieser Zeit steigen immer mehr menschen auf.

Gaia hat ihren Aufstieg geschafft.
Autor Chromedust
registriert
#22 | Gesendet: 4 Dez 2013 14:45
DerSep:
Und ja durch das Stimmen hören stehe ich jedenfalls mit Gott und Jesus in Kontakt.

Ja, das hab ich im Wahn auch gedacht.
Autor Molly
registriert
#23 | Gesendet: 5 Dez 2013 01:03 | Edited by: Molly
Ich hab diesen Thread eigentlich aufgemacht, weil ich gestern Abend auf ZDF den Film über Johanna von Orleans angeschaut habe, wo es sehr viel um das Hören von Stimmen ging. Einerseits sprach die Kirche Menschen heilig, die solche Wahrnehmungen hatten und sie sind es für sie auch heute noch, andererseits waren diese aus heutiger wissenschaftlicher Sicht einfach nur psychotisch. Wir anderen, die ja auch psychotisch sind, sind für alle einfach nur krank. Na ja, die, die für das was sie in einer Psychose taten heilig gesprochen wurden, waren wohl die Erfolgreicheren unter uns Irren, denn sie haben aus welchem Grund auch immer, andere Menschen damit erreicht und Resultate erzielt. Vielleicht kamen sie einfach diversen einflussreichen Menschen oder auch dem zu dieser Zeit vorwiegenden Volkswillen gerade recht, um deren / dessen persönlichen Belange als göttlichen Willen zu manifestieren und sie so durchzusetzen.

Jeanne d´ Arc ZDF 03.12.2013 Mediathek

LG,
Autor Alphamax
Gast
#24 | Gesendet: 5 Dez 2013 01:22 | Edited by: Alphamax
Molly:
Wir anderen, die ja auch psychotisch sind, sind für alle einfach nur krank. Na ja, die, die für das was sie in einer Psychose taten heilig gesprochen wurden, waren wohl die Erfolgreicheren unter uns Irren, denn sie haben aus welchem Grund auch immer, andere Menschen damit erreicht und Resultate erzielt. Vielleicht kamen sie einfach diversen einflussreichen Menschen oder auch dem zu dieser Zeit vorwiegenden Volkswillen gerade recht, um deren / dessen persönlichen Belange als göttlichen Willen zu manifestieren und sie so durchzusetzen.

Warum fragt sich ein Agnostiker (oder eben eine heilige Agnostikerin) ständig, warum er Agnostiker sein muss und was dann noch Agnostizismus sei?

heilig birgt doch das Heil, von Heilen. Vielleicht also auch geheilt?

kann ein Mensch also einen heilsamen Umgang mit zB. dem Stimmenhören erfahren und ferner ausstrahlen, also anderen abgeben, wie zB. Madmoiselle d'Orleans? Darf man niemanden als Heilig, als seelig sprechen, der sich selbst erkannt hat, als nützliches Glied in der Gruppe?

ist es daher "besser" das Wort Psychosen plötzlich, ausgerechnet nach der Erscheinung Hitlers fast der gesamten Menschheit aufzudrücken?

ich glaube, dass psychotisch einfach ein Psychiatriewahn der Gesellschaft ist, mit den Fertiggemachten eines Sozialen Netzes leichter fertig werden zu können, emotional. Es ist eine Verdrängung. Und wenn ein Forscher dieses Wort entwickelt haben möge, dann ist es eben eine Verdrängung auf höchstem Niveau.

Johanna von Orleans... was hat diese Frau eigentlich getrieben?

Wofür ist sie so berühmt geworden? hat sie es geschafft Menschen ihresgleichen nicht mehr als Hexen abtun zu müssen, und das vor denen, die nicht in jenem Sinne laute Gedanken- und Identifikationsmuster in sich wahrnahmen?

Das sind fragen, die ich hier noch stellen möchte. Die Hoffnung auf Antwort, gebe ich langsam auf.

Sind Agnostiker sowas wie die Antireligions Fighter? Die immer wieder erwähnen müssen, dass Religion doof sei? Das klingt mir nach einem Tick, der aus einem Religionstrauma hervorgehen könnte.

Bekommt man denn Angst, wenn man die Kirche sieht? Dann mag das tief in der Seele Sitzen und Frauen scheinen sich öfter als Männer noch von der Kriche bedroht zu fühlen, schlicht, weil sie sich mit dem Verfolgtsein von der kirche identifizieren wollen, wie es in der Geschichte war. ist das eine Form der Frauenemanzipation?

ich möchte all diese Dinge gerne verstehen.


LG,

amax.
Autor Molly
registriert
#25 | Gesendet: 5 Dez 2013 01:40 | Edited by: Molly
@ Amax:

Schau dir doch den Film an. Ich habe ihn ja verlinkt. Er müsste noch sechs Tage online sein. Geht ca eine Stunde. Die Geschichte um Jeanne d´Arc spielt, wenn ich mich richtig erinnere so um die 14hundertundeinpaarzerquetschte. Die Hexenverbrennungen endeten aber erst viel später. Sie wurde ja auch erst 500 Jahre später heilig gesprochen.

Jonny:
Wie geht´s dir zur Zeit eigentlich?

Musst Dir keine Sorgen machen ;-) Auch wenn ich jetzt gerade über solche Sachen schreibe, bin ich nicht psychotischer als die letzten Jahre, und ich funktioniere im RL einwandfrei. Das Thema interessiert mich einfach. Ich sehe, dass es etwas gibt das nicht der wissenschaftlichen Lehrmeinung entspricht, ständig in religiösem Kontext auftaucht, sich mir aber allgemeiner darstellt als es in einer einzelnen Religion der Fall ist. Deshalb fühle ich den Wunsch, die Inhalte der verschiedenen Religionen auf einen glaubhaften Nenner zu bringen, damit sich alle besser verstehen, was ja sicher sinnvoll wäre, denn man weiß ja, dass aus religiösem Fanatismus seit Jahrtausenden nur Streit zwischen Menschen entsteht...
Autor Alphamax
Gast
#26 | Gesendet: 5 Dez 2013 02:50 | Edited by: Alphamax
Cooler Film!! Adeptus Sororitas!

(Verwirklichung der Schwesterlichkeit)

Danke Molly!

Lothringen sind kelten und Allemannen!

Was wir Kelten (Elfen, Alben, Heiländer, oder sogar Atlantiker) wirklich wissen, ist nicht niedergeschrieben oder verbrannt worden seit der römischen Herrschaft

Wer es schafft römische Propaganda von spirituellem Segen der Stämme zu differenzieren, zu filtern, möge begreifen, was keltisch, und was römisch viral ist! (verschiedene spirituelle Ebenen, sich gegenseitig überlagernd, sehr kompliziert)

Heuskal Herria!

amax,

xronidas :)
Autor Alphamax
Gast
#27 | Gesendet: 5 Dez 2013 02:59 | Edited by: Alphamax
Im Film spricht jeanne deutsch, das ist nicht so. Sie haben französisch geprochen! lateinisch angehauchte atlantische Sprache! Sie sprachen nicht deutsch!
Autor Alphamax
Gast
#28 | Gesendet: 5 Dez 2013 03:02 | Edited by: Alphamax
Ich sehe in solchen Geschichten die Qualen die wir durchmachen um machtausübung und Intrigen, zwischenmenschliche Intrigen ertragen (überstehen, überwinden) zu können. Dazu trennen wir in uns Teile ab, die wir als abgesondert betrachten, um gezielter Enscheidungen treffen zu können. Es ist eine Form der selbstdistanzierung. Eine innere Rollenaufteilung.

Es kann hilfreich oder enorm von Trugschlüssen geprägt sein. Beides ist gleichzeitig möglich, ebenso wie beim Denken. Man kann richtig oder falsch liegen. ganz einfach.

Es handelt sich bei Schizophrenie um eine Extreme unausgeglichene Form der Selbstkonditionierung. Wir können unsere Mitmenschen zu Taten konditionieren, am ehesten Kinder usw... aber auch Erwachsene. Wir können somit auch manipulieren. Wenn nun Jeanne ihre Stimmen abtrennt und gesondert erklärt, so schlüpft sie in eine Rolle einer Gottesverbundenen, die anhand dessen Befehle erteilen kann. Sie kann sich damals über die Rolle der Frau erheben, anhand der Stimmen sich selbst absichern um nicht sagen zu müssen, dass sie selbst begreift, dass es einen Krieg zu führen gilt. Wenn sie also eine Führungsposition ist, kann sie also anhand der Identifikation mit einem männlichen, Väterlichen Muster (Gottvater), auch Männer dahin bewegen, kämpfen zu wollen... Ab dann geht es auch um ihre Gegner...
Autor Alphamax
Gast
#29 | Gesendet: 5 Dez 2013 03:26 | Edited by: Alphamax
Gott beschreibt somit ein höheres Wesen, das uns zu überschauen vermag. Wenn wir also führen wollen, erhöhen wir unseren Fokus auf die Gesellschaftsfaktoren, und können so neue Fähigkeiten entwickeln. dabei prüfen wir uns selbst auch anhand der Menschen uns ihrer wiederkehrenden kommunikativen Muster. Können wir diese innerlich "vorausbilden", so können wir macht oder eben Bewegung erzeugen, die über unsere eigene Bewegung hinaus geht.

Sorry, wenn ich soviel poste.

Der Film ist leidenschaftlich gemacht.

Die Musik reißt mich mit ins Geschehen.

Allemal zeigt Jeanne d'Arc die Gleichberechtigung der frau und ihrer Fähikgeiten auf!
Autor Futurama
Gast
#30 | Gesendet: 5 Dez 2013 04:43
Alphamax:
Bekommt man denn Angst, wenn man die Kirche sieht?

Unsere christlich-abendländische Kultur, sprich Kirche und Religion,
basieren auf Angst.

Guck die das Konzept an von Schuld und Sünde, eine Riesensauerei.

Bedenke wie ein einfacher Mensch sich in einer Kirche fühlen muss.
Kirchen sind gross, du klein, noch kleiner, du bittest und kniest,
es ist dunkel, die Stimme des Predigers hallt unterstütz von Akkustik und
fetten düsteren Orgelklängen in deinem Kopf, du siehst deinen Gott, wie
er zerquält und zerschunden an ein Holzkreuz genagelt langsam verreckt, du musst ihn dann essen, bist an all dem Schuld, fühlst den Teufel in dir (leibliche Begierden)

-was willst du mehr.
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