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Von und über Traumata erzählen

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Autor couchtomate
Gast
#1 | Gesendet: 13 Aug 2017 15:52
Hallo,

um Endless Thread nicht zu stören und weil es für einige doch eine Frage ist, hier weiter bitte.
Autor ingo
registriert
#2 | Gesendet: 13 Aug 2017 16:06
King kong
schwimmt dein aal jetzt in ihr?
stelle ich mir toll vor, jeden tag immer son jucken an der nach fisch riechende votze :-D
Autor couchtomate
Gast
#3 | Gesendet: 13 Aug 2017 16:14 | Edited by: couchtomate
Eigentlich kein so übles Beispiel, kingkong und ingo, für das, was ich sagen will.

Die Arbeit von Psychoanalytikern und den daraus folgenden Therapieschulen richtet sich in die Vergangenheit. Also soll gleichsam die Vergangenheit im Jetzt noch mal aufleben.
Dabei, so heißt es, kommt es zu "Übertragungen" und "Gegenübertragungen", die dann "bearbeitet" werden.

Dieses Verfahren eignet sich an und für sich nur für Leute, die eigentlich gar keine schwerwiegenden Probleme haben.

Die Flashbacks usw. die bei Traumata dann aber immer wieder auftreten, können erheblichen Schaden anrichten. Retraumatisierung.

Deshalb sollte zuerst trainiert werden, wie man im Zweifel im "jetzt" wieder ankommt. Gut dafür ist die MBT. Oder es muss anders gestützt werden.

Wenn Menschen sich gegenseitig von ihren Verletzungen erzählen, meinen sie es oft gut. Und es kommt viel Verständnis. Das kann sich auch erst mal gut anfühlen.
Das eigentliche Problem, wie man "früher" von "jetzt" auseinander hält, d.h. trotz Triggern bei sich bleiben kann, löst sich so nicht von selbst.

Sonst würde es ja reichen, kurz am KNS teilnehmen, peng, alles gut.

Zudem - nicht jeder ist jederzeit in Form, freundlich, gelassen und einfühlsam auf einen Anderen einzugehen. Jeder hat mal nen schlechten Tag. Passiert.
Und wenn dann jemand sich verletzlich macht und ein anderer drauf rum "kuriert", bestenfalls, finde ich das nicht hilfreich. Und es lässt sich nie voraussehen, auf wer in welcher Stimmung antwortet.

Kann jeder so sehen, wie er mag, das ist die ausführliche Begründung, die ich liefern kann.
Autor couchtomate
Gast
#4 | Gesendet: 13 Aug 2017 16:21 | Edited by: couchtomate
sry. geht mich nichts an.
Autor Zwergenmaus
registriert
#5 | Gesendet: 13 Aug 2017 16:41 | Edited by: Zwergenmaus
sry couchtomate

du lebst doch selbst in deiner dir eigenen Welt.

nicht nur dem - du befürwortest eine "Auslebung" welche du gar nicht kontrollieren oder steuern kannst.

Schlichtweg: da du nicht da bist. du bist nicht - vor Ort.
Du bist nicht die Hand, die Wegreichung, die Wegkreuzung.
Du bist nur Beobachterin, Reagierende, gehst in Aktion und wirfst mit Weisheiten um dich, welche du selbst nicht leben kannst. Aber die Einsicht deines Lebens, deiner Unvollkommenheit, deines Unvermögens - diese wird hier nicht zu Wort gebracht. Denn dass, dass würde bedeuten das du als Mensch hier bist. Als Mensch der um all jene Schatten weiss, in sich selbst, welche wir sogerne im Licht betrachten würden.

Deine Worte sind unpersönlich, deine Erfahrung nachblätterbar in Büchern, selbst Bilder und Musik sagen mehr - als du.
Du lieferst nur Möglichkeiten, Erklärungen, Sachverhalte - aber ohne Bezug, ohne erkennbare Wurzel, bist du noch nicht einmal ein Baum. Du bist genau genommen - noch nichtmals in diesem Raum.

Du bist nicht da. Das ist nur ein Echo. Aus Büchern.

Und das befremdlichste ist, du befürwortest wirklich die Auslebung auf Kosten eines Geschlechtes? Bzw, auf Kosten anderer? Haben dich da die Bücher - ja all die Bücher - nicht anderes gelehrt?

Ein sehr fragwürdiger Weg, deine scheinbare Diplomatie die keine ist, sondern sie sogar dazu nutzt um deines zu benutzen - und dich dann sofort wieder davon zu distanzieren.

Du sprichst von Übertragung und merkst nicht - dass du es erstens selber tätigst und andererseits - jene Übertragung andere schädigt.
Wie wirst du dem entschuldigen?
Was wirst du den Unverständigen vorwerfen? Dass sie dem als Lösung ihrer Traumatas betrachten sollen? Oder bereit- "stehen" sollen, für die Auflösung eines anderen?

Und wo wirst du dabei sein?
Das mahnende Wort das ewig für Verständnis wirbt, Ausuferungen als "treffendes" Beispiel betitelt, während andere als f-Votzen durch die Welt laufen?
Schämst du dich nicht? Dann und wann mal? Denn mir scheint nach der Beobachtung deiner - sind wir nicht deine Affen? Dein Versuchsexperiment?

Ach nein, du bist im jetzt. Jetzt atme. Jetzt. setze dich. Jetzt, lächle. Dann atme aus.

Die Welt ist nicht schwarz oder weiss, sie ist grau. Aber es gibt verschiedene Graustufen. Und dazwischen - gibt es Farbe.
Autor couchtomate
Gast
#6 | Gesendet: 13 Aug 2017 16:55 | Edited by: couchtomate
Wenn ich sage: treffendes Beispiel, so meine ich es als Beleg dafür, dass hier im kns nie sicher ist, wer wie antwortet oder wer gerade wie "drauf ist" und warum das, weiß man sowieso nicht auf die Entfernung. Ich nehme mich gerade absichtlich zurück und ganz bewusst. Wenn ich es ausdrücklich nützlich fände, "auszuufern", würde ich doch eher das tun, oder?

Zwergenmaus:
Und dazwischen - gibt es Farbe.

Ja, das ist mir auch schon aufgefallen. Schön, oder?
Autor Zwergenmaus
registriert
#7 | Gesendet: 13 Aug 2017 17:17 | Edited by: Zwergenmaus
couchtomate:
Ich nehme mich gerade absichtlich zurück und ganz bewusst. Wenn ich es ausdrücklich gut fände, "auszuufern", würde ich doch eher das tun, oder?

Zwergenmaus:
Und dazwischen - gibt es Farbe.

Ja, das ist mir auch schon aufgefallen. Schön, oder?

Vielleicht - ist es manchmal sinnig - auszuufern. Die sogenannten "Grenzen" zu überschreiten umd die Länder anderer Gedankenwelten zu sehen & zu bereisen. Aber, man bereist jenes unwirkliche land nicht, indem man es einfach tut. Es geschieht.
Und man staunt. Stutzt. Blickt auf. Oder haut zu (ist nicht alles friedlich dort)
Blickt hinab. Erfährt den Schmerz, das Glück, anderer.
Man lässt sich ein. Ist bereit zu erfahren und das eigene wiederzugeben.
Man nimmt sich selbst an. Nicht nur das Licht. Auch die Schatten. Und weiss um das Dunkel.

Und wenn es dir doch selbst auffiel?
Wovor hast du dann Angst?
Dass man dich sieht? Oder eine Ahnung davon erhält?
Dass man dein eigenes Unvermögen erkennt (das teilweise schon offensichtlich ist)?
Dass du dann glaubwürdiger bist?
Dass du dann eine Nähe erfahren müsstest - welche die Grenzen verschwimmen lässt?

Du sprichst von Farbe, aber lässt nur Druckerschwärze zu.
Du verbirgst dich und hälst dich am Horizont auf.
Du manipulierst, nicht weil du es verdrehen möchtest, sondern um dich selbst zu verbergen.
Du gehst auf dieses und jenes ein, aber wenn es dir nahe rückt, kommst du mit gedruckten Seiten.

Man kann am Rande leben, sofern man es weiss.
Irgendwie denk ich - du weisst nicht wohin du gehörst. Irgendwie - bist du wahrscheinlich der einsamste Mensch hier im kns. Ich denk, du zündest eine Fackel nach der anderen, um die Schatten nicht zu sehen, während wir sie begutachten und entscheiden: "so ne scheisse, passt mir nicht, aber ich bins" während du Gespenstern nachreist..

Nein.. deine Farben sind begrenzt.
Nicht weil es so sein muss. Sondern weil du an der falschen Kreuzung stehst.

Geh übers Ufer und finde dich selbst..
Autor couchtomate
Gast
#8 | Gesendet: 13 Aug 2017 17:21
Zwergenmaus, danke für Deine guten Ratschläge. Ich werde umgehend meine Palette erweitern ;-)
Autor Zwergenmaus
registriert
#9 | Gesendet: 13 Aug 2017 17:29
couchtomte
nein. Das war kein Ratschlag.

DAS war meine Wahrnehmung.

Wenn du wirklich etwas von Farben verstehen würdest, wüsstest du, dass man nur 4 Grundfarben & 2 Nicht-Farben benötigt.

Naja - egal - ich dachte du wärst klug genug wenigstens bis morgen mal darüber nachzudenken & zu reflektieren (das erwartest du ja von uns auch immer wieder ;) *zwinker*)..
nun gut - Humor ist wenn man dennoch lacht...

Ixel:
ganz herzlichen Dank für dies wundervolle Bild. Insbesonder da dort Bienen-Pflanzen sind (ist ja inzwischen schon Rarität)
Autor Gammelfleisch
registriert
#10 | Gesendet: 13 Aug 2017 17:54
couchtomate:
Die Arbeit von Psychoanalytikern und den daraus folgenden Therapieschulen richtet sich in die Vergangenheit. Also soll gleichsam die Vergangenheit im Jetzt noch mal aufleben.
Dabei, so heißt es, kommt es zu "Übertragungen" und "Gegenübertragungen", die dann "bearbeitet" werden.

Ähnlich ist das Bearbeiten von Schemata in der Verhaltenstherapie. Nur da geht man nicht von Kindheitserinnerungen aus, sondern bearbeitet diese Verhaltensneigungen so und die Kindheitserfahrungen haben eher anekdotischen Wert.

couchtomate:
Dieses Verfahren eignet sich an und für sich nur für Leute, die eigentlich gar keine schwerwiegenden Probleme haben.

Würd ich nicht sagen. Ist natürlich immer leicht gesagt wenn man eine Psychose hat, dass andere quasi keine schweren Probleme haben. Aber Persönlichkeitsstörungen können auch sehr belastend sein.

couchtomate:
Die Flashbacks usw. die bei Traumata dann aber immer wieder auftreten, können erheblichen Schaden anrichten. Retraumatisierung.

Das ist ja ein anderes Thema. Bei den Persönlichkeitsstörungen bis auf Borderline sollten die keine Rolle spielen und bei Borderline sind die meiner Meinung nach nicht das Hauptproblem.
Autor couchtomate
Gast
#11 | Gesendet: 13 Aug 2017 18:28 | Edited by: couchtomate
Gammelfleisch, da hast Du ja Recht und das ist nie strittig gewesen.

Ich habe mir einfach Sorgen gemacht. Das ist alles.
Es war längst alles geklärt.

Und dann kamen doch die Fragen -
Und dann wollte ich das Thema "Trauma" nicht in EFs Thread ausbreiten, weil ich befürchtet hatte, dass es da genau so abgeht wie hier, teilweise.
Mehr ist an der Sache nicht.
Autor couchtomate
Gast
#12 | Gesendet: 14 Aug 2017 00:23
Zwergenmaus:
Wenn du wirklich etwas von Farben verstehen würdest, wüsstest du, dass man nur 4 Grundfarben & 2 Nicht-Farben benötigt.

Du, ich gucke schon den ganzen Nachmittag, ich komme immer nur auf drei Grundfarben. Ich glaube, ich bleibe doch lieber randständig. Ist mir zu anstrengend, wenn ich sein muss wie Du. Ok?
Autor chillout
registriert
#13 | Gesendet: 14 Aug 2017 07:13
King Kong hat was von einer Oberärztin geschrieben und nicht von Endless. Du bist und bleibst einfach ein elender Wortverdreher. Soll sicherlich keine Anspielung auf Endless sein.
Autor couchtomate
Gast
#14 | Gesendet: 14 Aug 2017 07:19
Oh Gott, mit dem Pinsel gelb und blau mal ich die Häuser grün ...
*seufz*

Ich mag keine Metaphern mehr kreuzigen lassen.

:-(
Autor couchtomate
Gast
#15 | Gesendet: 14 Aug 2017 07:25
Glueckbringer:
"kein übles Beispiel"

als kein übles Beispiel dafür, dass es hier rau zugeht.

Ich fände es gut, eine Frau Frau zu heißen.
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