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Sozialdarwinismus

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Autor Schienaboeller
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#16 | Gesendet: 9 Feb 2016 00:51
Ja, wer kann das kognitive nun beweisen, Escuchar?

:-)
Autor Schienaboeller
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#17 | Gesendet: 9 Feb 2016 01:29 | Edited by: Schienaboeller
Escuchar:
auch nicht unbedingt dienlich, wenn man sich zu viel an Psychotiker hält.

Autor malloy
registriert
#18 | Gesendet: 9 Feb 2016 08:46 | Edited by: malloy
Der Skizofreniageduldige, da er in der Reihe steht, die einst den ersten ihren Namen gab, Konkretismus wird das heute geschimpft, aber Da ist halt wirklich! Denken und Sprache eins und es braucht keine epoche oder Horizontverschmelzung, weil dort wo Wasser und Feuer sich küssen, darf der Herr auch müssen, also ist der ganze Scherz der Paranoia ein durchschreiten der Leidenserfahrungen, zwischendrin werden die so beredt, das Einzelne es durchaus schaffen können, die Subjekt-Objekt-Spaltung weitestgehend auszublenden, wie der Maler der mit seinem Bild verschmilzt, Trick ist halt nur das Zwischen auch mal wider den Sinn Zwischen Sein zu lassen..

viele Grüße und noch ein Satz zu Darwin: ich habe vor kurzem ein Referat gehalten, da hab ich auch was über den Herrn Darwin und seine Affenbande daher gestottert, also: Es ist mehr als nur Konkurrenzkampf und Elend und Alle gegen Alle, weil genau dort wo, wie oben genannt, der Name oder halt Gott, das Wort in die Welt sich sehnt, da fängt der Mensch an, auch wenn ich finde das dieser mit seinem jetzigen Zahlenkostüm ungeheuer geworden ist.

LG
Autor Escuchar
registriert
#19 | Gesendet: 9 Feb 2016 11:52 | Edited by: Escuchar
Schienaboeller: In welchem Zusammenhang steht die endlose Treppe in deiner Kognition? Meinst du auch, es ist ein Paradoxon, wenn man in einem Schizophrenie-Forum Heilung sucht oder eher nicht?

Du hast meiner Meinung nach eine ziemlich gefühlskalte Vorstellung von Beweisbarkeit. Sicher, wenn ich mir ein Wahnsystem ausmale, also mal so richtig paranoid werde und mir Bösewichte ersinne, die mir nach dem Leben trachten, dann wirkt das sehr abschreckend für Menschen, die nicht wahnsinnig sind. Sie schrecken so sehr vor dem Wahnsinn zurück, dass die Angst vor unzähmbarer Natur in ihnen überwiegt und sie nicht mehr bereit sind, Wahrheiten in einem vom Wahnsinn geprägten Produkt der Kognition zu erkennen oder zu sehen. Dann bleibt der Beweis aus, sodass es folglich kein symbiotisches Verständnis untereinander gibt.

Schienaboeller:
Sag mir eine Heldentat im Hier & Jetzt, dann steige ich vielleicht mit ein

Symbiotisches Verständnis, sei es auch nur teilweise vorhanden, ergibt sich doch aber auch nicht nur verstandesmäßig, sondern auch aus der Empathie heraus. Wenn der Verstand fehlt, ist es meistens die Empathie, die als Kitt zwischen den Menschen fungiert und wahrlich zum Verständnis untereinander beitragen kann, womit auch einem vom Wahnsinn geprägten Produkt der Kognition Berechtigung eingeräumt wird. Und das ist ja der Härtefall aller Kommunikationslücken, also die Kommunikation zwischen einem Wahnsinnigen und einem normierten Menschen. Diese Symbiosen, von denen du redet, gibt es bestimmt häufiger als du denkst. Und die wirken dann durch Zeit und Raum, sodass soziale Getrenntheiten besiegt werden. Der Fehler liegt darin, diese subjektiven Verbundenheiten als nicht existent oder als wertlos zu sehen.
Autor Schienaboeller
registriert
#20 | Gesendet: 9 Feb 2016 11:55
Escuchar:
Meinst du auch, es ist ein Paradoxon, wenn man in einem Schizophrenie-Forum Heilung sucht oder eher nicht?

Ja
Autor Schienaboeller
registriert
#21 | Gesendet: 9 Feb 2016 11:58
Escuchar:
Sicher, wenn ich mir ein Wahnsystem ausmale, also mal so richtig paranoid werde und mir Bösewichte ersinne, die mir nach dem Leben trachten

Undzwar weil es keine Objektiven Gefühle gibt. Gefühle sind stets subjektiv, also steht dem Subjekt auch seine Position dem Objektiven gegenüber frei.
Autor Escuchar
registriert
#22 | Gesendet: 9 Feb 2016 12:06
Schienaboeller:
Undzwar weil es keine Objektiven Gefühle gibt. Gefühle sind stets subjektiv, also steht dem Subjekt auch seine Position dem Objektiven gegenüber frei.

Sicher, sie existieren frei in Zeit und Raum. Sie sind können leicht vergehen oder absterben. Das ist Vergänglichkeit. Sie sind nicht starr, sondern fließen. Aber auch Gefühle sind objektiv zu benennen und voneinander zu differenzieren. Der Zustand eines Subjektes kann also von einem anderen Subjekt erkannt werden. So frei sind wir im Wählen nicht, denn es gibt immer nur begrenzte Möglichkeiten, was gefühlt wird. Natürlich ist eine gewisse Freiheit durch den "freien" Willen vorhanden.
Autor Escuchar
registriert
#23 | Gesendet: 9 Feb 2016 12:10
malloy:
viele Grüße und noch ein Satz zu Darwin: ich habe vor kurzem ein Referat gehalten, da hab ich auch was über den Herrn Darwin und seine Affenbande daher gestottert, also: Es ist mehr als nur Konkurrenzkampf und Elend und Alle gegen Alle, weil genau dort wo, wie oben genannt, der Name oder halt Gott, das Wort in die Welt sich sehnt, da fängt der Mensch an, auch wenn ich finde das dieser mit seinem jetzigen Zahlenkostüm ungeheuer geworden ist.

Ich habe da auch eine Quelle gesehen, die beschreibt, dass es nicht nur um Konkurrenzkampf, sondern auch um Kooperation und Gruppenzusammenhalt geht.
Autor Schienaboeller
registriert
#24 | Gesendet: 9 Feb 2016 12:10
Escuchar:
Diese Symbiosen, von denen du redet, gibt es bestimmt häufiger als du denkst. Und die wirken dann durch Zeit und Raum, sodass soziale Getrenntheiten besiegt werden

Wenn es um eine subjektive Erfahrung geht, ist es wieder die Beeinflussung einer Subjektivität, welche die Trennung nur durch das Annehmen einer scheinbaren Objektivität "verpflanzen" kann.
Ob das andere Subjekt (Subjekt1) sich dieser Konstruktverpflanzung beigesellt oder ob dieses Konstrukt Subjekt2 nicht bewiesen kann, bleibt abzuwarten, ob die Annahme dieses Konstruktes Subjekt1 Subjekt2 nah genug bringt, um den Frieden zu finden...


Beim Rest ist Deine Aussage wie erwähnt eine subjektive, also weiß ich nicht was Du meinst in diesem (keinen Nahen) Zusamenhang...
Autor Escuchar
registriert
#25 | Gesendet: 9 Feb 2016 12:20
Schienaboeller:
Ob das andere Subjekt (Subjekt1) sich dieser Konstruktverpflanzung beigesellt oder ob dieses Konstrukt Subjekt2 nicht bewiesen kann, bleibt abzuwarten, ob die Annahme dieses Konstruktes Subjekt1 Subjekt2 nah genug bringt, um den Frieden zu finden...

Das hängt dann wahrscheinlich wirklich von den Naturgesetzen und Variablen ab. Ist Subjekt1 fähig dazu, mit Subjekt2 eine Bindung einzugehen oder nicht? Von welchen Variablen und Parametern hängt das ab? Das ist ein ziemlich trockenes, theoretisches Gedankenkonstrukt.
Autor Schienaboeller
registriert
#26 | Gesendet: 9 Feb 2016 12:27 | Edited by: Schienaboeller
Wenn Dir die Niederschrift reicht, um ein feuchtes Konstrukt zu präferieren, fehlt mir aus der Subjektivität das Verständnis der Kommunikation, die Du vorher angemerkt hast.

Ein Textfeld bleibt meinem Verständnis nach trocken.

Den Richterpömpel kann auch nur die Richterhand selber schlagen um das Verfahren zu beenden.
Autor Escuchar
registriert
#27 | Gesendet: 9 Feb 2016 12:29 | Edited by: Escuchar
malloy:
Konkretismus

Das hängt sicher mit dem überdurchschnittlichen Verwachsensein zum kollektiven Unbewussten zusammen. Wenn die Reize besonders vielzählig vorhanden sind, dann wird auch besonders viel durch die Sprache hindurch kanalisiert. Ein unbewusster Bedeutungskomplex wird stärker als sonst wahrgenommen. Der Beweis bleibt jedoch aus, weil es sich in meiner Vorstellung so abbildet.
Autor malloy
registriert
#28 | Gesendet: 9 Feb 2016 16:35
Das mit dem Abbild ist halt so eine Sache, Die Repräsentation der Welt in der Vorstellung, ganz gleich, wie ich sie mir nun denke ;) ist lange und länger Thema, überall..


ich habe da gerade im Moment nur einen Wust zu im Kopf, aber ich meine, dass unser "technisches" Zeitalter, also etwa seit Neuzeit/Aufklärung so auf den Kopf pocht, das wir schon Schmerzen davon bekommen.. ich zumindest heute..

In der Wissenschaftstheorie und/oder Gesellschaftstheorie ist der Sozialdarwinismus mMn nicht mehr so repräsentiert, wenn er das in den Hauptströmungen von Da und Da es überhaupt war, höchstens halt in der Evolutionsbiologie.. wenn ich die Tage mal dazu komme, dann würde ich gerne einen Thread dazu aufmachen, aber mal gucken, ob ich die Zeit finde..

kurz gesagt aber finde ich eine Theorie, die einen Zeitraum von so und so vielen Millionen Jahren abdecken will, für unsere Orientierung hier und dann nicht dafür geeignet unser Zusammenleben, zu begründen und/oder uns dazu verhelfen.. dies und das wovon wir halt so träumen: Weltfrieden ;)

naturwissenschaftlich und auch in der Logik funktionieren halt Beweise meist durch Statistik und die, ja, mehr oder weniger halt, aber ich glaube, da wir die Zukunft nicht kennen, also zumindest nicht mehr als das ich mir gleich ein Glas einschenke und mmh..

diese ganze Geschichte lässt sich halt nicht kalkulieren und die sie bewegenden "Momente" sind zu erzählen, aber nicht in einer Bilanz abzubilden.

LG
Autor Escuchar
registriert
#29 | Gesendet: 11 Feb 2016 19:08
@Schienaboeller: Du versuchst hier verzweifelt das Phänomen des Glaubens an eine Sache und das Phänomen empathischen Verständnisses unter uns Menschen "philosophisch-psychologisch" zu umschreiben bzw. diesen nachzugehen. Leider weiß ich immer noch nicht, von was du überhaupt redest und was du willst. Du redest von Beweisen, aber vermischt dabei irgendwie Naturwissenschaft und menschliche Kommunikation.
Autor Schienaboeller
registriert
#30 | Gesendet: 11 Feb 2016 19:58
Vovon ich rede, jetzt ist es das deinige eingwachsene Haar, was dich und deine objektive Herangehensweise auf ein Subjekt, darvinistisch betrachtet, jetze selbstbefruchtet, gespannt was du gebärst
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