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Take These Broken Wings - Psychosen heilen ohne Medikamente - Doku Youtube

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Autor Cool
registriert
#61 | Gesendet: 24 Jan 2016 17:04 | Edited by: Cool
Ich teile auch nicht ein nach dem Motto: Der ist schizo und der nicht. Es gibt aber Menschen mit einer Psychose (1%) und mit Menschen mit keiner Psychose (99%). Da bin ich ganz bei Balanced.
Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen diesen Menschen und ich sehe, dass viele Psychose-Erfahrene oftmals nicht in die Gesellschaft integriert werden.
Um das zu schaffen müssen beide Seiten aufeinander einen Schritt zu gehen.
Autor Balanced
registriert
#62 | Gesendet: 24 Jan 2016 17:04
Cool:
Damit auch Psychose-Erfahrene in die Gesellschaft integriert werden.

Ich unterschreibe gerne, dass alle einen Schritt aufeinander zugehen sollten. Aber ich warte nicht mehr darauf, von wohlwollenden Mitmenschen in ihre Gesellschaft aufgenommen zu werden. Ich integriere mich selbst wo ich kann.

Ich finde sowieso, dass es für uns einfacher ist, auf "Normalos" zuzugehen als umgekehrt. Also sollten wir auch selbstbewusst genug sein, die Bedingungen für solche Begegnungen selbst zu schaffen und nicht nach dem Motto aufzukreuzen: "Ich hab Schizo." Es ist schon schwierig genug, im familiären Umfeld für lebbare Verhältnisse zu sorgen, da muss man nicht noch versuchen, als Psychose-Erfahrener mit der ganzen Gesellschaft einen auf Ringelpietz-mit-Anfassen anzufangen. Und das meine ich, wenn ich sage, das Stigma wird sich durch noch so viel Aufklärungsarbeit nicht auflösen lassen.
Autor fototelekronidas
registriert
#63 | Gesendet: 24 Jan 2016 17:14 | Edited by: fototelekronidas
Cool:
Um das zu schaffen müssen beide Seiten aufeinander einen Schritt zu gehen.

Also, ich wurde bereits von Psychoseerfahrenen angegriffen. Aber ich weiß ausgerechnet von diesen Personen, dass sie solche Sichtweisen pflegen und auch äußern, normalo, schizo usw.. aber ich wurde auch schon von Leuten ohne Psychose angegriffen. Ich mache also keine Unterschiede mehr. (meinetwegen greift da dieses Thomas Theorem für alle beteiligten)

Meine Erfahrung um selber bestmöglich mit der Erkrankung umzugehen, ohne Medis, war zB. erstmal der Schritt, solche Rollenbilder zu hinterfragen, und wenn sie zu wenig Sinn ergeben, sie abzuschaffen oder "nicht zu verwenden".
Autor Mowa
registriert
#64 | Gesendet: 24 Jan 2016 17:20
Also ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass meine Freunde und Kollegen mich so behandeln, wie sie alle anderen auch behandeln, ganz normal eben. Dabei wussten alle von Anfang an, dass ich eine Psychose hatte und seitdem medikamentoes behandelt werde...
Autor Balanced
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#65 | Gesendet: 24 Jan 2016 17:41
Hallo Mowa!

Freut mich, dass Du im Umgang mit deinem Umfeld so zufrieden bist. Knifflig wird es aber z.B. schon dann, wenn Du übers Absetzen laut nachdenkst und die Reaktionen gemischt ausfallen. Früher hab ich meine Lieben noch angeschwindelt, um keinen Stress zu bekommen. Heute sage ich klipp und klar, wie es darum bei mir bestellt ist und reagiere selber sehr kategorisch (aber immer noch diplomatisch), wenn jemand aus meiner Sicht unangemessen reagiert (direkte oder indirekte Einmischung).

Insofern ja, unter gewissen Umständen finden wir schon Verständnis und Wohlwollen in der Gesellschaft. Aber eben zu Bedingungen, mit denen wir nicht immer alle leben wollen. Warum sollten wir angepasster leben müssen als andere?

Lieben Gruß.
Autor Cool
registriert
#66 | Gesendet: 24 Jan 2016 18:06
Ich bin gesellschaftlich auch voll integriert.
Autor fototelekronidas
registriert
#67 | Gesendet: 25 Jan 2016 00:59 | Edited by: fototelekronidas
Cool:
Ich bin gesellschaftlich auch voll integriert.

Sorry... das ist so rührend.
Autor Zeroquaelchen
registriert
#68 | Gesendet: 25 Jan 2016 13:30
Ich hab Schwierigkeiten einen Job zu finden. Bewerbungen laufen, aber ich hab noch keine Rückmeldung bekommen. Langsam glaube ich dass es nichts mehr wird mit nem Job. Vielleicht wäre es besser gewesen in eine Werkstatt für Behinderte zu gehen, aber da hat mir meine Therapeutin abgeraten weil es die Krankheit verfestigen könnte wenn ich nur unter kranken Menschen wäre.
Und jetzt hocke ich zu Hause rum und hab den Haushalt, komme kaum raus und hab wenig Input von außen. Das ist für die Gesundung auch nicht gerade förderlich und facht die Postschizophrene Depression weiter an.
Autor Balanced
registriert
#69 | Gesendet: 25 Jan 2016 13:41
Zeroquaelchen:
Ich hab Schwierigkeiten einen Job zu finden.

Damit bist Du nicht allein. Positiv bleiben!
Autor Zeroquaelchen
registriert
#70 | Gesendet: 25 Jan 2016 13:47
Gar nicht so einfach! Ich hätte gern einen Job mit wenig Reizüberflutung und Rückzugsmöglichkeiten. Ich weiß ich bin nicht sehr belastbar. Mein alter Job an der Supermarktkasse war für mich Stress pur und ich bin durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Ich habe dann meine Erkrankung dem Arbeitgeber gegenüber erwähnt und Zack wurde ich gekündigt bzw der Vertrag nicht verlängert. Ganz schön ernüchternd.
Autor Balanced
registriert
#71 | Gesendet: 25 Jan 2016 14:15
Zeroquaelchen:
Ich habe dann meine Erkrankung dem Arbeitgeber gegenüber erwähnt und Zack

Was ich immer wieder sage... Die Krankheit geht das Umfeld bis auf unvermeidliche Ausnahmen nichts an.

Zugegeben, der Job war nichts für dich. Hast Du mal ein Coaching bzw. eine Neuorientierung mitgemacht? Ich meine, wo ein Profi mit dir erarbeitet, wie es weitergehen könnte...

Gruß.
Autor Zeroquaelchen
registriert
#72 | Gesendet: 25 Jan 2016 14:25
Hallo Balanced! Ja da hast du wohl Recht. Ich glaube unterbewusst wollte ich auch raus aus dem Job.
Ich geh zu einer Seelsorgerin die mich auch beruflich berät. Meine Stärke ist das verkaufen. Ich hab ein gutes Gespür dafür wer was kaufen könnte und kann dementsprechend gut beraten. Ich werde die Erkrankung auch konkret nicht mehr erwähnen, sehr wohl aber die 50% Schwerbehinderung. Der Arbeitgeber bekommt dann ja auch Zuschüsse. Aktuell befinde ich mich in einem beruflichen Rehabilitationsverfahren beim Integrationsfachdienst. Doch ich bin etwas enttäuscht und fühle mich nicht wirklich unterstützt. Ich muss mir alle Stellenangebote selbst raussuchen...
Autor Balanced
registriert
#73 | Gesendet: 25 Jan 2016 15:14
Zeroquaelchen:
Doch ich bin etwas enttäuscht und fühle mich nicht wirklich unterstützt. Ich muss mir alle Stellenangebote selbst raussuchen...

Verständlich. Ich habe die gleiche Erfahrung mit "staatlichen" Stellen gemacht. Dienst nach Vorschrift, und oft noch nicht mal das. Letztendlich muss man sich wirklich selber um berufliche Integration kümmern, ob man deren besch...eidene Hilfe nun in Anspruch nimmt oder nicht.

Das mit der Seelsorgerin klingt gut. Wenn Sie dir ganz konkret helfen kann, umso besser. Denn konkret sollte es schon sein. Ich habe mal versucht, ein Coaching bzw. eine Orientierungshilfe von einem privaten Träger zu bekommen und das Vorgespräch war sehr vielversprechend. Es scheiterte dann aber an meiner FM im Jobcenter. Also heißt es weiter Bewerbungen schreiben und selber eine Zukunft austüfteln.

Gruß.
Autor Samsara
registriert
#74 | Gesendet: 13 Mar 2018 19:51
Hallo, ich habe mir gerade das Buch bestellt "heilen ohne Medikamente" von Andreas winter
Ich hoffe das hilft mir weiter.
Ich werde berichten was in dem Buch steht, falls ich es nicht verpeile :D
Ich kann mir sowas nur schlecht merken.

Andreas winter bietet auch Kurse an, was genau da passiert weiß ich nicht, aber man hat es mir empfohlen.

Ich spare geld und dann berichte ich was raus gekommen ist.

http://andreaswinter.de/
Autor not_sure
registriert
#75 | Gesendet: 13 Mar 2018 21:29 | Edited by: not_sure
Samsara:
Hallo, ich habe mir gerade das Buch bestellt "heilen ohne Medikamente" von Andreas winter
Ich hoffe das hilft mir weiter.

Von ihm halte ich leider gar nichts. Frustration über wirkungslose Medikamente oder Gefahren durch Medikamente ist verständlich, aber ausgerechnet dieser Mensch scheint genau diese Frustration zu einem Geschäft machen zu wollen. Ich würde also ein bisschen davor warnen wollen, alles für bare Münze zu nehmen, was er redegewandt zurechtdreht. Leider gibt es nicht nur von Pharma-Unternehmen diese Tendenz, Leichtgläubigkeit + Zahlungsbereitschaft der Menschen auszunutzen..

Samsara:
Andreas winter bietet auch Kurse an, was genau da passiert weiß ich nicht, aber man hat es mir empfohlen.

Man wird abgezockt. Siehe Erfahrungsberichte im Netz.
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