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Wie heißt es? MPU oder Idiotentest?

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Autor freier
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#1 | Gesendet: 19 Dez 2016 10:24
Da bei der MPU keine Regel existiert, nach der man den Führerschein zurückerlangen darf, heißt es richtig Idiotentest. Nur ist der Gutachter nicht der Idiot, sondern die Regeln sind idiotisch. Weiß ich aus meinen Beurteilungen.
Autor Zoidberg
registriert
#2 | Gesendet: 19 Dez 2016 12:48 | Edited by: Zoidberg
Naja, die einzig bestehende Regel, sozusagen, ist die, dass Dir die zuständigen Gutachter / Ärzte die Eignung für das Führen eines Kfz zusprechen, nach vorheriger Versagung durch die Behörde, aka Führerscheinentzug.

Daher natürlich durchaus subjektiv von der Meinung der oben genannten abhängig. Und der Vorgeschichte. Ist halt so mit Gutachten.
Aber die Horrorgeschichten und Mythen, die über die MPU allgemein kursieren, kann ich persönlich nicht bestätigen.
Autor Laura
registriert
#3 | Gesendet: 19 Dez 2016 16:25
Ich habe mal von jemandem gehört, der durch diesen "Idiotentest" durchfiel, weil er auf die Frage, ob er noch einmal so riskant fahren würde mit "ja" antwortete. Das erklärt auch den Titel "Idiotentest". Schließlich wird da nicht sowas wie "schlitzohriger Charme" von Verkehrssündern bewertet.
Autor Zoidberg
registriert
#4 | Gesendet: 19 Dez 2016 17:10
Laura:
ob er noch einmal so riskant fahren würde mit "ja" antwortete

Naja. Klassiker. *lach*
Autor Nichtraucher
registriert
#5 | Gesendet: 19 Dez 2016 17:25
REUE ist wichtig bei der MPU
Autor Zoidberg
registriert
#6 | Gesendet: 19 Dez 2016 17:32
Nichtraucher:
REUE ist wichtig bei der MPU

Du musst v.a. überzeugend rüberbringen, dass Du das, was auch immer zu Deinem FS-Entzug geführt hat, nicht nochmal fabrizierst.
Dazu gehört auch Aufarbeitung dessen, was dazu geführt hat, speziell bei Alkohol/Drogensachen. Und eventuelle Abstinenznachweise und all sowas.

Nicht schön. Und teuer. Aber machbar.
Autor Hazel
registriert
#7 | Gesendet: 19 Dez 2016 18:22
Muss man da wirklich Bäume zeichnen (projektive Verfahren...)?
Autor Zoidberg
registriert
#8 | Gesendet: 19 Dez 2016 18:32
Nein.

Kann nur im Bezug auf ALkohol sprechen. Drogen vermutlich ähnlich.


3teiliges Untersuchungsverfahren.

1. Reaktionstest an ner Maschine mit diversen Signalen, auf die hin man entsprechende Knöpfe/Pedale bedienen muß.
Ist leichter als man sichs vorstellt, wenn man davorsitzt. Da sind die Anforderungen nämlich eher gering, sprich ziemlich hohe Fehlermargen erlaubt.

2 Ärztliche Untersuchung. Augen, Ohren, Blut- und Leberwerte. Koordination (Linie entlangegehen, auf einem Bein stehen und sowas.

3. Psychologisches Gespräch. Dauert am längsten und ist in der Regel das woran man evenntuell scheitern kann.
Je nach Sachlage wird man ziemlich genau über sein komplettes Leben ausgefragt, Hauptaugenmerk liegt natürlich dann immer auf dem eigentlichen Problem.
Alkoholkonsum, wie lang, wie viel, warum etc. und wie man gedenkt, das ganze NICHT zu wiederholen, im Groben.
Dazu eventuell je nach Schweregrad Abstinenznachweise 6/12 Monate, im Vorfeld nachzuweisen und vorzulegen.

Mit Vorbereitung und tatsächlichem Änderungswillen ist das zu bewerkstelligen.
Einfach mal so unvorebereitet hingehen nach der Maxime "Ehh, klappt schon", eher nicht.
Autor freier
registriert
#9 | Gesendet: 21 Dez 2016 11:28 | Edited by: freier
Hallo Laura, Spitze!!!!!!!!!!!!!!!!! Wow!
Spitze seid ihr alle. Ihr solltet im Fernsehen auftreten. Und letzteres meine ich ernst.

Wurde bei Euch schonmal ein Intelligenztest durchgeführt? Bei mir nicht, darum bin ich der Abschaum der Bevölkerung laut mehreren Gutachten. Und zwar der allerletzte Dreck. Siehe MPU.
Autor freier
registriert
#10 | Gesendet: 21 Dez 2016 12:07
Sowas löscht man bei allmystery.de

Da Menschen, die ich nicht kenne, nach PsychKG über mich hinweg entscheiden dürfen wer ich bin und wer ich sein möchte, gelte ich jetzt als paranoid schizophren.
Wenn man dem Psychiater erklärt, dass man sorgenfrei glücklich ist, dann erklärt er mir, dass ich dann mehr Medikamente nehmen muss. Ich erforsche also die Regeln der Psychiater und finde heraus, dass wer einmal so verleumdet wurde, niemals wieder gesund geschrieben wird, weil die Regel nicht existiert.
Da diese Regeln auch bei der MPU gültig sind .... habe ich mehrere Gutachten, die mir für jeweils 500€ nachsagen, dass ich ein Lügner bin, der Abschaum der Bevölkerung und davon der letzte Dreck (unfähig zu allem).

Die Menschen, die mich angezeigt haben, haben sogar eine Treibjagd zum Psychiater erprobt. In den Steinbruch in der Nähe habe ich sie aber nicht bekommen, weil sie im Dunklen zu viel Angst hatten. Schade. Ich hätte sogar mein Mobiltelefon in der Tasche vergessen und wäre 5km zum Krankenhaus gelaufen, um Hilfe zu holen. A...l....
Autor Laura
registriert
#11 | Gesendet: 21 Dez 2016 13:23
Beruhige Dich, freier. Du hast hier meine Antwort auf Deine Frage und die Antworten anderer User, ganz schön in den falschen Hals bekommen. Hoffentlich kannst Du das auch so sehen, dass Du hier nicht angegriffen worden bist, wenn Du Dir den thread mal an einem ruhigen Tag erneut durchliest. Im Moment bist Du aber unruhig und fühlst Dich schnell angegriffen.
Autor Bazifischer
Gast
#12 | Gesendet: 21 Dez 2016 13:46
freier
Ich fand die MPUs sehr unangenehm. Ich bin beim ersten Mal durchgefallen. Mich hat man nie alkoholisiert erwischt. Das war nur, weil ich richterlich in der Geschlossenen bleiben musste.
Für mich war das eine Mordstortur und ich empfand es als Schikane. So viel Geld haben sie mir abgepresst, ich hab den Betrag schon vergessen.
In der zweiten MPU sagte ich, man hat mich noch nie erwischt. Das hat mir keiner geglaubt und dann sind sie erst mal die Akten durchgegangen.
Ich hätte von Anfang mit dem Anwalt dagegen vorgehen müssen. Aber ich war so kraftlos nach den ersten Psychosen.
Ich hasse MPU.
Autor Zoidberg
registriert
#13 | Gesendet: 21 Dez 2016 14:08
Bazifischer:
Ich fand die MPUs sehr unangenehm.
Ja, angenehm ist was anderes.

[quote=Bazifischer]Ich bin beim ersten Mal durchgefallen

Ich auch. War aber zu dem Zeitpunkt wirklich nicht auf der Höhe und hab den Zeitpunkt einfach zu früh gewählt.

Bazifischer:
So viel Geld haben sie mir abgepresst, ich hab den Betrag schon vergessen.

Ja, verdient ist daran nicht schlecht, ganz bestimmt.
MPUs (2 Stück + sämtliche Nebenkosten) lag glaub ich kostennmäßig bei 2500,-€ oder so. Eher mehr.

Bazifischer:
Mich hat man nie alkoholisiert erwischt.

Mich schon. *hust*
War in dem Sinne auch verdient, hätt ja im Endeffekt sonst was passieren können. Eines der Dinge, auf die ich ganz bestimmt nicht stolz bin. War auch so insgesamt glaub ich der bisherige Tiefpunkt mewines Lebens.

Bazifischer:
Ich hasse MPU.

Ist unangenehm, sicher. Hat mir persönlich allerdings den nötigen Tritt in den Arsch verpasst, einige Dinge wirklich mal zu überdenken, von daher kann ich da durchaus auch was positives rausziehen.
Autor Bazifischer
Gast
#14 | Gesendet: 21 Dez 2016 14:20
Zoidberg
Ich versteh Dich.
Bei mir kam mir das wie so eine Art Justizirrtum vor. Beim ersten Mal hab ich mich null vorbereitet, also keine Geschichte gelernt, weil ich ein reines Gewissen hatte. Denkste!
Als ich dann die Scheine und Kurse beim zweiten Mal vorweisen konnte, wussten sie, dass sie genug Geld kassiert haben und dann kam ich durch.
Für mich kein gutes System, ich bleib dabei! Ich kenn so viele, die gleich danach wieder betrunken gefahren sind. Die haben gelogen, dass sich die Balken biegen. Das haut nicht hin. Ich weiß auch nicht wie es anders geht, aber so wie ich es erlebt habe, war das unzumutbar, weil ich nichts getan habe. Ich wollte nur endlich von der Geschlossenen raus und dann sagt die behandelnde Ärztin, das müsste ein Richter entscheiden. Dann kriegen das alle Ämter gleich mit und man steckt in der Mühle.
Ich möchte nicht wissen, wie es ist, wenn man wirklich mal verurteilt wird fürs Gefängnis. Dann ist man nur noch ein halber Mensch. Die MPU war für mich ein Vorgeschmack, wie fies der Staat sein kann.
Es kann einfach saublöd laufen ab und zu. Da kommt dann so viel auf einmal.
Wenigstens scheint es Dir nicht so geschadet zu haben.
Autor Zoidberg
registriert
#15 | Gesendet: 21 Dez 2016 14:54
Bazifischer:
Wenigstens scheint es Dir nicht so geschadet zu haben.

Nein, bestimmt nicht.

Das System an sich gefällt mir auch nicht so. Da wird schon drauf geschaut, erstmal ordentlich Geld zu verdienen. "Wir empfehlen Ihnen diesen Kurs, jenen Schein, diese und jene Nachweise etc." Kostet alles.

"Zufälligerweise" *hüstel* bieten die MPU-Pfüfstellen die entsprechenden Dienstleistungen" natürlich alle selbst an. Kann man natürlich woanders machen. Die Frage ist nur, ob das gerne gesehen wird und sich dann nicht nachteilig auswirkt.

War bei mir jetzt wegen "nur" besoffen gefahren eher ein Standardfall.
Klingt bei Dir etwas komplexer.
"Tu was sie von Dir verlangen und sag Ihnen was sie hören wollen (auch wenns nicht der Wahrheit entspricht), sonst kommst Du da nie raus." So sollte es sicherlich nicht laufen.
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