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Schizophrenie wie helfen?!

Autor Gast
#1 | Gesendet: 4 Okt 2004 19:08
Ich habe ein problem wir haben jemanden in der Familie der sehr warscheinlich Schizophren ist. Alle anzeichen sprechen dafür.
Jetzt das problem ihn zu einem zu eine Arzt zu bringen, denn er denkt wir spinnen. Kann man ihn Zwangs Untersuchen lassen ?

Er leidet unter Verfolgungswahn und leute aus dem Fernsehen würden ihm Botschaften übermitteln. Kling komisch ist aber so.
Autor Antje
Gast
#2 | Gesendet: 4 Okt 2004 22:40
Zwangsuntersuchen ist nur möglich wenn deutliche Anzeichen für akute Selbst- oder Fremdgefährdung vorhanden sind. Oder es gibt einen Amtsbetreuer mit dem Wirkungskreis Gesundheitssorge, der kann dies veranlassen.
Als Empfehlung: vielleicht nicht gleich zum Arzt schleppen (zu große Schwellenangst) Psychoseseminar eher empfehlenswert ( Treffen von Angehörigen psychisch Kranker, Psychosebetroffenen und Profis, d.h. Ärzte, Betreuer etc.) Somit erfährt Familienmitglied, dass es auch noch andere Leute gibt, die ähnliches erleben --Austausch Betroffener, ähnlich einer Selbsthilfegruppe. Vorteil eines Psychoseseminars ist das der Trialog auf gleicher Augenhöhe stattfindet, manchmal auch angeboten von Volkshochschule oder informieren über Angehörigengruppen in allen grüßeren Städten.
Autor Gast
#3 | Gesendet: 8 Okt 2004 21:00
hallo anderer gast ;)

eine angehörigengruppe kann ich auch nur empfehlen!
wahrscheinlich ist es schwierig, zu eurem angehörigen durchzudringen und ihm nahezulegen, dass seine wahrnehmung/ängste krankhaft sind und es hilfe gibt, damit er nicht mit dieser ständigen angst leben muss. vielleicht können euch andere angehörige dabei helfen, einen weg zu ihm zu finden, indem ihr erfahrungen austauscht. und es wird auch für euch leichter, mit ihm umzugehen, z.b. nicht alles persönlich zu nehmen, was man nun mal leicht tut, wenn man sich nahe steht.

mir hat so eine gruppe sehr geholfen zu verstehen, was da eigentlich passiert (zumindest ansatzweise). dass beschimpfungen, verdächtigungen etc. nicht nur mir an den kopf geworfen werden, sondern zum krankheitsbild gehören und auch (meist) nur temporär sind.

vielleicht gibt es bei euch auch einen sozialpsychiatrischen dienst, der fähige berater hat, oder hieß das jetzt psychosozialer dienst ... weiß nicht mehr genau ... kann man aber bei der stadt erfragen - bloß keine scheu!
Autor Gast
#4 | Gesendet: 14 Okt 2004 11:39
Hallo zusammen,

BLOSS KEINE SCHEU? Ich muss erhlich sagen, dass ich selber erst einen Nervenzusammenbruch (u. noch so einiges) erleiden musste, um einen Psychiater anzurufen! Dieser nannte mir "EVA - Sozialpsychiatrischer Dienst (Evangelische Gesellschaft e.V.)" als Ansprechpartner.

Ich überlege, wenigstens diese Selbsthilfegruppe aufzusuchen, denn für meine Mutter, die schon seit gut 30 J. schizo. ist, ist es viel zu spät!!!

Bitte macht nicht den gleichen Fehler wie ich! HANDELT SO SCHNELL WIE MÖGLICH! Anregungen findet ihr hier u. auch im Netz. Wer keine Möglichkeit hat, ins Internet zu gehn, kann auch seinen Hausarzt um Hilfe bitten.

Ich wünsche jedem von euch MUT und GEDULD.
Autor Sophie
registriert
#5 | Gesendet: 15 Okt 2004 21:10
Hallo,

mit Hausärzten habe ich bei diesem Thema sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Die haben meistens von der Erkrankung keine Ahnung; weisen eine erst ein wenn es zu spät ist, setzen die Medikamente zu früh ab ... Ich laß mich lieber von einem Fachmann therapieren als von einem Klugscheißer, der meint von allem Ahnung zu haben und zu eitel ist, um sich einzugestehen, daß etwas seine Kompetenz übersteigt.

Grüße Sophie
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