Allgemeine Fragen Diskussionsforum des Kompetenznetz Schizophrenie / Allgemeine Fragen /

Expertenforum

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Autor Doris316
registriert
#1 | Gesendet: 31 Jul 2010 22:19
Hallo admin,

im Thread "Prostatavergrößerung..." wurde ein Expertenforum erwähnt - bzw. von Ihnen in Aussicht gestellt, dass es ggf. eines geben könnte, falls genügend nachdrücklich geäußerte Nachfrage bestehen würde.

Was ist denn bitte ein Expertenforum?

Ein Ratsuchender schreibt eine Frage und es anwortet (immer) ein Professioneller, also ein Facharzt (bzw. der Herr von der Hotline, mit dem ich mal telefoniert hatte war ja Psychologe)?

Mit der Bitte um Info, damit ich das einordnen kann und zu einer Einschätzung kommen kann und mich ggf. in irgendeiner Weise an die verantwortlichen Stellen richten kann.

Schöner Gruß und Ihnen einen wunderbaren Sonntag!

Doris
Autor Doris316
registriert
#2 | Gesendet: 1 Aug 2010 07:12
PS:

Wenn ein Expertenforum ein Forum sein soll, in dem Professionelle antworten, dann finde ich die Bezeichnung anstößig.

Würden Sie Angehörige und Betroffene nicht als Experten bezeichnen? (Um den Stein des Anstoßes gelassen zu formulieren ...)

Bei so etwas zeigt sich dann doch immer, wie die Denke der Profis wirklich ist!

Gruß von

Doris
Autor fhes
registriert
#3 | Gesendet: 1 Aug 2010 15:37
Naja, bei Fragen wie "warum macht Medikament Y impotent?" sind Angehoerige/Betroffene von Schizophrenie vielleicht wirklich nicht Experten.
Autor Doris316
registriert
#4 | Gesendet: 1 Aug 2010 16:54
Es geht nicht um den konkreten thread, sondern um das Expertenforum. Deswegen habe ich einen neuen thread eröffnet.

Danke für den Hinweis. Darauf wäre ich nun wahrlich nicht gekommen :-)

LG Doris
Autor admin
Admin
#5 | Gesendet: 1 Aug 2010 20:42 | Edited by: admin
Hallo Doris,

wir wissen nur, dass es bei der Leitung des KNS in Überlegung steht, ein solches "Expertenforum" einzurichten. Entschieden ist es noch nicht.

Wir verstehen unter einem Expertenforum, dass sich Betroffene und Angehörige mit Ihren ganz spezifischen Fragen an einen psychiatrischen Facharzt oder an einen in der Psychosematerie erfahrenen Psychologen wenden können.

Der Begriff ist aus unserer Sicht wirklich nicht beleidigend gemeint.
Es gibt eben verschiedene "Experten" auf dem Psychosegebiet (Betroffene, Angehörige, Psychiater, Psychologen) und das ist, wie wir finden, sehr wertvoll. Niemand von diesen kann den anderen ersetzen. Die Erfahrungen aller gemeinsam macht unserer Meinung nach die Sache erst rund.

Freundliche Grüße und einen schönen Abend
admin
Autor Doris316
registriert
#6 | Gesendet: 1 Aug 2010 23:10
admin:
Wir verstehen unter einem Expertenforum, dass sich Betroffene und Angehörige mit Ihren ganz spezifischen Fragen an einen psychiatrischen Facharzt oder an einen in der Psychosematerie erfahrenen Psychologen wenden können.
(...)
Es gibt eben verschiedene "Experten" auf dem Psychosegebiet (Betroffene, Angehörige, Psychiater, Psychologen) und das ist, wie wir finden, sehr wertvoll. (...) Die Erfahrungen aller gemeinsam macht unserer Meinung nach die Sache erst rund.

Dann verstehe ich nicht, dass hier nicht einfach noch ein Sozialpädagoge und ein Psychologe und ggf. noch weiter Fachärzte, wenn Sie Unterstützung brauchen, mitschreiben und ihre Beiträge entsprechend kenntlich machen. Und schwupp, Sie können das existierende Forum umbennenen.

Bitte kommen Sie mir jetzt nicht mit der E-Mailadresse und dass ich mich an die Leitung wenden soll. Das war jetzt mehr eine rhetorische Angelegenheit, um die Kurve zu kriegen zu dem, was tatsächlich dahinter steht:

Doris316:
Bei so etwas zeigt sich dann doch immer, wie die Denke der Profis wirklich ist!

Von daher lasse ich mich schon lange nicht mehr von der fachärztlichen Imagepflege "auf gleicher Augenhöhe..." etc. pp. beeindrucken.

Gruss aus der Frankenmetropole
Doris
Autor oknos
registriert
#7 | Gesendet: 1 Aug 2010 23:26
Hi Doris,
es kann doch jeder ein Forum für was auch immer einrichten. Wenn ich allerdings eine Fachfrage hätte, für die ich nur einen Arzt kompetent halte, dann wende ich mich direkt an meinen Arzt. Wenn ich die Meinung dieses Internet-Forums haben will, dann wende ich mich an dieses Internet-Forum. Also...immer den Ball schön flach halten.

Viele Grüße aus der Schaumburger Residenzstadt
Oknos
Autor Doris316
registriert
#8 | Gesendet: 1 Aug 2010 23:35
Hi oknos,

oknos:
Also...immer den Ball schön flach halten.

Was soll ich da rauslesen, was ist Deine Botschaft an mich? So verstehe ich Dich nicht.

LG Doris
Autor Helene
registriert
#9 | Gesendet: 1 Aug 2010 23:53
Hallo Doris,

gibt es für dich keinen Unterschied zwischen den Experten durch Ausbildung/Studium und Erfahrenen? Ich wäre sehr dafür, diese Bereiche zu trennen. Wie sich das mit einem durch NL verursachten Prolaktinom verhält würde ich eher einen Experten mit Fachwissen fragen. Ich könnte mir aber auch vorstellen, daß der Experte bei manchen Fragen an die Erfahrenen verweist, die in speziellen Fragen einfach die besseren und erprobteren Anstworten haben.

Ich definiere Experten=Leute mit Fachwissen
Erfahrene=Leute mit Erfahrungswissen


Gruß, Helene
Autor Paulina
registriert
#10 | Gesendet: 2 Aug 2010 08:11
Morgen

Die Idee eines Expertenforums finde ich ganz gut. Das müßte dann ja jemand sein, der ein dickes Fell und diplomatisches Geschick hat. Bisher wurde jeder, der sich als Experte zu erkennen gab, in irgendeiner Form letztendlich verbal attakiert. Einerseits kann ich den Frust verstehen, der sich aufstaut, wenn man unangenehme Erfahrungen mit der Psychatrie gemacht hat und das loswerden möchte. Andererseits hätte ich als Experte keine Lust auf solche Auseinandersetzungen, wenn ich für alles negative aus der Fachwelt verantwortlich gemacht würde. Wer will und vor allem, in welcher Form, will man das gestalten? Es fänden bestimmt interessante Diskurse statt aber sobald vom Experten eine bestimmte Haltung vertreten werden muss, wird es sicher heftig. Wer will sich das auf Dauer antun? Da müßte man sich zu Beginn schon klar eine gewisse Distanz an den Tag legen und in Ertwartung stellen.

LG Paulina
Autor Capriccio
registriert
#11 | Gesendet: 2 Aug 2010 08:58 | Edited by: Capriccio
Guten Morgen,
interessant ist es sicherlich, doch welcher „Experte" wird das auf Dauer aushalten? Denn es wird wohl so kommen, wie Paulina es beschreibt und wie soll es finanziert werden?
Für mich hört es sich nach verdammt viel Arbeit und einem undankbaren Job an.
lg
Autor fhes
registriert
#12 | Gesendet: 3 Aug 2010 03:07 | Edited by: fhes
oknos:
Wenn ich allerdings eine Fachfrage hätte, für die ich nur einen Arzt kompetent halte, dann wende ich mich direkt an meinen Arzt.

Eben. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man auf die Idee kommt, solche Fragen in einem Forum stellen zu wollen.
Allerdings ist mir auch immer noch nicht klar, welche Art von Fragen gemeint sind.

admin:
Wir verstehen unter einem Expertenforum, dass sich Betroffene und Angehörige mit Ihren ganz spezifischen Fragen an einen psychiatrischen Facharzt oder an einen in der Psychosematerie erfahrenen Psychologen wenden können.

Das ist ein sehr diffuses Bild, und "Forum" klingt in dem Kontext doch auch etwas fehl am Platz, nicht? Klingt eher nach einem privaten Gespraech als nach einer oeffentlichen Diskussion.

Was einen "Facharzt" oder "Psychologen" nun zum Experten bei "ganz spezifischen Fragen" macht, bleibt auch weiterhin offen.

Gruss
Autor Helene
registriert
#13 | Gesendet: 3 Aug 2010 09:23
fhes:
Eben. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man auf die Idee kommt, solche Fragen in einem Forum stellen zu wollen.
Allerdings ist mir auch immer noch nicht klar, welche Art von Fragen gemeint sind

Manchmal will man vielleicht eine zweite Meinung hören, vor allem, wenn sie von einer Stelle kommt, wo die aktuellen Forschungsergebnisse bekannt sind. Und warum nicht in einem forum? Viele Fragen interessieren nicht nur einen Menschen, sondern sind für viele Patienten/Angehörigen interessant. So muss nicht jede Frage immer wieder neu gestellt werden.

Man sollte allerdings in einem Forum kein privates Gespräch erwarten und dies kann in einem Forum auch nicht ersetzt werden.

fhes:
Was einen "Facharzt" oder "Psychologen" nun zum Experten bei "ganz spezifischen Fragen" macht, bleibt auch weiterhin offen.

Wie wäre es mit Studium und Zugang zu aktueller Forschung?

Gruß, Helene
Autor oknos
registriert
#14 | Gesendet: 3 Aug 2010 16:29
Doris316:
Hi oknos,

oknos:
Also...immer den Ball schön flach halten.

Was soll ich da rauslesen, was ist Deine Botschaft an mich? So verstehe ich Dich nicht.

LG Doris

Damit war gemeint, dass es sich nicht lohnt, sich darüber aufzuregen, ob denn nun ein Expertenforum eingerichtet wird oder nicht.
Wenn die Experten diskutieren wollen, dann sollen sie es doch tun. Ich versteh das Kauderwelsch sowieso nicht.

Viele Grüße
Oknos
Autor fhes
registriert
#15 | Gesendet: 3 Aug 2010 16:34 | Edited by: fhes
Hallo Helene,

der Punkt, den ich meinte, bezieht sich auf die "ganz spezifischen Fragen" - das ist so diffus, dass es auch all diese Fragen, die im "normalen" Forum gestellt werden, beinhaltet. In diesem Sinne ist die Frage von Doris gerechtfertigt, was die Experten denn zu Experten macht. Um eine "ganz spezifische Frage" wie etwa "Soll ich meinen Sohn einweisen lassen?" zu beantworten, braucht es weder ein Studium, noch einen Zugang zu aktueller Forschung.

Der erste Teil von Deinem Beitrag leuchtet mir ein.
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