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Take These Broken Wings - Psychosen heilen ohne Medikamente - Doku Youtube

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Autor Zeroquaelchen
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#1 | Gesendet: 22 Jan 2016 14:22
Kennt jemand diese Doku? Ich fand sie höchst interessant!
Autor Mowa
registriert
#2 | Gesendet: 22 Jan 2016 14:42
Ja, habe ich mir neulich auch angeschaut. Fand ich auch sehr spannend. Ist ja vom selben Regisseur (Daniel Mackler) wie "Open Dialogue"... Was ich auch prima finde, es gibt Untertitel in allen moeglichen Sprachen, sogar auch in Japanisch. Ich werde mir seine Filme nochmal anschauen, wenn meine Mutter bei mir zu Besuch ist, da sie weder Deutsch noch Englisch kann.
Autor Balanced
registriert
#3 | Gesendet: 22 Jan 2016 14:43
Jepp. Hab ich vor einiger Zeit geguckt. Fand ich auch "höchst interessant".
Autor xf20
registriert
#4 | Gesendet: 22 Jan 2016 14:58
na toll, unw wie funktioniert die 'heilung'?

einen kompetenenten therapueten suchen der dann 100derte bis 1000de Stunden therapiesessions über jahre macht?

..I believe the real question is not whether a person with scyzophrenia can be cured without medications. THEY CAN. The question is who can have access/pay for the amount of psychotherapy required to cure such severe mental illness. VERY FEW CAN. Catherine in the film received THIRTEEN HUNDRED (1300) THERAPY SESSIONS over the course of EIGHT YEARS....
https://www.youtube.com/watch?v=H_3ct_TqpGY
Autor Zeroquaelchen
registriert
#5 | Gesendet: 22 Jan 2016 15:08
Vielleicht funktioniert die Heilung auch mit weniger therapiestunden. Wichtig ist denke ich vor allem der Wille gesund zu werden und ein Therapeut der einen Hoffnung gibt. Es ist interessant zu schauen was hinter den Symptomen stecken könnte. Wenn man diese Felder beackert, braucht man vielleicht auch die Symptome nicht mehr - das wäre meine Hoffnung. Es gibt auch Theorien zur neuroplastizität des Gehirns die besagen dass Veränderungen im Denken immer möglich sind und sich auch so neue Strukturen im Hirn schaffen lassen. Demgegenüber steht der Ansatz Schizophrenie als chronisch fortschreitend zu sehen was ich persönlich sehr deprimierend finde.
Autor Onta
registriert
#6 | Gesendet: 22 Jan 2016 15:35
Ich finde es auch sehr deprimierend, weiss selbst nicht mehr was ich glauben soll, die ärzte lügen einen ja an, wenn das alles stimmt was die da so rausgefunden haben....

Ich könnte mir nie eine solche therapie leisten also muss ich wohl auf die medis setzen, aber die frage ist ja, ob sich das für immer so weiterziehen muss, immer medikamentisiert sein bis wir krepieren....

Aber die aussage, dass die störenden patienten nicht mehr störend sein sollen und deshalb so behandelt werden, war mir schon immer klar, es aber von einem arzt zu hören ist mal ne ganz andere sache...
Autor Cool
registriert
#7 | Gesendet: 22 Jan 2016 16:16 | Edited by: Cool
Muss ich mir mal anschauen. Gibt doch auch einen tollen Film zum gleichen Thema aus Finnland. Dort gibt es das Projekt "Open Dialogue".
Klappt wohl auch sehr gut.

Aber man muss auch aufpassen, dass man nicht Krankheitsbilder vermischt.

Ich denke schon, dass mehr Menschen als 10-20% nur einen einmaligen Schub haben. 30% halte ich für sinnvoller.

Und dann muss man auch ganz genau hinschauen. Eine Manie ist keine Schizophrenie.
Nur weil man Stimmen hört, hat man noch keine Schizophrenie.
Drogenpsychosen, die bei Weglassen der Psychose wieder vollständig abklingen...
Eine schizo-affektive Störung hat ebenfalls deutlich bessere Aussichten.

Und und und...
Autor Cool
registriert
#8 | Gesendet: 22 Jan 2016 16:21
Hier ist die Doku auf Deutsch: https://www.youtube.com/watch?v=IsnzUxE7emI
Also zum Thema "Open Dialogue", wo wohl 90% der Psychose-Patienten keine Medikamente brauchen.
Autor xf20
registriert
#9 | Gesendet: 22 Jan 2016 17:22
die reden in den filmen nur um den heissen brei, keine erklärung-anweisung WAS sie anderst machen.
Autor Cool
registriert
#10 | Gesendet: 22 Jan 2016 17:27
Naja doch, open dialogue halt. Sie binden Familie/Angehörige usw. mit ein, sprechen offen über alles usw. .
Man muss aber aufpassen bei beiden Filmen, indem man nicht den Fehler macht und sämtliche medikamentöse Behandlung komplett infrage stellt.
Autor Balanced
registriert
#11 | Gesendet: 22 Jan 2016 17:30
xf20:
die reden in den filmen nur um den heissen brei, keine erklärung-anweisung WAS sie anderst machen.

Von welchen Filmen redest Du genau? Die beiden in diesem Thread angesprochenen erklären dem Laien alles, was er wissen muss. Wenn es dich als Psychiatrie-Profi interessiert, ich wüsste nicht dass z.B. die Open-Dialogue-Pioniere aus ihrem Konzept ein Geheimnis machten.
Autor Balanced
registriert
#12 | Gesendet: 22 Jan 2016 17:36
Cool:
Naja doch, open dialogue halt. Sie binden Familie/Angehörige usw. mit ein, sprechen offen über alles usw. .

Du brauchst xf20 nicht den Film vorzukauen. Wenn er aus dem Inhalt keine vernünftige Synthese machen kann, ist das sein Problem. Der will mit seiner Attitüde nur gegen alternative Behandlungskonzepte anstänkern.

Cool:
Man muss aber aufpassen bei beiden Filmen, indem man nicht den Fehler macht und sämtliche medikamentöse Behandlung komplett infrage stellt.

Das Problem ist aber die übertriebene Medikation in der klassischen Psychiatrie. Und genau dieses Problem heben beide Filme hervor. Bei Open-Dialogue wird nur in 30% der Fälle überhaupt jemals zu Psychopharmaka gegriffen. Mir ist hingegen kein Mitpatient im klinischen Alltag hier in Deutschland bekannt, der nicht schon zur Begrüßung mit einem netten Medikamentencocktail empfangen wurde.
Autor Cool
registriert
#13 | Gesendet: 22 Jan 2016 17:43 | Edited by: Cool
Natürlich ist das ein großes Problem, was ich auch sehe.
Die Frage ist aber auch, wie leidensfähig kann ein Mensch sein und wie viel Motivation muss er noch mitbringen?
Als ich monatelang in der Vorphase der Psychose hing, vollkommen depressiv, habe ich trotzdem noch beruflich und gesellschaftlich einigermaßen funktioniert. Ein verdammtes Jahr lang! Ohne einen Gedanken an die Klinik.
2 Monate vor dem akuten Ausbruch ging es mir noch schlechter und ich hab immer noch funktioniert. Ein Tennis-Camp absolviert und ein Meisterschaftsspiel (!) im Fußball eine Woche vor ultimo...dann war Sendepause und die Klinik stand an.

Ohne die Klinik wäre ich bitterlich verreckt. Die Klinik hat mir ein neues Leben geschenkt.

Und ich finde es eigentlich oft ziemlich okay, manchmal auch sehr, sehr geil :).

Open Dialogue ist eine gute Sache, natürlich stimmt da auch Einiges nicht. Gibt da auch sachliche Gegenartikel zu.

Fakt ist aber: Natürlich weniger Medikation, mehr Kommunikation.
Autor xf20
registriert
#14 | Gesendet: 22 Jan 2016 17:47
und 30% gesunden ganz ohne kommunikations-marathon und pharmaka...
Autor ClaudiaEF
Gast
#15 | Gesendet: 22 Jan 2016 17:48
Ich kann an die Theorie, man könnte Schizophrenie wegreden nicht wirklich glauben.
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