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Nach 5 Jahren Negativsymptomatik, (fast) vollständig remissioniert!?

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Autor ubik
registriert
#16 | Gesendet: 18 Sep 2016 19:46 | Edited by: ubik
Hallo,

ich kann nur meine Erfahrung berichten, wie es bevor dieser Ernährungsumstellung war. Wobei ich sagen muss, dass ich auch nicht alles befolge, was in dem Buch steht. Ein wenig Schokoriegel ist auch dabei ;-) oder mal eine Pizza.

Was ich aber mache, ist ganz viel Fisch, Nüsse und Samen essen. Ich esse regelmäßig 5-7 mal am Tag Obst und Gemüse. Ich mache mir Smoothies (z. B. Grünkohl mit Haferflocken, Gurke, Ingwer und Banane). Außerdem esse ich nicht zu viel Fleisch, sondern mehr Fisch. Auch Eier sind sehr wichtig für das Gedächtnis, wie es in dem Buch steht. Ich esse kein weißes Brot mehr, weil es keine Energie enthält, sondern nur noch Vollkornbrot.

Früher war ich ein komplettes Wrack, ich hab nur geschlafen. Als ich Aufstand konnte ich überhaupt nicht den Tag gestalten. Ich konnte mich kaum auf ein Buch konzentrieren. Die Neuroleptika halfen nur gegen Positivsymptome gegen Negativsymptome eigentlich gar nicht.

In dem Buch steht beispielsweise, dass wenn man Eier isst (sofern sie nicht gebraten sind), dass dies eine Auswirkung auf das Gedächtnis hat. Der Beweis dafür ist, dass man morgens einen Traumrückruf hat. Man kann sich daran erinnern, was man geträumt hat.

Ich muss allerdings sagen, dass ich 40-0-40 mg Zeldox und 0-0-5 mg Escitalopram nehme.

Ich konnte Escitalopram von 0-0-10 mg auf 0-0-5 mg reduzieren, dank dieser Ernährungsumstellung. Und ich werde in Zukunft weiter reduzieren.

Wir haben die Macht, unsere Gene selbst zu verändern. Das ist zwar ein langjähriger Prozess, aber er lohnt sich. Dies geschieht halt durch viel Bewegung und eine gute Ernährung.

Zucker ist vor allem sehr schädlich für das Gehirn. Sämtliche Aufputschmittel, Zigaretten, Alkohol, und auch härtere Drogen, ja sogar Kaffee und koffeinhaltiger Tee führen dazu, dass das Gehirn abstumpft. Ich verzichte auf alles. Außer alkoholfreies Erdinger Weißbier :-) Dort sind auch B-Vitamine und Folsäure. Und ein wenig Alkohol (0,5 %) schadet nicht, es beruhigt.

Die entkrampfende Wirkung der Süßkartoffel (die eigentlich keine Kartoffel ist), wird auch in diesem Buch betont. Ich esse sie auch ganz oft.

Zudem sollte man so viel Grünzeug essen, wie es geht.

Weiterhin werden dort Beruhigungsmittel und Schlafmittel angesprochen, die keine süchtig machende Wirkung machen. Eine gute Mischung ist Baldrian, Hopfen, Melisse, Magnesium und Taurin.

Bei Schizophrenie ist folgendes wichtig:
-> Zufuhr von Vitamin C
-> Zufuhr von Vitamin B12, Vitamin B3 und Folsäure
-> Magnesium bei Krämpfen

Die Behandlung von Schizophrenie wird in dem Buch auf die langjährige Erfahrungswerte von Dr. Abram Hoffer zurückgeführt, der vielen Schizophrenieerkrankten ein normales Leben ermöglichen konnte und das ganz ohne Neuroleptika und Antidepressiva. Sie waren voll berufsfähig und waren fähig zu sozialem Verhalten.

Googelt mal nach Dr. Abram Hoffer. :-)
Autor ubik
registriert
#17 | Gesendet: 18 Sep 2016 19:53
Wenn man Niacin in hohen Dosen nimmt, schläft man den ganzen Tag und die Psychose geht vorbei.

Ich habe es an mir ausprobiert.

Wenn ich abends 300 mg Niacin zu mir nehme, habe ich das Gefühl, dass der ganze Stress an meinem Körper ablässt. Ich schlafe dann tagsüber so bis 16:00 Uhr nachmittags und wenn ich aufwache, fühle ich mich soooo erholt :-)
Autor Lightness
registriert
#18 | Gesendet: 18 Sep 2016 20:54
Danke für deinen Bericht, ubik!

Ich habe mir das Buch auf englisch bestellt, weil ich auch an die positive Wirkung von einer Ernährungsumstellung glaube. Ich hatte bis jetzt nur noch nicht das entsprechende Buch dazu.
Darum danke ich dir für den Buchtipp!

Ich werde die Tipps auf jeden Fall mal ausprobieren. Schaden kann es ja nicht, wenn man nichts übertreibt.

LG Lightness
Autor ubik
registriert
#19 | Gesendet: 18 Sep 2016 21:13 | Edited by: ubik
Es gibt die Möglichkeit, sich das Buch illegal im Internet als PDF runterzuladen. Aber es ist illegal und man darf es nicht runterladen.

...

Mehr sag ich nicht ^^
Autor Lightness
registriert
#20 | Gesendet: 18 Sep 2016 21:15
Ich habs nicht gelesen ;)
Autor polydipsia
registriert
#21 | Gesendet: 18 Sep 2016 22:16
Es gibt die vollständige Remission für x Prozent der Betroffenen aber mit der Ernährung kann man diesen Zustand oder selbst deutliche Besserung der Negativsymptomatik nicht herbeiführen. Wenns schon mit Chemie nicht geht.

Ich freue mich für ubik, dass er zu den Glückspilzen gehört, die völlig remissionieren. Ich finde es auch gut, dass er seine Story hier mit uns teilt.
Autor india
registriert
#22 | Gesendet: 18 Sep 2016 22:43
@ubik

wie fühlt sich deine zönästhesie denn an?
ich habe auch eine im kopf und während fast alle andere symptome remittieren, scheint die zönästhesie sehr hartnäckig zu sein. das deckt sich auch mit den Erfahrungswerten einer Ärztin, mit der ich in der tagesklinik gesprochen habe
Autor DA JAGNA
registriert
#23 | Gesendet: 18 Sep 2016 22:46
Ich sage nur PLacebos können alles heilen
Autor Tanni
registriert
#24 | Gesendet: 18 Sep 2016 23:18
ubik, woher hattest du das Buch? Das kostet inzwischen auf deutsch über 100 Euro...

Ist das Buch so gut?

Was steht da denn noch drin außer über die B-Vitamine?
Autor ubik
registriert
#25 | Gesendet: 19 Sep 2016 09:04
Mal andersrum gefragt: Warum sollten Medikamente denn irgend etwas bewirken? Sie greifen nur in den Stoffwechsel ein und stören das biochemische Gleichgewicht nur noch mehr.

@ India:
Ich habe die Zoenaesthesie in den Waden. Es fühlt sich so an, als hätte ich elektrische Impulse in den Waden.

Hier mal ein paar Sachen, die in dem Buch stehen:

Teil 1 - Nahrung fürs Denken
Teil 2 - Schützen Sie Ihr Gehirn
Teil 3 - Verbessern Sie ihren IQ, ihr Gedächtnis und Ihre Laune
Teil 4 - Was ist psychische Krankheit?
Teil 5 - Die Lösung für Depression, Manische Depression und Schizophrenie
Teil 6 - Psychische Gesundheit bei jungen Menschen
Teil 7 - Psychische Gesundheit im hohen Alter
Teil 8 - Aktionsplan für psychische Gesundheit

Außer über B-Vitamine stehen alle anderen möglichen Ursachen für psychische Erkrankungen (z. B. Allergien, etc.). Außerdem wird dort über Stimmungsschwankungen geschrieben und wie man sie in den Griff bekommt. Wie man das Gehirn schneller wieder nach einer schizophrenen Episode regenerieren kann, usw...
Autor xf20
registriert
#26 | Gesendet: 19 Sep 2016 09:34
@ubik,

tolle Leistung und du, als Betroffener, bist hierin(das eigene Schicksal in eigene Hände zu auch in nehmen und nicht alles den Ärzten, Betreuern, Sozialarbeitern usw zu überlassn) ein Vorbild für die anderen (acuh für psychsich Gesunde, denn auch dort gibt es sehr sehr viele mit einem ungesunden Lebensstil).

Gruss
Autor Himbeere
registriert
#27 | Gesendet: 15 Dez 2016 22:36
Hallo ubik,

inzwischen hat sich deine Situation ja schlagartig geändert. Was machst Du denn jetzt anders als vorher, als es dir so gut ging? Gab es einen bestimmten Auslöser?
Autor Andrea26
registriert
#28 | Gesendet: 27 Feb 2018 19:33
Hallo ubik
Gehörte zu deinen negativsymtomen auch emotionslossigkeit?
Autor ingo
registriert
#29 | Gesendet: 27 Feb 2018 19:54
Autor Dr O
registriert
#30 | Gesendet: 27 Feb 2018 20:19
Turtel:
Die Emotionslosigkeit kommt von den Neuroleptika

Andrea das ist Blödsinn ! les mal das hier ...


Negativsymptomatik
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