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Meditation, Reiki u.ä.

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Autor Denise
registriert
#1 | Gesendet: 9 Aug 2004 12:07
Liebe Betroffene,

kennt sich einer von Euch aus mit Meditation (insbesondere transzendentale von Maharishi Mahesh Yogi ) ? Oder hat einer Erfahrungen mit Reiki gemacht ?

Begünstigen spirituelle Praktiken eine Psychose ?

Mein Vater meint, seine Psychose sei durch Pendeln ausgelöst worden. Die Psychiater damals (vor 25 Jahren) meinten allerdings, es sein durch die Meditation ausgelöst worden, die er in seiner Sekte (Maharishi s.o.) durchgeführt habe. Die Leute hätten ihm zu lange Scheinerklärungen für seine Wahrnehmungen gegeben. Es gab ja auch eine Regierungswarnung, dass durch diese Sekte (und die transzendentale Meditation) Psychosen ausgelöst werden könnten, das ging bis zum Bundesverfassungsgericht und die Sekte hat gesagt, das stimme alles nicht. Labile Menschen würden sich nur angezogen fühlen von der Harmonie der Gruppe und deshalb gäbe es so viele Schizophrene in ihrer Gruppe. Mein Vater schwört immer noch Stein und Bein, dass ihm das Meditieren NIE geschadet hätte. Aber in anderen Meditationsgruppen habe ich auch gehört, dass von Meditation eine Pschose ausgelöst werden kann.

Wem kann man glauben ??
Autor Helene
Gast
#2 | Gesendet: 9 Aug 2004 16:16 | Edited by: Helene
Hallo Denise,
ja, es gibt eine Art Denken, die psychoseförderlich ist. Dazu gehören Esoterik, spirituelle Praktiken... Alles, was für die Paranormale Wahrnehmung öffnen soll, öffnet zur Psychose. Denn die paranormale Wahrnehmung ist bereits die Psychose. Gesunde Menschen erleben hier psychosenahe Phänomene und erleben es als erweitertes Bewußtsein. Psychotische Menschen kommen dann so richtig rein in die "Zauberwelt". Diese Paranormale Welt hat eine hohe Anziehung, aber ich will damit nicht mehr zu tun haben. Früher habe ich sie geliebt. Im Zuge meiner Gesundung habe ich mich völlig von ihr abgewendet und verweile nun lieber im hier und Jetzt. Dieses Hier und Jetzt ist ja bei einigen Erleuchteten das letzliche Ziel:-)).
Autor Laura
registriert
#3 | Gesendet: 9 Aug 2004 19:43
Hallo Denise,

habe in der Klinik eine Frau kennen gelernt, die durch buddhistische Meditation, die sie auf eigene Faust vollzog, psychotisch wurde. Mittlerweile hat sie die zweite Psychose gehabt, obwohl sie meines Wissens nicht mehr meditiert. Ich kenne übrigens einen älteren Mann, der während seines Studiums der evangelischen Theologie krank wurde. Er sagt, er sei durch das Nachdenken über das Wort Gottes krank geworden. Explosive Mischung, Schizophrenie und Spiritualität, das merke ich auch an mir, obwohl ich Freidenkerin bin.

Grüßlis

Laura
Autor Denise
registriert
#4 | Gesendet: 10 Aug 2004 11:56
Aber wieso haben dann gerade Psychosenahe so ein Interesse an Spiritualität ?

Ich merke auch bei mir, dass mich das sehr interessiert, obwohl es mir auch Angst macht und mich manchmal auch verwirrt/vom Weg abbringt. Trotzdem scheint die "Zauberwelt" verlockend, nicht so trist wie der Alltag ? Man kann Sachen (der "Langeweile" des Lebens, dem Tod, der Sinnlosigkeit, der Kälte von Menschen/Einsamkeitsgefühlen) aus dem Weg gehen.

Sollte ich Spiritualität meiden, obwohl ich an sich ja keine Psychose hatte, aber vielleicht allgemein eher labil bin ? Andererseits finde ich das auch hysterisch, denn die buddh. Meditation hat mir noch nie geschadet und wenn es die Psychose nur auslöst, die sonst von was anderem gekommen wäre ? Dann dürfte ich ja nicht mehr auf die Strasse gehen...

Allerdings hat der weiseste buddh. Mönch, den ich getroffen habe, auch gesagt, dass Buddha nicht das "Abschweifen" für gut geheißen hat, sondern eher eben das realistische Leben ganz aufmerksam erleben (= Helene), nichts aus dem Weg gehen, nichts suchen, nur beobachten. Insbesonders auch bei der Meditation übrigens, da soll man auch nur ruhig werden und keine Lichter und Extasen suchen, die meinen Vater aber wohl fasziniert haben. Buddha meinte wohl, man soll diese Lichter usw. beobachten und vorbeiziehen lassen. Denn sie sind eben nur Lichter und nicht echt.

Wie ihr merkt bin ich Buddhistin ;)
Autor marieke
registriert
#5 | Gesendet: 11 Aug 2004 00:58
hi zusammen!

ich hab ne freundin, die gibt reiki. mein psychodoc hat mir ganz ganz stark abgeraten, weil man zu tief fällt, und das soll ja eigentlich vermieden werden, obwohl ich mich auch oft zu sowas hingezogen fühle.aber momentan bin ich auch dabei mich nur noch mit der realität zu beschäftigen. merke dann oft, das die realität oft öde ist, und vermisse dann auch etwas "cooles", haben wohl alles daselbe hier teilweise gell a la denise, verstehe dich vollkommen.merke auch wie mich sowas total abbringt und aufwühlt und so.gibt doch bestimmt auch ne gute mischung von allem, oder?
liebe grüßean denise !

marieke
Autor Laura
registriert
#6 | Gesendet: 11 Aug 2004 07:03
Huhu, Denise!

Ich sehe das ähnlich wie Helene. Die Psychosen verweisen auf eine andere Realität, auf etwas Ungreifbares, das sich irgendwo jenseits des Alltags abspielt und dabei geht es in Religionen ja schließlich auch. Interessant finde ich dabei, dass viele in der Psychose religiöse Wahninhalte erleben, obwohl sie nicht unbedingt so religiös sind, also Sachen wie sich vom Teufel verfolgt fühlen, sich für Jesus halten, die Bundeslade "öffnen" wollen...Mir hat ein Sozialarbeiter mal gesagt, da käme das Kollektive Unbewusste, wie es Jung formuliert hat, zum Tragen (ein Punkt an die Psychoanalyse!!!). Und dann kenne ich Betroffene, die die Psychosen ganz gut abstreifen können und im Glauben Halt finden wie Gesunde auch. Ich für meinen Teil bin für das "Zauberhafte" der Psychosen ganz dankbar und will es mir nicht nehmen lassen, das ist dann wie Urlaub vom Alltag, das vor meinem geistigen Auge vorüberziehen zu lassen, ohne dass ich gleich psychotisch werde.

Viele Grüße

Laura
Autor Denise
registriert
#7 | Gesendet: 12 Aug 2004 12:53
Hallooo Laura !

Ich habe mir Psychosen bisher immer so erklärt, dass man an dem Thema "austickt" und hängen bleibt, dass einen am meisten (wenn vielleicht auch unterbewußt) beschäftigt. Wo man nicht weiter kommt. Und das wäre das "Göttliche" ja. Da könnte man sich in ewigen Gedankenzirkeln zutode analysieren und letztlich kann man es doch nur fühlen. Gedanken sind wohl einfach die falsche Herangehensweise und werden in unserer Gesellschaft überbewertet, das intuitive Denken unterbewertet.

In unserer Uni saß immer einer, der anscheinend auf dem letzten BGH-Urteil hängen geblieben war, zumindest hat er ständig verwirrt davon im Lesesaal rumgeschrien. Hat ihn der Jura-Druck zermürbt ? Oder hat der psychiotische Inhalt überhaupt nichts mit dem realen Leben/Denken zu tun ??

Was meinst Du mit dem "Zauberhaften" der Psychose ? Ist da doch ein angenehmer Teil daran ? Kann Psychose "Spaß" machen ? Kann man sich danach sehnen ??

Viele Grüsse, Denise
Autor Denise
registriert
#8 | Gesendet: 17 Aug 2004 15:53
t
Autor Laura
registriert
#9 | Gesendet: 18 Aug 2004 01:39
'n Abend, Denise!

Zu dem ersten Teil Deines Postings kann ich im Moment noch nichts sagen, mir geht es gerade nicht so berauschend, da muss ich meine grauen Zellen schonen und das sind komplizierte Fragen, die Du am Anfang stellst.

Aber zum Punkt, ob Psychosen auch etwas Angenehmes haben, kann ich unumwunden Ja sagen. Bevor die Ängste anfangen, fühle ich mich in eine magische Wunderwelt versetzt und finde mich selbst ungeheuer wichtig und meine wichtige Dinge für das Weltgeschehen zu erledigen. Das ist mein persönlicher Fantasyfilm, der da mit mir abläuft und der mich auch in den gesunden Intervallen durchaus noch im Hintergrund begleitet. Aber da ich nun wirklich keine Lust mehr auf die Horrorängste habe, die ja doch meistens auftreten und auch nicht auf einen Klinikaufenthalt, wo es in der letzten Zeit immer jemanden gab, der mir gerade noch eins auf den Deckel gab, als es mir sowieso schon schlecht ging, passe ich sehr auf, dass ich nicht wieder psychotisch werde. Allerdings gibt es immer noch etwas, nach dem ich mich sehne. Ich habe mir in den letzten Psychosen eingebildet telepathische Gespräche mit einer bestimmten Person führen zu können. Das hat mich einerseits verwirrt und aufgewühlt, andererseits war es auch schön. Wenigstens einer, der meinen Phantasien folgen konnte und mit dem ich "Klartext" reden konnte. Was ich sonst schon alles an Halluzinationen erlebt habe, entzieht sich teilweise meiner Krankheitseinsicht und auch meinem "normalen" Weltbild, aber das ist ein langes, verworrenes Thema. Der Horror hat sich zum Glück nur in meinem Kopf abgespielt, die Hallus (falls es denn wirklich alle welche waren) waren eher putzig.

Liebe Grüße

Laura
Autor Denise
registriert
#10 | Gesendet: 18 Aug 2004 13:21
Hallo Laura,

ja, das stimmt. Die Fragen sind kompliziert. Vielleicht wenn es Dir mal besser geht... Oder vielleicht hat jemand anderes eine Idee. Denn interessant ist die Frage ja schon.

Falls das nicht zu persönlich ist:
Ist der Wunsch etwas Wichtiges zu tun oder mit (einem) Menschen eine tiefgehende Verbindung zu haben vielleicht etwas, was Dir in der realen Welt fehlt ? Ich hatte immer den Wunsch mit allen Menschen harmonisch zu sein, mich nicht verstellen zu müssen, verbunden zu sein und ehrlich, zwanglos zu sein, gute Laune zu haben, immun zu sein gegen Angriffe von anderen. Das hat mich zu XTC geführt, was in mir all diese Gefühle ausgelöst hat. Obwohl ich (irgendwann) wußte, dass es gefährlich und schädlich ist, wollte ich nicht darauf verzichten. Erst als ich mehr von diesen Sachen in meinem echten Leben (schwer erarbeitet) eingebaut habe, hat der riesige Drang danach aufgehört. Obwohl ein wenig Sehnsucht danach noch da ist.

Diese Halluzinationen stelle ich mir seltsam vor. Kann man sich einen "ganz eigenen Film" zusammenhalluzinieren ? ich habe am Wochenende "Fight club" gesehen... Kann man in einer ganz anderen Dimension leben ? Oder sind Halluzinationen eher kurze Erscheinungen zwischendurch ?
Was macht einem Angst ? Dass man irgendwie merkt, dass seine Gedankenwelt nicht aufgeht und alle anderen anders denken ? Das Gefühl, sich selbst nicht trauen zu können ? Oder die vorgestellte "Allmacht" ?

Schwierige Fragen, die mich umtreiben.

Liebe Grüsse,
Denise
Autor Gast
#11 | Gesendet: 18 Aug 2004 14:52
Hallo Denise,

zu deiner Frage, ob man auch zauberhafte Dinge während einer Psychose erleben kann, möchte ich Dir folgendes antworten:
Am Anfang meiner Psychose war ich bestens gelaunt, richtig high.
Ich strahlte eine ansteckende Freude und Heiterkeit aus, hatte Erfolg und fühlte mich klasse.
Während dieser Zeit habe ich mich in einen Mann verliebt.
Ich sage Dir, solche Gefühle kann nur eine Psychotikerin für einen anderen Menschen entwickeln.
Damals war es so, als ob immer mehr Liebesgefühle in einen Ballon gepumpt wurden und dieser zu zerplatzen drohte. Ich musste nur an diesen Mann denken, dann wurden bei mir Empfindungen ausgelöst, die ich bis dahin noch nie erlebt habe.
Leider habe ich diesem Mann eine Liebeserklärung gemacht und ihm einen Brief geschrieben, in welchem ich von meinen Bewusstseinszuständen wie z.B. "von ihm in den Bann gezogen" "hypnotisiert" etc. erzählt habe.
Er hat mich daraufhin bei einer ehemaligen Freundin von mir wegen des blöden Briefinhaltes verspottet.
Nun bin ich also die "blöde" Psychotikerin. Was soll`s.

In meinem Wahn war ich dann vier Jahre lang mit diesem Mann verbunden, ich war besessen von dieser Person. Es muss an meiner Psychose gelegen haben.


Gruß
Autor Laura
registriert
#12 | Gesendet: 18 Aug 2004 17:10
Heichen, Denise!

Es ist wirklich schwierig zu entscheiden, ob ein bestimmtes Denken oder gar Grübeleien einen für Psychosen anfällig machen. Ob einen die vielzitierte Vulnerabiliät von vorneherein zu einer nachdenklichen und vielleicht gar philosophischen Person machen. Vor meiner ersten Psychose war ich sehr depressiv und hatte zum Schluss lauter verquaste philosophische Überlegungen, die kein richtiges Fundament hatten. Aber eigentlich waren es meistens, so auch damals, äußere Anlässe, meistens zwischenmenschliche Konflikte gepaart mit Stress, die mich haben psychotisch werden lassen. Akut psychotisches Denken zu interpretieren halte ich für heikel. Zum Beispiel habe ich mal die These gehört, dass Paranoia etwas damit zu tun hat, dass man im Alltag Angst vor den Ansprüchen der anderen hat. Soweit klingt das einleuchtend und würde auch auf mich zutreffen, aber dann müssten sich die Leute ja scharenweise verfolgt fühlen.

Also, wenn mich etwas für Psychosen prädestiniert, dann wohl eher meine getrübte physische Wahrnehmung und mein Lebensgefühl, bei dem ich schon immer halb in irgendwelchen anderen Sphähren geschwebt habe. Seltsamerweise hat mich erst der Ausbruch der Krankheit dazu gebracht, das wirklich erkennen und benennen zu können. Erst meine abgefahrenen psychotischen Phantasien haben mich dazu gebracht im Alltag pragmatischer und bodenständiger zu werden. Dass ich darüber hinaus noch meine Phantasien und globalen Zweifel (wie die Welt denn nun wirklich gestrickt ist) hege, ist ein anderes Kapitel und ich kann das, wenn ich gesund bin, gut trennen.

Ob ich mich in den Psychosen so größenwahnsinnig wichtig fühle, weil ich mir sonst so klein und unbedeutend vorkomme, nun, ich weiß es nicht. Meine Psychosen sind zum Teil auch an reale Ereignisse gekoppelt, die mich nach wie vor stutzig machen. Vielleicht sollte ich mich mal näher mit Halluzinationen oder übersinnlichen Dingen auf wissenschaftlicher Basis beschäftigen, um meine eigenen Erfahrungen besser einordnen zu können. Vielleicht würde das mein Gefühl der inneren Isolation, das durch die nicht hundertprozentige Krankheitseinsicht bei mir besteht, lindern.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich Deine Fragen richtig verstanden habe, hoffe aber etwas zur Klärung beigetragen zu haben.

Liebe Grüßlis

Laura
Autor Denise
registriert
#13 | Gesendet: 19 Aug 2004 11:58
Hallo,

@ Gast:
Du warst 4 Jahre besessen von diesem Mann ? Hattet ihr eine Beziehung oder war es einseitig ? Wenn diese Phase so lange dauerte, woher weißt Du dann, dass Du schon seit dem Anfang psychiotisch warst ? Warst Du vier Jahre lang psychiotisch ? Wie kam denn dann der Umbruch, dass Du Medikamente genommen hast ?

Ich kann verstehen, dass Dich dieser Spott mit den Briefen sehr verletzt hat. Wo Du so viel von Dir gezeigt hast... Und nun hast Du auch noch die Dorflästerer am Hals. :(

@ Laura:

Du weißt noch nicht, was echt war und was nur psychiotische Vorstellung ? Ich dachte immer mit den Medikamenten fiele einem das dann wie Schuppen von den Augen...
Vielleicht ist es aber auch gar nicht so gut, alles zu analysieren. Wie Ibo und auch Helene schon mal sagten. Zumindest Träume oder sowas würde ich bei mir nicht deuten, denn ich halte es für Quatsch. Wenn mein Unterbewußtsein mir was zu sagen hat, macht es das auch ganz handfest in meinem äußeren Leben, da kann ich genug über mich lernen. Ich mag nicht in eine trübe Halbdunkel-Welt des Unterbewußtseins absteigen, wo letztlich alles Spekulation bleibt. Selbst wenn ich mein schlechtes Verhalten/Fühlen intellektuell verstehen könnte, sehe ich keinen Sinn darin, denn davon ist es noch lange nicht weg. Ich bin auch eher grüblerisch-analytisch, aber wie Buddha sagt, Du sollst nicht DENKEN sondern BEWUßT BEOBACHTEN, denn das Denken bringt einen immer weg von der realen Welt zu Interpretationen.
Danke, dass Du Dir soviel Mühe gibst, meine Fragen zu beantworten.

Viele Grüsse,
Denise
Autor Qigong
registriert
#14 | Gesendet: 24 Sep 2004 19:16
HI ! Ich habe dieselbe Erfahrung machen müssen ! Es stimmt. Psychokacke kann einen in die Psychose treiben ! Das Problem ist aber die Differenzierung. Reiki, Meditation, Kirche ist nicht deshalb schlecht und gleichzeitig eine Gefahr für eine Psychose !
Es wird gefährlich, wenn man etwas überbewertet oder einen Menschen etwas erzählen was nicht stimmt !
beispiel : Sich die Hände auflegen tut gut, kann auch bei Psychosen helfen. Dran zu denken, dass eine universelle Kraft fliesst geht auch noch, hilft wegen selbstsuggestion. Wenn Du nun aber vertieft in dieses Schema rutscht, dass z.b. die Heilenergie zu übermenschlichen Kräften verhilft. Dir gegen schwere Krankheiten hilft usw., kann es passieren, dass Du aus diesem Gedankenkreis nicht mehr rauskommst, versackst. Das kann passieren, wenn Du keine sozialen KOntakte hast, mit denen Du z.b. darüber reden kannst .
Deswegen sind Esoteriker schlecht, die nicht auf dem Boden geblieben sind und alle Techniken so dermaßen Übertrieben darstellen und so tun, als ob sie Gott wären bzw. mit ihren Techniken alle Probleme der Welt heilen könnten. Die bringen Menschen, denen es nicht gut geht, in den Wahnsinn.
Gleichzeitig sind diese Techniken aberr trotzdem sinnvoll und können einem sehr gut tun und wenn man sie kombiniert können sie sogar zur Heilung vieler Krankheiten beitragen. ES ist so ähnlich wie mit Heilpflanzen, wendet man sie richtig und niedrig dosiert an helfen sie. Wendet man sie falsch oder überdosiert an töten sie. Kleiner Tipp, Neurolpetika homöopathisch dosiert helfen übrigens genausogut, aber haben keine nebenwirkungen. (Möchte das aber nicht verallgemeinern, habe nur selber die ERfahrung gemacht, kann man mal ausprobieren)
Viele esoterische Sachen sind gut, man darf nur nicht den Boden unter den Füßen verlieren, abgesehen davon ist eine Psychose auch gut, weil ein Zuviel an Dopamin immer noch besser ist als ein zuwenig !
Wer möchte schon gern Parkinson haben oder an Demenz leiden, dann lieber eine angereicherte Phantasie haben. Die getrübte Wahrnehmung hängt wieder mit anderen Dingen zusammen. Ich habe mich z.b. während meiner Psychose auch mit viel esoterischen Dingen beschäftigt und habe dadurch viele Gedanken gehabt die mich gestört haben und letztenendlich in die Psychiatrie gebracht haben. Die waren aber nicht schädlich. Die Medikamente haben meinen Körper kaputt gemacht. Heute versuche ich mit den selben esoterischen Gedanken und Techniken mir wieder ein besseres Lebensgefühl zu geben und es funktioniert. Es ist zwar nur ein TRopfen auf dem heissen Stein aber immerhin besser als Benzos zu nehmen. Die Ursache für die Psychose ist eine andere, sie bereitet vielleicht den Weg für ein esoterisches Interesse und dass man sich mit solchen Dingen auseinander setzt.
Man sollte sich auf Praktiken konzentrieren die nachgewiesenermaßen postive Effekte erzielen. Also z.b. TCM, Zappen, Reiki, Yoga, an Gott oder BUddha glauben.
Nicht so gut sind sicherlich Sekten, mit Bäumen sprechen, Engel usw. Wobei ich nicht ausschließen möchte, dass doch was drann ist oder es jemanden auch was gutes tun kann.
Autor Denise
registriert
#15 | Gesendet: 27 Sep 2004 12:28
Was ist TCM oder Zappen ? ?
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