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Heilung Schizophrenie

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Autor poxt
registriert
#46 | Gesendet: 4 Sep 2017 16:27 | Edited by: poxt
melisse, ein jahr lang nach der ersten psychose minimal, dann ab und zu zum schlafen (seroquel) und nach der zweiten ganz kurz (2-3 monate). ich halte langzeitbehandlung mit neuroleptika nur in schweren fällen für sinnvoll wenn überhaupt. ich finde zugang zu gefühlen wichtig für die heilung - natürlich müssen äussere umstände dafür die stabilität garantieren - vor allem kurz nach psychosen...(oder wenn die stimmen noch zu heftig sind, würde ich auch eher zurückhaltend sein mit absetzen).
Autor Eartha
registriert
#47 | Gesendet: 4 Sep 2017 17:01
Glueckbringer
Danke :-)
Sehe es mir bald an.
Autor Melisse
Gast
#48 | Gesendet: 4 Sep 2017 18:01
@poxt, ich sehe das prinzipiell genauso wie du, so gesehen dürfte ich die NL nicht absetzen weil ich teilweise viele ,, Stimmen ,, habe nur ohne NL sind sie genauso da das weiss ich weil meine NL schon zweimal für einen Zeitraum von ca. 6-7 Wochen abgesetzt waren weil meine Diagnose wieder angezweifelt wurde. Bei mir wurde schon häufiger eine neurologische Ursache vermutet weil ich da Auffälligkeiten habe, nur leider kennt man die Erkrankung nicht.
Daher werde ich diesen Weg jetzt trotz der Stimmen gehen.
Autor poxt
registriert
#49 | Gesendet: 4 Sep 2017 18:46
melisse du wirst es selbst am besten wissen, spüren wie, wann, wieviel...was für dich das beste ist.
Autor not_sure
registriert
#50 | Gesendet: 12 Mar 2018 04:48 | Edited by: not_sure
Aus meiner Sicht ist "Heilung" nur ohne Medikamente möglich bzw. vollendet. Allerdings kenne ich auch nur eine Person, außer mir selber, die es bisher ohne Medikamente geschafft hat, halbwegs normal im Leben zu stehen, ohne Rückfall-Risiko. Aber das ist auch jemand so ähnlich wie ich, der gleich nach Klinik die Medis einfach abgesetzt hatte. Ich bin also der Meinung, dass wenn man noch in der Verfassung ist, man nur ohne Medikamente diese Art "Stress-Toleranz" erlernen kann, sich auseinandersetzen mit den Gründen für Erkrankung usw., sodass man erst dann ausreichend alles verarbeiten kann. Unter Dauermedikation ist man dazu möglicherweise zu benebelt. Man wüsste gar nicht ob man geheilt wäre, während man jahrelang Medikamente nimmt. Geheilt bedeutet für mich also, dass man ohne Medikamente weder Rückfälle bekommt, noch dass man sonderlich überhaubt “Bedarf“ hat, zum Psychiater zu gehen.

Das heißt, ich kenne eigentlich auch keine Person von den Leuten mit Psychose-Erfahrung, die mit ihrer Medikation wirklich zufrieden ist.
Autor LightnessIII
registriert
#51 | Gesendet: 12 Mar 2018 13:08
Ich hätte es ohne Medikamente all die Jahre nciht ausgehalten.
Autor not_sure
registriert
#52 | Gesendet: 12 Mar 2018 14:32 | Edited by: not_sure
LightnessIII:
Ich hätte es ohne Medikamente all die Jahre nciht ausgehalten.

Ich vielleicht schon. Ich stelle also den Nutzen infrage, dass pauschal jeder praktisch noch Jugendliche recht bald auf Pillen gesetzt wird, sobald er in eine deutsche psychiatr. Klinik kommt. Das hat allerdings auch Gründe wie zB. Verklärung der Ursachen. Mir sind da teilweise Symptome angedichtet worden, die ich weder bestätigt noch erlebt hatte, einfach um die Diagnose-Kriterien zu rechtfertigen, Medikation, Zahlungen usw. also da sind für mich als Einzelperson viele tausende Euro ins Nichts geflossen, zum Großteil für überteuerte (US-Patent) und nahezu wirkungslose Medikamente. (machen nur dick und müde, lustlos, religiöser Wahn und Verfolgungsängste bleiben aber nahezu unverändert bestehen, zumindest auf Gedankenebene)

ZB. wurde in meiner Pat.-Anamnese geschrieben, dass ich (Rammstein, Die Ärzte, KoЯn..) Heavy Metal Musik hören würde, und das ja auffällige Anzeichen entstehender Psychosen gewesen seien schon vor dem Ausbruch. Das ist geradezu lächerlich, zumal ich Schlagzeug Schüler war (Schlagzeuglehrer war Rammstein Fan), was wiederum keine Erwähnung findet - und scheinbar ist so eine Art der Verklärung doch gängige Praxis.

Nur wem sagst'e sowas
Autor Gammelfleisch
registriert
#53 | Gesendet: 12 Mar 2018 14:51
Turtel, Lightness nimmt dich als Stammgast ganz sicher nicht ernst.
Wieso postest Du dann deinen Quatsch?
Autor not_sure
registriert
#54 | Gesendet: 12 Mar 2018 14:58 | Edited by: not_sure
Gammelfleisch:
Wieso postest Du dann deinen Quatsch?

Sorry wenn ich mich da kurz einmische... aber ich schätze zu reinen Beschäftigungs- und Werbezwecken. Wer sollte sonst auch nur irgendwie auf sein selbstgemachtes Forum aufmerksam werden?! Echte Werbung kostet ja. Hier im KNS ist das aber kostenlos.
Autor not_sure
registriert
#55 | Gesendet: 12 Mar 2018 15:25 | Edited by: not_sure
Mal ganz am Rande, habe ich jetzt mehrere Ärzte fragen können, auch Universitäts-Klinik-Ärzte, und keiner von ihnen kennt das KNS Forum übrigens. (da man keine Threads erstellen kann, einfach mal hier angesagt)
Autor bleu papillon
registriert
#56 | Gesendet: 12 Mar 2018 21:26
Ist ein Leben ohne Medikamente denn zwingend notwendig? Solange man klar kommt ist es doch völlig wurscht, ob mit oder ohne Medikamente, hauptsache, mir geht's gut! Scheiß auf die 20 kg hin oder her, ich will meinen klaren Verstand! Und meinen Job und meinen Partner behalten... Ja, vllt. ist Schizophrenie (noch) nicht heilbar, manche körperlichen Krankheiten aber auch nicht - beim Asthmaspray überlegt man doch auch nicht so ewig, ob man's nimmt oder nicht, manch einer braucht es halt einfach... Will hiermit niemanden beleidigen, bin nur der Meinung, dass wenn man den Ärzten ein bisschen vertraut, man langfristig wahrscheinlich besser fährt... Ich muss mir nicht beweisen, dass ich's ohne kann, mein Hirn ist halt leider krank, das kann ich nicht ändern und da kann ich nichts für. Und ob ich Medikamente nehme oder nicht, muss ich, wenn's mir wirklich peinlich ist, ja niemandem auf die Nase binden...
Autor not_sure
registriert
#57 | Gesendet: 12 Mar 2018 23:50 | Edited by: not_sure
bleu papillon:
Ist ein Leben ohne Medikamente denn zwingend notwendig?

Wenn es um Heilung geht, ja (Heilung meint nach meiner Ansicht eine komplette Ausheilung ohne weiteren krankheitsorientierten Hilfebedarf). Da steh ich sicher nicht alleine mit der Ansicht. Ob ein Leben ohne Medikamente zwingend notwendig ist... also ich nehme täglich Blutdruck Medikamente, vielleicht verlängert das mein Leben, indem es Schlaganfälle ~verzögert. Und wenn ich ehrlich bin, ist es nicht ganz "zwingend" nötig Medikamente zu nehmen deswegen, aber es ist so, als würde dadurch eine Angst beruhigt werden. Bei mir kommt dazu, dass ich wohl ein kreativer Mensch bin, Musiker... und da wären Neuroleptika praktisch das absolute Aus. Positiver Aspekt an den Medis dann aber, paradoxerweise, dass wenn man sie absetzt, man eigentlich wieder vollen Zugriff auf seine Talente hat. Ich spiele noch andere Instrumente, also es ist nicht nur ein Instrument dadurch eingeschränkt, sondern das Musizieren komplett lahmgelegt. Das ging nicht nur mir so. Und naja... Rhythmen und auch Sphären haben meiner Erfahrung nach mehr heilsame Wirkung gehabt als Neuroleptika. Unter Neuroleptika wäre ich weder für jene Rhythmen, Pulse, Sphären zugänglich gewesen. Heilung wäre dadurch vielleicht verhindert worden.
Autor not_sure
registriert
#58 | Gesendet: 13 Mar 2018 00:05
Kurz.. Wenn man Medikamente nimmt, dann dämpft das, schwächt das die Krankheit ab. Es heilt sie aber nicht. Da kann ich ein Liedchen von singen mit meinen Blutdrucksenkern. Die Ursache ist bei mir nicht heilbar. Bisher nicht. Es wird geforscht, aber naja. Ich tippe auf die nächsten 300 Jahre, eh da was bahnbrechendes bei rauskommt.
Autor not_sure
registriert
#59 | Gesendet: 13 Mar 2018 00:10 | Edited by: not_sure
Ach und was die Forschung im Bereich Schizophrenie betrifft, befürchte ich, dass Forschung in Richtung nicht-medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten von Pharma-Lobby unterdrückt wird. Wundere mich nicht wenn es so ist.

Autor Gammelfleisch
registriert
#60 | Gesendet: 13 Mar 2018 00:14 | Edited by: Gammelfleisch
Aber ob einem die Medikamente die Kreativität und / oder Aufmerksamkeit wegdämpfen ist je nach Person und Medikament unterschiedlich. Ich hab phasenweise Perazin (Taxilan) in Maximal-Dosierung (3 * 200mg) genommen und fühlte mich zwar gedämpft, aber nicht im genannten Sinne gehemmt. Bei meinem Chlorprothixen was ich in rauhen Megngen (300mg, normal sind 50mg) zum Pennen nehme merke ich aber am nächsten Tag bis in den frühen Nachmittag rein eine erhebliche Dämpfung von Kreativität und Aufmerksamkeit; trotzdem fühl ich mich aber wohl.
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