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kann man lernen die psychose zu kontrollieren ohne medikamente?

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Autor blackzebra
registriert
#46 | Gesendet: 11 Okt 2017 12:09 | Edited by: blackzebra
Bridget Ria:
ok, sorry - hoffe, dich hat der Zusammenhang dennoch interessiert;)

Ja, hat er, bzw. macht er.

Wenn ich paraniod bin, bewege ich mich nicht, bin dann eher im Lauermodus, solange bis mir das ganze reicht und ich den "sicheren" Bereich aufgebe, genauso beim Vergiftungswahn, irgendwann reicht mir der Stress, dann esse ich Massen von dem "vergifteten" und lege mich anschließend sterben.

Sich dem "Feind" hingeben, das eigene Leben in seine Hand legen. Feind ist machtlos, wenn ich nächsten Morgen wieder aufwache.

Bridget Ria:
meinst du Studenten in Form von Assistenzärzten oder Patienten in der Uniklinik, vor denen du über die Psychose gesprochen hast?

Es waren denke ich angehende Psychologen die einen Betroffenen direkt befragt haben, sich ein Bild von seinem Erleben in der Psychose gemacht haben, die Auslöser, die Wirkungsweise, Wirksamkeit der Medikamente, es waren so ungefähr 20 junge Menschen in einer Art Hörsaal auf dem Uniklinikgelände. Vielleicht war ich aber auch ein willkommenes "Forschungsobjekt" ob meiner psychischen Auffälligkeiten seit der Frühesten Kindheit, meiner Krankenakte, da mir dort in dem Klinikaufenthalt im Ärztegespräch Informationen gegeben worden sind, die ich weder von meinen Eltern erfahren habe noch selber wusste, Krankenakte meiner Kindheit.

In frühester Kindheit haben sich meine Eltern an Psychologen gewendet, da ich für die irgendwie verhaltensauffällig war,bin oft schlafgewandelt und habe in diesem Zustand Sätze zu ihnen gesagt, wie mir wohl nicht immer erzählt wurden.

Einen ähnlichen Zustand, fällt mir gerade ein, ein Zustand dass man nicht weiss ob das real war oder nicht, es ist jedoch abgespeichert im Gehirn als passiert, sind jedoch zu irreal als das sie tatsächlich wahr sein könnten. Klinikaufenthalt, vor 26 Monaten :

Ich wurde im 4 - Bett - Zimmer wach, in dem Bett in dem ich mich auch abends hineingelegt habe, es standen Nachts im Halbdunkel der Zimmerbeleuchtung, also vor 6 Uhr morgens, vor dem offiziellen Aufstehen verschiedene Ärzte, ca. sechs an der Zahl in Traubenformation nahe meinem Bett , näher dem Zimmereingang als meinem Bett, sie schauen mich an, tuscheln, ich fühle dass ich verschwitzt bin, patschnass geschwitzt, die weissen Gestalten wissen nicht so ganz was sie wollen anscheinend, ziehen sich leise, immer wieder sich zu mir umschauend zurück.

o.T. bevor ich´s vergesse, diese Ungereimtheit.

ed. : ein Traum kann es nicht gewesen sein, da wachwerden im Traum bei mir immer in einer Umgebung die so ähnlich wie die Realität aussieht, jedoch nicht identisch ist, folglich ist es für mich eine Erinnerung, ein ähnliches Gefühl hatte ich nach Schlafwandeln als Kind wenn ich doch wachgeworden bin.
Autor YasaLasa
registriert
#47 | Gesendet: 11 Okt 2017 12:19
So einer der die Gemeinschaft vergiftet würde ich zum Opfer der Gemeinschaft erklären und dann tatsächlich sterben lassen für diesen Irrtum sich selbst und sein Umfeld zu vergiften
Autor blackzebra
registriert
#48 | Gesendet: 11 Okt 2017 12:20
YasaLasa:
So einer der die Gemeinschaft vergiftet würde ich zum Opfer der Gemeinschaft erklären und dann tatsächlich sterben lassen für diesen Irrtum sich selbst und sein Umfeld zu vergiften

Brenne !
Autor YasaLasa
registriert
#49 | Gesendet: 11 Okt 2017 12:23
Allenfalls bei dir daheim
Autor blackzebra
registriert
#50 | Gesendet: 11 Okt 2017 12:36
YasaLasa:
Allenfalls bei dir daheim

Brennholz oder Streichholz, das ist hier die Frage.
Autor YasaLasa
registriert
#51 | Gesendet: 11 Okt 2017 12:48
Tue nur was du nicht lassen kannst. Du kommst allerdings nicht nochmal dahin und hast diese Entscheidung.
Autor blackzebra
registriert
#52 | Gesendet: 11 Okt 2017 13:13
blackzebra:
Brennholz oder Streichholz

YasaLasa:
Entscheidung.

Pinsel
Autor YasaLasa
registriert
#53 | Gesendet: 11 Okt 2017 13:37
Dann mach mal
Autor YasaLasa
registriert
#54 | Gesendet: 11 Okt 2017 14:16
Wenn deine Psychose hier im Internet läuft kommst du nie hoch, du Kellerkind
Autor blackzebra
registriert
#55 | Gesendet: 11 Okt 2017 15:18
Bridget Ria:
Jetzt wohne ich im reizarmen Gründen und realisiere das. So spät erst. Shit happens.

Hast du dann einen idealen Ausgleich zwischen Wohnort und City?

Besser spät als nie, ja, habe auch einen sehr ruhigen Wohnort mit wenig Aussenreizen, im Alltagsleben dennoch genügend Abwechslung durch verschiedene Tätigkeiten, Interessen, arbeiten in und mit der Natur, im Garten, viele Aufgaben die mir helfen geerdet zu sein, meine Existenz durch Eigenengagement wie Brennholzmachen und Wohngebäude pflegen erhalten und meinen Träger, das Sozialamt dadurch auch etwas entlasten.
Autor Bridget Ria
registriert
#56 | Gesendet: 11 Okt 2017 19:13 | Edited by: Bridget Ria
YasaLasa:
ch festigte für mich meine eigene Außenwelt und daher wiederholen sich bei mir einige Ereignisse und kehren Jahr für Jahr wieder, sodass ich es erneut besser geschafft haben kann. Sonst bin ich nur noch mich treiben am lassen, damit mal neue Eindrücke es zu Ideen und Taten werden schaffen.

sry. ich verstehe das nicht. Wie festigst du dir deine eigene Außenwelt? Bei mir wiederholen sich auch Ereignisse Jahr für Jahr - ich dachte - das geht eher in die PTBS Richtung, keine Ahnung. Meinst du, sodass du sie Jahr für Jahr besser verarbeitest?

Ich lasse mich auch nur noch treiben, bald habe ich aber einen Termin aufm Arbeitsamt und muss mich entscheiden, was ich arbeite. Denke, vom treiben lassen wird man ruhig und das ist ja das wichtigste für gute Ideen und Taten.

Nein, jetzt nicht mehr. War viel unterwegs in Deutschland und international. Nun bin ich sesshaft.
Autor DiBaDu
registriert
#57 | Gesendet: 11 Okt 2017 19:19
@Bridget Ria

Nein, der Ausbruch ist für mich nicht kontrollierbar.
Die Psychose ausleben meint, wenn sie ausgebrochen ist, nicht über Medikamente sofort einzudämmen.

Ein psychotischer Schub durch einen Schicksalsschlag 2002 wurde von mir zwei Wochen in der Schwebe gehalten über ein Schlafmittel, welches ich auf ärztlichen Rat einnahm.
Ich fühlte mich privilegiert und Gott ganz nahe. Ich hatte Angst zum Psychiater zu gehen bzw. vermied es lange, weil ich zuvor bis auf ein dreiviertel Jahr vor dem erneuten Ausburch auf Leponex eingestellt war. Unter Leponex fühlte ich mich nicht menschlich. Es war ein Glück für mich, dass mein behandelnder Psychiater mir dann Olanzapin gab. Das nahm ich dann 10 Monate, setzte in Absprache mit dem Psychiater ab und war dann 10 Jahre medikamenten- und psychosefrei.
Autor Bridget Ria
registriert
#58 | Gesendet: 11 Okt 2017 19:19 | Edited by: Bridget Ria
blackzebra:
Wenn ich paraniod bin, bewege ich mich nicht, bin dann eher im Lauermodus, solange bis mir das ganze reicht und ich den "sicheren" Bereich aufgebe,

okay, das ist vlt. auch die sicherste Methode, das heil zu überstehen ohne den Eingriff von Dritten....



blackzebra:
Sich dem "Feind" hingeben, das eigene Leben in seine Hand legen.

genau, und man sich immer wieder dem Feind hingibt und aufwacht, dann speichert das Gehirn das vlt. fürs nächste mal, weiß, dass der Überlebensgeist stärker ist....selbst wenn man aufgibt.


blackzebra:
Krankenakte meiner Kindheit.

immerhin haben die die hergenommen, klingt nach einer verünftigen Überblicksverschaffung über deinen Fall. Ich glaube, nicht alle Kliniiken machen das so.
Wg. schlafwandeln als Kind zum Psychologen? hm. hoffe es hat was daran geändert?


blackzebra:
ein Traum kann es nicht gewesen sein,

dann bleibe doch dabei, dass es passiert ist, vlt. haben die nicht sofort erkannt, ob du schläfst oder wach bist, bzw. vor dich hindämmerst. Sich mit leisen Schritten auf dich zubewegt und sind dann aus Rücksicht gegangen. Vielleicht.
Autor Bridget Ria
registriert
#59 | Gesendet: 11 Okt 2017 19:24 | Edited by: Bridget Ria
blackzebra:
Besser spät als nie, ja, habe auch einen sehr ruhigen Wohnort mit wenig Aussenreizen, im Alltagsleben dennoch genügend Abwechslung durch verschiedene Tätigkeiten, Interessen, arbeiten in und mit der Natur, im Garten, viele Aufgaben die mir helfen geerdet zu sein, meine Existenz durch Eigenengagement wie Brennholzmachen und Wohngebäude pflegen erhalten und meinen Träger, das Sozialamt dadurch auch etwas entlasten.

das ist das Beste in der Situation und Gartenarbeit macht den Kopf gut frei. Stimmt, besser spät als nie begriffen...aber ich frage mich, ob es im moment noch was wichtiges über mich zu wissen gäbe, was mir nicht klar ist und ich das möglicherweise wieder erst ein Jahrzehnt später verstehe und erst dann (zu spät) anders lebe, wie jetzt, wo ich nicht mehr in der City lebe, nach 11 Jahren Citiesleben.
Autor Bridget Ria
registriert
#60 | Gesendet: 11 Okt 2017 20:49
DiBaDu:
Die Psychose ausleben meint, wenn sie ausgebrochen ist, nicht über Medikamente sofort einzudämmen.

jetzt verstehe ich das, ich habe mich schon gewundert.
Eindämmen ist gut gesagt. Denkst du, chem. eindämmen damit sie mit Absetzung der Med. keine andere Wahl hat, als wieder auszubrechen oder chem. eindämmen, damit sie umhüllt von diesen Medikamentenschutz langfristig verschwindet, später auch ohne Schutz weg ist.


DiBaDu:
Es war ein Glück für mich, dass mein behandelnder Psychiater mir dann Olanzapin gab. Das nahm ich dann 10 Monate, setzte in Absprache mit dem Psychiater ab und war dann 10 Jahre medikamenten- und psychosefrei.

dann hat dein Organismus sich nicht zu lange an die Mittel gewöhnen können. Vlt. ging es deshalb 10 Jahre gut ohne diese?
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