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Checkliste für meinen nächsten Arztbesuch (den ich

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Autor bigcoder
registriert
#1 | Gesendet: 31 Okt 2004 02:34
Hallo,

ich will hier mal meine "Checkliste" für meinen nächsten Arztbesuch vorstellen. Verbesserungsvorschläge erwünscht!

1. Depressive Sympthome
2. Medikament schneller ausschleichen
3. Bei wieder Auftreten von Frühwarnsympthom -> z.B. Seroquel vorschlagen
(vielleicht schon mal verschreiben lassen, damit ich im Notfall die tabletten parat habe.)
4. Nach empfohlener gesammtdauer der medikativen Behandlung fragen.
(Mir wurde zum Schluss gesagt, mehrere Jahre. Aber was soll sich in den nächsten jahren noch ändern?)
5. Frage nach psychoedukativer Gruppe

Ich hoffe, ich habe Alles. - Und - ich hoffe, ich bekomme einen frühzeitigen Termin.

MfG Michael alias BigCoder
Autor Sophie
registriert
#2 | Gesendet: 31 Okt 2004 02:43
Wenn es Dir zusagt, eine Überweisung für eine Verhaltenstherapie.

Nicht Medis ausschleichen und absetzen, sondern ein neues besseres Neuro in einer vernünftigen für Dich nicht nur erträglichen, sondern bereichernden Dosis. - Hallo Du hast noch Frühwarnsymptome. Willst Du auf der Geschlossenen landen???
Autor bigcoder
registriert
#3 | Gesendet: 31 Okt 2004 04:13
Verhaltenstherapie hatte ich schon mal gemacht. (Mit dem Ziel, mir die Suizidpläne auszureden.) Ist fehlgeschlagen! - Welche Ziele soll ich bei der Verhaltenstherapie JETZT verfolgen?

Ich habe - vielleicht - EIN Frühwarnsympthom. (Die Restlichen stellten sich als fehlerhaft heraus.)

... nun ... Medikament wechseln ... immer nur Medikamente ... ich träume schon fast von den Tabletten. Ich sehe ja ein, das die Medikamente als vorbeugende Maßnahmen gedacht sind. ... Nur ... wie gesagt ... ca. 80% der Lebensqualität sind weg. (Bei optimaler Medikation vielleicht weniger.) maximale belastbarkeit am Arbeitsplatzt ca. 35% (4 Stunden). - keine Überstunden möglich! Keine Sexualität mehr.

Mit dem weiter Einnehmen der Medikamente, (auch bei den NEUEN Medikamenten, ) verlangst du sehr Viel von mir, ich hoffe das weisst du Sophie! Es fällt mir sehr schwer, mich selbst davon zu überzeugen, das es besser ist, weiter Tabletten zu nehmen. Zudem ist es schwierig, meine Ärztin von einen Wechsel des Medikamentes zu überzeugen. Und beim Wechseln ist die viel zu schnell! (Alle 2 Tage eine neue Dosis.)

Eigentlich nehme ich die Medikamente nur noch, weil ich körperlich von denen abhängig geworden bin. (Mein Magen funktioniert ohne diese Medikamente nicht mehr.) Es fällt mir sehr schwer, diese noch weiter zu nehmen, als Psychoseprofylaxe. Ich sehe aber ein, das es gefährlich ist, die Tabletten ab zu setzten. - Nur - ich komme irgendwie noch nicht damit klar, das ich jetzt für den Rest meines Lebens diese Tabletten nehmen soll. Und das auch noch, um Etwas zu verhindern, was für mich sehr lange Zeit was absolut Normales war (und noch heute ist) nämlich Suizid. Gib mir einfach etwas Zeit. Genauso, wie mir der Diagnose, muss ich das erstmal irgendwie verstehen und verarbeiten.

Auf die geschlossene will ich natürlich NICHT, aber jetzt mit genau dieser Angst von mir "zu spielen" und mich so zum Tabletten-nehmen zu überreden, finde ich fies!

MfG Michael alias BigCoder
Autor Sophie
registriert
#4 | Gesendet: 31 Okt 2004 13:42
Sorry bigcoder,

mit Deiner Angst wollte ich natürlich nicht spielen. Ich hatte nur den Eindruck, daß Du vergißt, was Dir schlimmstenfalls ohne Medis blühen kann.
Übrigens, da Du Dich mit der Psychose bisher immer freiwillig in der Klinik gemeldet hast, ist die Wahrscheinlichkeit auf die Geschlossene zu kommen auch nicht so groß, denn Psychosen verlaufen meist ähnlich, d.h. wenn Du bisher einsichtig warst, wirst Du es wohl hoffentl. auch immer bleiben. Was natürlich Deine Suizidpläne für Auswirkungen haben können ...???

Gruß
Sophie
Autor Psybib
registriert
#5 | Gesendet: 31 Okt 2004 15:19
lieber michael,

zusätzlich und ergänzend zu ärztlicher behandlung und medikamentöser einstellung empfehle ich dir eine psychotherapie, und zwar nicht bei deinem psychiater, sondern bei einem psychologischen psychotherapeuten. vorzugsweise richtung verhaltenstherapie. das ist eine kassenleistung und wird daher komplett bezahlt, listen niedergelassener therapeuten gibt´s direkt bei der krankenkasse, oder du guckst einfach in stelefonbuch.

in einer psychotherapie lernst du z.b. einen individuellen umgang mit der krankheit und sonstigen psychischen problemen. ich habe ebenfalls lange verhaltenstherapie gemacht und davon meiner ansicht nach mehr profitiert als von den medikamenten. heute komme ich weitgehend ohne medis klar, brauche nur für notfälle welche, weil ich mein leben so ausgerichtet habe, dass möglichst kaum symptome auftreten, und wenn doch, habe ich meist passende strategien, um darauf zu reagieren. dank der psychotherapie.

gruß psy
Autor bigcoder
registriert
#6 | Gesendet: 31 Okt 2004 15:23
Meine Suizidpläne?

Nun, bei Suizidplänen versuche ich immer meine Verzweiflung zum Ausdruck zu bringen und auf "harte Weise" Hilfe zu verschaffen. Meistens läuft ein Suizidplan ca. 1/2 Jahr.

Auswirkungen? Nun, dieser ganze "Psycho-Terror", den ich schon mit gemacht habe, mit Klinikaufenthalten, (Alle freiwillig, ) ambulante Therapien, Psychophamaka, und natürlich die Tatsache, das ich Jederzeit wieder zum Suizid greifen würde.

MfG Michael alias BigCoder
Autor bigcoder
registriert
#7 | Gesendet: 31 Okt 2004 16:44
So, jetzt will ich mal meine geänderte Checkliste preisgeben:

1. Depressive Sympthome
2. Begründung für zukünftige Medikamenteneinnahme.
3. Nach empfohlener gesammtdauer der medikativen Behandlung fragen.
(Mir wurde zum Schluss gesagt, mehrere Jahre. Aber was soll sich in den nächsten jahren noch ändern?)
4. Seroquel oder Abilify vorschlagen -> Medikamentenwechsel
5. Frage nach psychoedukativer Gruppe

So, ich hoffe, diese Liste ist jetzt besser.

MfG Michael alias BigCoder
Autor bigcoder
registriert
#8 | Gesendet: 31 Okt 2004 19:17
Sorry, hatte noch ein paar Punkte vergessen:

1. Krankheitseinsicht (jetzt auch bei "Schizophrenie").
2. Depressive Sympthome
3. Begründung für zukünftige Medikamenteneinnahme.
4. Nach empfohlener gesammtdauer der medikativen Behandlung fragen.
(Mir wurde zum Schluss gesagt, mehrere Jahre. Aber was soll sich in den nächsten Jahren noch ändern?)
5. Seroquel oder Abilify vorschlagen -> Medikamentenwechsel
6. Frage nach psychoedukativer Gruppe
7. Weitere Behandlung der Schizophrenie (wenn notwendig)

So, jetzt habe ich eine richtig lange Liste für meine Ärztin. Hoffe, die bekommt keinen Schock. Da Montag ein feiertag ist, kann ich erst Dienstag anrufen. Das werde ich dann aber auch machen.

MfG Michael alias BigCoder
Autor Joubi
registriert
#9 | Gesendet: 31 Okt 2004 20:09
Kuckkuck Michael

Hier: *dirmaleinengroßenblumenstraußübergibt*

Vielleicht könntest Du Dir einen Zettel machen, mit Fragen, die Du ihr gern stellen möchtest.
Es gibt sicher so einige, da vergisst man dann auch immer mal was...;-)
Autor bigcoder
registriert
#10 | Gesendet: 31 Okt 2004 23:28
noch viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel besser!

Ich speichere mir meine Fragen in mein Handy ein! Da habe ich einen "elektronischen Notizzettel" - und - das Handy habe ich eigentlich immer dabei. :-)

... ich fühle mich im Moment nicht so gut, weil ich weiss, das ich die Tabletten mein Leben lang nehmen muss. :-(

MfG Michael alias BigCoder
Autor Sophie
registriert
#11 | Gesendet: 31 Okt 2004 23:39
Wer hat denn gesagt, daß Du die Medis ein Leben lang nehmen mußt? Warte es doch erstmal ab.
Autor bigcoder
registriert
#12 | Gesendet: 31 Okt 2004 23:52
ICH habe das gesagt!

Ich weiss nämlcih nicht mehr, was in den nächsten Jahren noch passieren soll, (ausser das ich vielleicht in den finanziellen Ruin gerate).

MfG Michael alias BigCoder
Autor Sophie
registriert
#13 | Gesendet: 1 Nov 2004 10:09
Zum Thema sozialer Ruin:
dabei könnte Dir sicher ein gut ausgebildeter Sozialpädagoge helfen. Gibt es häufig in Tageskliniken, die auch oft ambulante Zentren haben.
Autor bigcoder
registriert
#14 | Gesendet: 1 Nov 2004 14:53
FINANZIELLER Ruin! Nicht SOZIALER Ruin!
Autor Sophie
registriert
#15 | Gesendet: 1 Nov 2004 15:11
Sorry ich habe um diese Uhrzeit noch geschlafen!!!
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