Allgemeine Fragen Diskussionsforum des Kompetenznetz Schizophrenie / Allgemeine Fragen /
Short link for this topic:

Einige Versuche

Autor sixy
Gast
#1 | Gesendet: 6 Feb 2017 12:53 | Edited by: sixy
Das Zornloch

Neben dem Türrahmen sitzt rechts in Höhe der Türklinke der Lichtschalter. Etwa handtellergroß mir abgrundeten Ecken in sanfter Eierschalenoptik.
Darüber, bequem in Mundhöhe auf einmeterfünfunsechzig befindet sich ein zweiter, ebenso dezent eierschalenfarbiger Hartplastikdeckel, dahinter: das Zornloch.

Auf einen knappen, gezielten Hieb schiebt sich dank ausgetiftelter Mechanik der Deckel beiseite ohne selbst durch heftigere Schläge einen Spung davonzutragen und öffnet sich nach hinten zu einem zylindrigen Tunnel, der entfernt an die Sprechmuschel einer altmodischen Notrufsäule erinnert, die sich vandalistischen Anschlägen dadurch sanft enzog, dass sie sich wie ein rasch abgestreifter Handschuh nach innen stülpte.
Dahinter, unsichtbar dem Auge, ein Wunderwerk modernster Technik, Platinen die wiederum zarteste Kupferdrähtchen, Spulen, Dioden und sonstige Bauteile derart miteinander verbinden, dass es sogleich in Betrieb genommen werden kann.

Man denke sich etwa, dass man morgens unvorsichtig sogleich die News abfragte. Ein Schritt genügt, zwei, drei, ein kurzer Hieb gegen die Deckplatte und schon öffnet sich das lauschend Ohr: das Zornloch, nimmt bereitwillig jede Anklage, jedes Wort des Zorns, jeden Fluch in sich auf, leitet ihn weiter und wandelt Schallwelle um Schallwelle in gefälligen Wechselstrom, der sogleich das Wasser des Nachtstromspeichers erhitzt.

Der Hersteller empfiehlt diese innere Hygiene allmorgendlich. Und welche Kosten werden Umwelt und Konto erspart: das Duschwasser ist angenehm warm, das Kaffeewasser brodelt gefällig und falls der Zorn noch nicht reichte, kann ein Blick in die Kommentarseiten jedes beliebigen der zahlreichen Social Media den nötigen Impetus liefern, um noch das Brötchen zu toasten und sich ein freilaufendes Ei zu bereiten (dreieinhalb Minuten).

Soziales Perpetuum mobile als die Energiequelle der Zukunft.

Man kann sich natürlich ebenso wirksam auf ein Ergometer setzen, das mit einem handelsüblichen Dynamo zur blitzableitenden Stromquelle umgebaut, den gleichen Effekt hat: gute Laune plus Energieversorgung!
Autor Zoidberg
registriert
#2 | Gesendet: 6 Feb 2017 13:12
Hehe. Gute Idee, hat nur einen kleinen Haken.

Dazu gibts doch diesen Fakt aus der Kategorie "unnützes Wissen", der schon ein paar Jahre die Runde durchs Netz macht:

"Wenn Du 8 Jahre, 7 Monate und 6 Tage schreien würdest, hättest Du genug Energie produziert, um eine Tasse Kaffee zu erwärmen."
Ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass das tatsächlich mal jemand ausgerechnet und und das annähernd stimmt. ;-)

Konventionelle Methoden wie ein Boxsack oder der Ergometer sind da wohl effizienter.
Autor sixy
Gast
#3 | Gesendet: 6 Feb 2017 13:22
Zoidberg:
"Wenn Du 8 Jahre, 7 Monate und 6 Tage schreien würdest, hättest Du genug Energie produziert, um eine Tasse Kaffee zu erwärmen."

Ja, freilich, nur kannten Berechner seinerzeit die Effizienz des ohne Reibungsverlust wirksamen neuartigen Zornlochs noch nicht ;-)
Autor sixy
Gast
#4 | Gesendet: 7 Feb 2017 01:01 | Edited by: sixy
UBS

UBS steht für UnBekannte Sachen.

Ein Ufo, zum Beispiel, ist auch eine unbekannte Sache, aber weil es ein Flugobjekt ist und daher potentiell fliegen kann, ist ein Ufo nur eine Unterform der weitaus größeren Anzahl von UBS, die sich in Haus und Hof immer wieder mal anfinden. Sinnvollerweise, und um Zeit zu sparen, sammelt der Kluge Herbergsvater alle UBS in einem Schuhkarton und stellt ihn auf den Küchenschrank.

Denn die Erfahrung lehrt: sobald man auch nur ein UBS dem Hausmüll anvertraut, den pünktlich hinunterträgt und das UBS unwiederbringlich abgeholt wurde, weiß es man wieder: ach so, das war doch kein UBS, das war doch das Dings, diese Schraube, die zu jenem Dongs gehört. Und weil ein Dings ohne Dongs keinen weiteren Zweck hat, muss auch das Dongs den Weg des Vergänglichen antreten. Reumütig werden künftig alle UBS gesammelt, bis das Fassungsvermögen des Schuhkartons restlos aufgebraucht ist: er ist voll.
Also Nummero zwei. Und drei, und so weiter, bis eines Tages der Entschluss reift: so geht das nicht weiter. Ordnung ist der Werkzeugkiste Anfang!

Und schon beginnt das lustige Sortierspiel: ganz kurze dicke Schrauben, ganz dünne lange Nägel, weiße Plastikteile, runde Scheiben, Fahrradschloss-schlüssel, eckige Haken, Spulen, Bürstchen, Tübchen, Muttern, Kittklumpen, rote Plastikteile, ähnliche Teile (undefinierbar) und heiter so weiter.

Nach Stunden frohen Schaffens haben sich ordentliche Grüppchen gebildet und man räumt sie in den schönen neuen zinkblauen Klapp-schubladen-Kasten und ist fertig. Ich hatte das auch kürzer beschreiben können, mit einem Wort: Mengenlehre. Oder einem anderen: Kritk. Kritik? Ja, nichts anderes macht kritische Vernunft. Sie unterscheidet.

Freilich, es geht auch anders. Hinweg mit dem Getüttelkram! Alle UBS nächtlich in die Restmülltonne, und samstags früh in energischer Konsequenz alle fortan dingslosen Dongs auf den Wertstoffhof: taugt nichts, hinfort damit! Kritiklose Kritik, sozusagen.
Dann ist auch Ruh im Karton. Bis die Sehnsucht nach Dings mit Dongs neue UBS hervorbringt.
Autor sixy
Gast
#5 | Gesendet: 9 Feb 2017 10:28 | Edited by: sixy
Gedankenspiele oder: warum Pinguine keine Angst vor Eisbären haben müssen

Pitsch, Patsch, Pinguin! Kennt einer das Kinderlied? Es ist ein sehr schönes Kinderlied. Man kann dazu klatschen und allerlei Spaß haben. Doch angenommen, wir wären jetzt wirklich im (fast!) ewigen Eis. Und hätten uns eine Sonnenuhr gebaut, nämlich einen Stock gerade ins Eis gesteckt. Hurra! Weil wir in Physik gut aufgepasst hätten, könnten wir das. Und weil wir in Physik wirklich sehr gut aufgepasst hätten, würden wir am Schatten erkennen: aha, wir sind am Pol. Dann wäre noch die Frage: an welchem nur? An welchem? Südpol, Nordpol, Ostpol, Westpol? Das wäre relativ leicht herauszukriegen, denn wenn ein Pinguin daherwatscheln würde, wüssten wir: Aha, Antarktis!
Dann könnten wir ihm das Lied vom Pitsch Patsch Pinguin vorsingen und uns gegenseitig am Kinn kraulen. Aber der Pinguin würde fragen, wenn wir fertig gesungen und gekrault hätten: "Du, was ist eigentlich ein Eisbär?"
Und wir würden ihm erklären: große hungrige weiße Bären, die Pinguine fressen! Obacht vor den Eisbären! Der Pinguin würde groß gucken und vielleicht würde er fortan anfangen, sich vor Eisbären zu hüten. Er würde sich den ganzen langen arktische Tag über vor Eisbären hüten.
Und das wäre schade. So viel Zeit verschwendet. Denn ein Blick auf wiki hätte ihn aufgeklärt: die sind gaaanz weit weg. Die leben auf der anderen Seite, am Nordpol. Und kommen niemals vorbei, um kleine Pinguine zu fressen.

https://www.youtube.com/watch?v=qvJiGmQ2xFs
Autor sixy
Gast
#6 | Gesendet: 11 Feb 2017 09:12 | Edited by: sixy
Außer, es taut.

//



Gespräche

Neulich, auf der Straße, sah ich ein kleines Mädchen. Ungefähr Kindergartenalter.
Sie schob einhändig ihren Puppenbuggy, die Puppe hing etwas quer in den Gurten.
Mit der anderen Hand hielt sie ein Smartphone und redete heftig darauf ein. Im Verbeigehen hörte ich: „Ja, und dann, dann hat die, also, stell dir vor, und …“. Als ich neugierig geworden etwas genauer hinblickte, erkannte ich:
Das Smartphone war eine kleines Holzbrettchen, abgerundete Ecken und einseitig schwarz lackiert.
Dachte ich, das merke ich mir. Manche Gespräche könnten ebenso mit Holztäfelchen geführt werden. Besser wär’s.
Autor sixy
Gast
#7 | Gesendet: 17 Feb 2017 10:02 | Edited by: sixy
Dieser Text ist etwas länglich und theoretisch, schade, denn brevitiy is the soul of wit, aber es brennt mir gerade so unter den Nägeln … Wer keine Lust hat, liest es einfach nicht.

Thingumbob!

Thingumbob bedeutet so viel wie „Dingsbums“. Mir ist das Wort begegnet, als ich in einem Text las, wie ein Mensch Sprechen lernt. Im großen wirren Erleben passiert plötzlich ein Wiedererkennen: oh, immer dann, wenn Dingsbums, kommt die Lautfolge: „Dingsbums“. Auf einmal machen die Laute Sinn.
Wenn das einmal passiert ist, hat Menschlein die Hauptsache geschafft und lernt – für gewöhnlich Wort um Wort, dann wie sie zusammengesetzt werden und spricht. So ähnlich lernt sich Schreiben. Dieses Zeichen, dieser Laut. Diese Lautfolge, dieses Wort, dieses Wort, aha, Dingsbums.

Bis jetzt ziemlich unspektakulär. Na und? Ja, aber es gibt auch ein „Davor“. Vor den Worten. Wo ein Mix aus Klang, Licht, Wärme (oder Kälte), Ruch und innerem Signal (Hunger, Durst etc.) sich zusammenballt in ein Muster aus „Reizen“ und „Reaktion“. Wortlos.
Zusammenballen ist gemeint mit dem Begriff dafür: Symbol, das nichts Anderes bedeutet als eben: zusammenballen. Jetzt wird es verzwickt. Ein Wort ist genaugenommen auch ein Symbol, nur schon sehr abstrakt.

Aber ich meine jetzt die Symbole, die „ohne Wort“ in der Suppe der Hirnprozesse herumschwimmen. Die bleiben unbewusst. Meistens.
Und so kommt es, dass man oft gar nicht weiß oder sagen kann, was ist denn los, mir wird auf einmal so Thingumbob.

Das Unbewusste vergleiche ich gerne mit einem Wal und nicht mit dem unsichtbaren Teil des Eisbergs, weil der lebt nicht, der Eisberg. Aber der Wal. Es gib auch den Vergleich mit einem roten Elefant (Unbewusst) zu einem weißen Pony (Bewusst). Mir gefällt halt der Wal besser. Der so herumschwimmt und ab und zu sieht man seinen Blas oder er springt auch mal.
Und dieses Springen und Blasen kann man nicht „machen“. Es passiert.


Während einer Psychotherapie, wenn sie gut ist, und es ist egal welche Richtung, sitzt man sozusagen zusammen am Meer, plaudert und sieht gemeinsam den Walen zu, bis auf einmal klar wird: ah, so geht das Muster. Und dann, dann kann man wenn es gut geht, dem Wal ein neues Spielzeug anbieten.
Weil das bei jedem ein wenig anders sein muss, ist das einzige Rezept: keine Patentrezepte.

Denn die inneren Bilder, die lassen sich entwickeln, aber man kann sie nicht einfach in den Teich schmeißen. Die Gemeinsamkeit, die ich erkennen kann, nach sehr viel Überlegen und Gucken und Lesen ist die: es scheint das Ergebnis eines gelungenen Trauerprozesses zu sein.
Wie das? Hm, es ist eigentlich nur von Nöten zu denken, wenn was fehlt. „Keine Milch,“ nur wortlos, ist der erste „Gedanke“ des Kindes, sagt man. Und die Erkenntnis, nach und nach: Die Welt ist nicht so, dass alles immer da ist. Manches ist manchmal weg. Aber dann, wenn es gelingt, dieses „Weg-sein“ zu betrauern, entsteht ein „inneres Bild“ und brückt dahin, was jetzt zu tun sei.

Deswegen der Therapeut, deswegen die Stützung durch einen mitfühlenden Zeugen. Aber das „innere Bild“ kann der nicht „machen“. Es entsteht nur (!) im Prozess „zwischen“, im Miteinander, und wird nach und nach Teil des „Selbst“ und steht zur Seite, wenn es Not tut. Wenn es klappt, „weiß“ man es: Thingumbob!
Und so ließe sich Traum und Psychose, sagar künstlich herbeigeführte Minipsychose in Form von Rausch auch verstehen als den verzweifelten Überlebens-versuch, den Wal mal kräftig aufplatschen zu lassen, um endlich, endlich das gesuchte „Thingumbob“ zu ergründen.

Danke für’s Lesen.
Autor Tanni
registriert
#8 | Gesendet: 17 Feb 2017 12:10
Ich kann gerade nicht alles lesen...zeitlich ...aber du hast bestimmt recht.

Ich hatte mal in England Worte gehört, die ich nicht aus dem Kopf bekam...bzw. jeweils zwei Worte. "Freezing cold" und "buisy working" ... die Worte gehören für mich in nen Song. Ich bin aber Keine Komponistin. ...jetzt sind sie open source.............
Autor leviathan
registriert
#9 | Gesendet: 17 Feb 2017 18:00
sixy:
Denn die inneren Bilder, die lassen sich entwickeln, aber man kann sie nicht einfach in den Teich schmeißen. Die Gemeinsamkeit, die ich erkennen kann, nach sehr viel Überlegen und Gucken und Lesen ist die: es scheint das Ergebnis eines gelungenen Trauerprozesses zu sein.
Wie das? Hm, es ist eigentlich nur von Nöten zu denken, wenn was fehlt. „Keine Milch,“ nur wortlos, ist der erste „Gedanke“ des Kindes, sagt man. Und die Erkenntnis, nach und nach: Die Welt ist nicht so, dass alles immer da ist. Manches ist manchmal weg. Aber dann, wenn es gelingt, dieses „Weg-sein“ zu betrauern, entsteht ein „inneres Bild“ und brück dahin, was jtetzt zu tun sei.

Es ist halt, glaube ich, meinem Wal gemäß, schwierig etwas zu betrauern, was ja ganz eigentlich leben will und darf. Diese Widersprüche in einem und in den Sachen sind demgemäß anzuerkennen..

ich las heute etwas was mich aufgrund dieser ganzen politischen etx. Prozessen nachdenklich stimmt und vielleicht, wenn es stimmt, dass das Ganze im einzelnen Leid-beredt-werden will..

ist der Überbau, das Überich, ...verschwunden! verworfen und das nicht nur auf der persönlichen Ebene, sondern im Gesamt wird der Sinn vermisst, so konnte auch das letzte Jahrhundert sich nur abmühen mit der Frage des Sinn vom Sein.., aber Aufgabe ist es wohl die anderen Wale wahrzunehmen, die vor dem gleichen Horizont ihre Gesänge darbieten..

Hoffnung bleibt, Antworten bleiben Antworten.. auf ungestellte Fragen oft.

LG
Autor leviathan
registriert
#10 | Gesendet: 17 Feb 2017 18:23 | Edited by: leviathan
..und überhaupt: brauchen wir nicht Mythen und Fabeln?

zu leugnen das selbst Wale Ideologien zielstrebig folgen, lässt wohl ein gut gemeintes Nicht-Wissen nur Unterhalb der Wasserfläche..

ob die Gesänge auch farbig darzustellen wären:

Grundfrage ist wohl seit Hegel und Co.:

dies Herr-und-Knecht-Dilemma... will ich gegen die Herren angehen muss ich mich selbst zum Herren machen, das stößt dann die Frage von Souveränität vom Sockel, als Mythos halt..

daher gibt es (k)eine Diktatur, die Erde ist rund, jetzt auch vernetzt und Wale sind und bleiben quer zu diesem Geschehen, wie das Unbewusste, das halt unbewusst bleibt.

halt: nobody knows

https://www.youtube.com/watch?v=SVKKRzemX_w

no now know we know now no now known we know no
Autor sixy
Gast
#11 | Gesendet: 17 Feb 2017 22:01 | Edited by: sixy
o-o-o-o!

Leviathan, ich bemerke selbst, dass ich diesen Trauervorgang nur vage und ungenau beschrieben habe. Das wird vielleicht daran liegen, dass mir da Worte fehlen und mein Verstehen vorläufig und brüchig ist, aber ich weiß, wie mir erst ein "inneres Bild" des Vermissten entstand, als ich hindurch war mit der Trauer, in meinem "Fall" um die vermisste Mutter, vermisste Mütterlichket. Zum Beispiel, um nicht allzu abstrakt zu theoretisieren.

Ich leihe mir also die Worte eines Größeren. Weil der Text schon älter ist, sind manche Begriffe wie Neurose und Hysterie nicht auf dem Stand des neuesten ICD.Er nannte so ziemlich alles Neurose. Aber er hat damals, 1920, schon die transgenaraionlen Traumata beschrieben, die Unfähigkeit zu trauern vorausgeahnt.

Über den Holocaust zu trauern, viel zu schnell ein Wirtschaftswunder auf die Ruinen, was dazu führt, es rächt sich und zackpeng hat man die Geister, die man rief, schon wieder vor der Tür warten, was sich in der Politik und Weltlage, wenn man das so platt umschreiben kann, unschwer erkennen lässt. Hier also der Text, leicht zu raten von wem er geschrieben wurde, vom altgewordenen Freud. Das Kind, von dem er berichtet, ist sein Enkel.

Dem Freud kann man ja vieles vorwerfen, aber eines muss ihm selbst Karl Kraus lassen: er hatte einen großartigen Schreibstil. Selbst die trockensten Analysen lesen mühelos sich wie ein Krimi.

http://gutenberg.spiegel.de/buch/jenseits-des-lustprinzips-8092/2
Autor Nyx
registriert
#12 | Gesendet: 17 Feb 2017 22:17 | Edited by: Nyx
(sinnloser Beitrag)
Autor sixy
Gast
#13 | Gesendet: 17 Feb 2017 22:31 | Edited by: sixy
Nyx:
ein Mathematiker würde es dir aber um die Ohren werfen

stimmt. Aber ich dachte, so in "dichterischer Freiheit", es hätte etwas gelangweilt, wenn die Menge M mit n ungleich Null unterscheidbaren Elementen auch noch genauer auseinanderklabüstert worden wäre. Danke für den Einwand!

re-edit. wie schade, dass du deinen Beitrag gelöscht hast.

Genau genommen ist die Menge K = [alle kleinen Kittklumpen, die ich morgens auf dem Küchentisch fand] keine mathematische Menge, weil das Wichtigste daran fehlt. Die Zahl. Kittklumpen ist und bleibt Dingsda, zwar 1 Dingsda zur Not, aber wenn man es genau nimmt, wäre erst dadurch, dass Dingsda egal ist, also die Operation "natürliche Zahl mal Dingsda", das wäre also die Geburt der ersten (natürlichen) Zahl. Wenn ich jetzt das Dingsda aus der Menge nehme, weil es hartnäckig verweigert, sich in eine Zahl zu verwandeln, wäre die Menge leer und dann brächte ich keine blaue Werkzeugkiste, sondern einen Mülleimer. Mathe finge erst dann an, wenn ich begänne zu abstrahieren vom Kittklumpen und ganz andere Mengen betrachtete. Es handelt sich bisher noch um Proto-mathe, entwicklungsfähig immerhin. Nichts ist einfach. Hach.
Allgemeine Fragen Diskussionsforum des Kompetenznetz Schizophrenie / Allgemeine Fragen / Einige Versuche Top
Dieses Thema ist geschlossen. Es sind keine weiteren Antworten möglich.
 
Diskussionsforum
Möchten Sie Gespräche mit Angehörigen, Patienten und interessierten Laien führen oder zu einzelnen Themen Stellung beziehen, Ihre Ansichten und Erfahrungen mitteilen? Das Diskussionsforum für Betroffene bietet Ihnen hierzu Gelegenheit. Selbstverständlich können Sie auch die Diskussion zu neuen Themenfeldern eröffnen. Das Forum ist offen für alle und anonym. Es ist jedoch erforderlich, dass Sie sich zuvor ein Log-In mit frei wählbarem Benutzernamen und Kennwort anlegen.
Das Diskussionsforum versteht sich als Plattform, die Laien und Experten gleichermaßen zugänglich ist, um so den Austausch zwischen und innerhalb der Gruppen zu fördern. Darüber hinaus sind engagierte Kooperationspartner im Kompetenznetz-Schizophrenie bemüht, die Beiträge im Diskussionsforum aus medizinisch-fachlicher Sicht regelmäßig zu sichten und im Rahmen allgemeiner Nutzungsbedingungen zu beantworten. Hierbei bleiben u.a. eine individuelle medizinische Beratung und Diagnostik ebenso wie die Gewährleistung eines Anspruchs auf Antwort ausgeschlossen.
Für die einzelnen Beiträge sind die jeweiligen Autoren verantwortlich. Dem freien Meinungsaustausch sind jedoch Grenzen gesetzt, wo diese gegen ethische, moralische und rechtliche Normen verstoßen. Sofern Beiträge dieser Art bekannt werden, behalten sich die Administratoren des Forums vor, diese zu löschen und ggf. rechtliche Schritte gegen den Verfasser einzuleiten. Machen Sie bitte die Netzwerkzentrale hierauf aufmerksam. Danke.
Kontakt: info@kompetenznetz-schizophrenie.de

Nutzungsbedingungen
Die Beiträge im Diskussionsforum obliegen der Verantwortung der jeweiligen Autoren. Es besteht kein Anspruch auf nachträgliche Löschung von einmal veröffentlichten Beiträgen, es sei denn, es handelt sich um personenbezogene Daten bzw. solche, die zur Identifizierung einer Person führen können.
  • Medizinisch-fachliche Antworten aus dem Kompetenznetz Schizophrenie sind als solche durch das Kürzel KNS gekennzeichnet.
  • Das Kompetenznetz Schizophrenie übernimmt keine Gewähr, dass jede medizinische Anfrage im Diskussionsforum von Kooperationspartnern im Netz beantwortet wird.
  • Medizinisch-fachliche Beiträge im Diskussionsforum ersetzen keine honorarpflichtige Beratung und Diagnostik durch einen Arzt / eine Ärztin oder einen Therapeuten / eine Therapeutin. Zur Abklärung von Symptomen, therapeutischer Behandlungsweisen etc. bleibt die honorarpflichtige Konsultation eines Arztes / einer Ärztin oder Therapeuten / Therapeutin erforderlich.
  • Das Kompetenznetz Schizophrenie übernimmt keine Haftung für Beiträge, wenn Auskünfte entgegen ihrer Zweckbestimmung zur Selbstdiagnostik und Selbstbehandlung verwandt werden.
  • Das Kompetenznetz Schizophrenie übernimmt keine Haftung für Beiträge, die gegen ethische, moralische und rechtliche Normen verstoßen, wird jedoch bei Bekanntwerden jeden Beitrag dieser Art löschen und behält sich vor, bei grober Fahrlässigkeit rechtliche Schritte gegen den Urheber des Beitrags einzuleiten.
  • Das Kompetenznetz Schizophrenie übernimmt keine Verantwortung für von seinem Diskussionsforum aus verlinkte Seiten.