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Medikament ausschleichen - Amisulprid -

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Autor Himbeere
registriert
#16 | Gesendet: 29 Nov 2016 19:48
Ja, berichte uns bitte weiterhin und pass gut auf Dich uff :-))
Autor Yves
registriert
#17 | Gesendet: 29 Dez 2016 13:41 | Edited by: Yves
Hallo Ihr Lieben,

ich wollte euch mal mitteilen, wie es mir ergangen ist...

ich habe vor ca. 5 Wochen das Amisulprid auf 50 mg reduziert mit meiner Ärztin.
Bis jetzt bin ich stabil und habe keine Symptome.
Am Anfang so ca. nach 2 Wochen ging es mir antriebssteigernd, ich hatte wieder viel mehr Lust, Ideen und Gedanken umzusetzen.
Aber jetzt nach 5 Wochen bin ich echt erschöpft und müde, ich schlafe fast 12-15 Stunden.
Es war aber auch die letzten Wochen anstregend, ständig hierhin und dahin. Ich gönne mir jetzt erst mal eine laaaange Pause! ;)

Ca. ab März kommt die nächste Reduktion, meine Ärztin möchte alle 3 Monate reduzieren. Es kommt dann 25 mg und dann NULL...

So bis dahin.... :)

Man hört sich

Viele Grüße
YVES
Autor Bazifischer
registriert
#18 | Gesendet: 29 Dez 2016 13:48
Yves:
Bis jetzt bin ich stabil und habe keine Symptome.

Super Yves!
Solche Berichte machen Mut.
VG
Autor Yves
registriert
#19 | Gesendet: 29 Dez 2016 13:57
Bazifischer:
Solche Berichte machen Mut.

Never lose Hope! Never Ever :)
Autor Yves
registriert
#20 | Gesendet: 16 Jan 2017 08:37
Hallöchen und Guten Morgen,

ich wollte mal eine kurze Rückmeldung geben.

Ich bin nun seit ca. 1,5 Monaten bei 50 mg Amisulprid.
Mir geht es gut, naja wie man gut so beschreiben kann. Ich habe immer noch ein hohes Schlafbedürfnis, da könnte ein Faultier ganz neidisch werden ;)
Aber besser Schlafen als angekratzt, aufgedreht, hypersensibel oder leicht psychotisch, davon habe ich nichts.
Die nächste Reduzierung soll im März kommen, es dauert , schrecklich dieses warten, man selber lauert ja doch ein bisschen und die Ärzte können einen nicht sagen , was als nächstes passiert.

Im allgemeinen zu mir, ich rauche nicht, schon seit fast 20 Jahren nicht mehr, nehme keine Drogen und trinke keinen Alkohol. Einige denken jetzt, voll die Spaßbremse, aber ich komme damit einfach nicht zurecht, mich zieht es nicht nur psychisch runter, ein Glas Alkohol, schon probiert, und in meinem Kopf - Hold the Line, please ... schrecklich ...

Ich weiss nicht was mich erwartet, ich habe nicht so hohe Erwartungen , ich möchte nicht enttäuscht werden, nicht wieder ...

Jetzt nun aber Kopf hoch ... Käffchen ... und dann lecker Frühstücken gehen.

Viele liebe Grüße an euch!

YVES
Autor bulk
registriert
#21 | Gesendet: 16 Jan 2017 15:08
Yves:
Ich bin nun seit ca. 1,5 Monaten bei 50 mg Amisulprid.
Mir geht es gut

Amisulprid ist wahrscheinlich ein "Me Too"-Präparat, es gibt nämlich das chemisch ganz stark verwandte Supirid als Vorgänger. In der von dir genannten Dosis wirkt Amisulprid nicht als Neuroleptikum (Dopamin-dämpfend), sondern eher Dopamin-anregend im Gehirn, so wie schon sein Vorgänger, das Sulpirid.

Lass dich lieber noch einmal auf ein Medikament umstellen, das man glatt runterreduzieren kann, z. B. auch Aripiprazol (warum nicht als Langzeit-Therapie?) mit Amisulprid hast du da keine Kontrolle.
Autor Yves
registriert
#22 | Gesendet: 26 Jan 2017 23:33
vangogh:
kein Erfolg ohne Tabletten...Rückschlag... max. 2Wochen ohne ausgehalten...

Oh, sorry, ich habe das erst jetzt gelesen.
Ich hoffe, es war nicht so akut und du hast es wieder gut in den Griff bekommen.
Gib nicht auf , lass dir Zeit!

LG
YVES
Autor Yves
registriert
#23 | Gesendet: 26 Jan 2017 23:37
bulk:
Lass dich lieber noch einmal auf ein Medikament umstellen, das man glatt runterreduzieren kann, z. B. auch Aripiprazol (warum nicht als Langzeit-Therapie?) mit Amisulprid hast du da keine Kontrolle.

ich habe bereits wohl schon alle Medikamente ausgeschöpft und wegen Nebenwirkungen abgesetzt, Amisulprid ist meine Letzte Wahl.
Ich werde begleitet von meiner Ärztin, sie meinte im Moment gibt der Erfolg mir Recht, aber losgehen kanns noch jederzeit , oder zum Schluß!
Über eine weitere Medikation werde ich später nachdenken...

LG
YVES
Autor Yves
registriert
#24 | Gesendet: 23 Feb 2017 09:38
ein kleiner Zwischenbericht ;)

ich bin stabil :) aber die Müdigkeit ist geblieben, ich schlafe immer noch ca. 12-15 Stunden. Das sieht dann so aus, dass ich meistens schon ab 1800 Uhr erschöpt bin und bis 6-8 Uhr morgens schlafe.
Nun hatte ich ein Gesrpäch mit meiner Ärztin und die gab mir mit, es könnte wohl leider bei diesen Symptomen für immer bleiben!
Ende März kommt die nächste Reduktion auf 25mg.

Liebe Grüße an Euch :)

Und gebt die Hoffnung nicht auf !

LG
YVES
Autor Yves
registriert
#25 | Gesendet: 27 Feb 2017 01:10
Weniger ist mehr...

ich wollte nur kurz meine Erfahrung aus der Vergangenheit hierlassen.
Ich habe nun schon einige Medikamente und musste sie wg. Unverträglichkeit absetzen.
Aber ein Problem ist auch die Dosierung. Die Ärzte haben wohl die Dosisverordnung aus Studien oder von der Pharmaindustrie, anders kann ich mir es nicht vorstellen, warum so hoch dosiert wird, wenn der Patient kaum noch in der Lage ist seinen Alltag zu bewältigen.

Zumindest ging es mir so, ich wurde auf Amisulprid eingestellt war schon bei 200mg, habe damit schon fast den ganzen Tag geschlafen. Der Arzt meinte bis 400 mg muss noch! Mein Glück, dass er die Klinik verließ. Ich bekam eine andere Ärztin und die war Kompromißbereit, wir dosierten runter und das Ergebnis folgte...

Also immer das Gespräch suchen und Kompromisse und ganz wichtig, es ist euer Leben und Gesundheit!

LG
YVES
Autor Yves
registriert
#26 | Gesendet: 23 Mar 2017 16:29
Hallöchen :)

Nun war es Montag soweit ich durfte weiter runterdosieren auf 25mg Amisulprid.
Der letzte Schritt. Im Sommer wird es dann ganz abgesetzt.
Tja, es ist mehr als schwierig, keiner kennt sich richtig aus. Ich kennen keinen, der es soweit geschafft hat, oder ganz geschafft für eine Zeit ... für länger ...
Mir fehlen die Erfahrungsberichte. Es ist ein bisschen so, als ob ich mir selber das Schwimmen beibringe, ohne Hilfe, ohne Anleitung.
Ich bekomme auch nicht so die richtige Zustimmung von aussen, positve Zusprache, eher so , sei nicht traurig, wenn es nicht klappt, oder wenn die Tabletten abgesetzt werden, geht's gleich wieder ins Krankenhaus, oder du muss doch nicht die Tabletten absetzen!
Klar, es ist wichtig auf seine Symptome zu achten, uffpassen ;)
Aber gibt es nicht doch noch ein bisschen Hoffnung?!

Vielleicht habe ich ja ein paar Monate, ein Jahr ... vielleicht!

Die Dinge, die man falsch gemacht hat, bereut man nicht so sehr, wie die, die man erst gar nicht versucht hat.

Nur wenn du über deinen Schatten springst
findest du den Weg ins Licht.

More later ... :)


Viele Grüße
YVES
Autor DaVincic
registriert
#27 | Gesendet: 23 Mar 2017 16:36
hallo yves
hattest du vielleicht eine sprach/gefühlsverarmung? ging das wieder weg?
gruß davincic

ps: freut mich das du bis jetzt stabil bist! :-)
Autor Yves
registriert
#28 | Gesendet: 23 Mar 2017 23:04
@ DaVincic

also Sprachverarmung und Gefühlsverarmung hatte ich zum Beispiel in meiner Psychose. Erst war ich aktiv, redselig, überdreht, emotional, danach genau das Gegenteil. Ich konnte mich kaum mit meiner Umwelt, Familie, Freunden äußern, irgendwas hinderte mich am sprechen. Zuerst bekam ich eine starke Medikation und die letzten Symptome blieben, aber als ich umgestellt wurde auf ein anderes Medikament und niedrigere Dosierung konnte ich wieder teilhaben.
Aber ich muss sagen, ich bin im Wesen allgemein ruhiger geworden, was sich auch auf meine Sprache auswirkt und mein Verhalten. Bei mir sind es anteilig die Erfahrungen, die ich gemacht habe und die Medikamente.
Auch jetzt, wo ich fast kaum noch Medikamente nehme, bin ich weniger lebhaft und ruhiger. Meine Emotionen , tja, so richtige Trauer, weinen zum Beispiel, kann ich überhaupt nicht empfinden, meine Ärztin meinte ich bin stimmungsfähig. Aber ich merke schon sehr, dass meine Emotionen und Gefühle unterdrückt sind.

Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen.

LG
YVES
Autor Yves
registriert
#29 | Gesendet: 23 Mar 2017 23:05
DaVincic:
ps: freut mich das du bis jetzt stabil bist! :-)

danke mein Lieber :)
Autor Eartha
registriert
#30 | Gesendet: 24 Mar 2017 01:14
Hallo yves,
wenn Du positive Erfahrungsberichte suchst, kann ich Dir das Buch "Der Dinn meiner Psychose" empfehlen. Dort berichten 20 Menschen von ihrer Heilung.
Auch die Frau, die "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen" geschrieben hat, ist gesund geblieben.
Viel Erfolg und LG
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