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Medikamente (Nebenwirkungen) - Fluanxol, Solian (Amisulprid) und Leponex (Clozapin)

Autor Rotwein
registriert
#1 | Gesendet: 12 Okt 2017 17:16
Hallo,

ich hatte dieses Jahr ein erneutes Ausbrechen meiner Psychose. Ich hatte meine Depotspritze um 2 Wochen verpasst. Nach 6 Wochen bin ich aus der Klinik abgehauen, habe meine Medikamente aber weiter genommen und bin auch noch zum Arzt gegangen.

Ich bin momentan bei
2* 10mg Fluanxol morgens
150mg Xeplion (Spritze alle 28 Tage)
3 mg Risperdal (Risperidon) pro Tag


Jetzt interessiert mich eure Erfahrung mit den Medikamenten! Welche Erfahrungen habt ihr mit Leponex/Clozapin gemacht? Also ich habe von einer starken Müdigkeit gelesen... Kann man damit seinen Alltag bestehen oder ist man immer müde?

Meine Ärztin hat mir dieses Medikament empfohlen, aber ich habe mich da ein wenig eingelesen und das Medikament liest sich echt beschissen.

Dann wüsste ich gerne was für Erfahrungen ihr mit Solian/Amisulprid habt. Gerne auch als Antwort mit einem Themenlink. Ich möchte nämlich gemeinsam mit meiner Ärztin das Fluanxol ausschleichen und dafür Solian/Amisulprid rein, weiß aber nicht genau, ob es beim Amisulprid nicht doch irgendeinen großen Haken gibt... Und ich wüsste gerne wie viel man normal vom Amisulprid nimmt....

Und dann ist das noch das Fluanxol. Ich habe den Eindruck, dass ich von dem Zeug keinen mehr hoch bekomme und müde bin. Ich wollte jetzt wissen, ob jemand ähnliche Erfahrungen mit dem Fluanxol gemacht hat - also dass es müde macht, etc.?

Lg
Rotwein
Autor Deuteron
registriert
#2 | Gesendet: 12 Okt 2017 17:21
@Rotwein

Also ich hab auch schon mal 20mg Fluanxol bekommen und würde eher sagen das du wegen dem Risperdal und dem Xeplion keinen mehr hoch bekommst.

Zudem wird das Sperma bei Xeplion und Risperdal teilweise flüssig wie Wasser und der Orgasmus ist auch sehr merkwürdig und bei flüssigem Sperma ist man halt steril.

Und zu Solian muss ich sagen da würd ich die Finger von lassen, es erhöht halt stark den Prolaktin Spiegel und man kann auch Diabetes davon bekommen.

Die Dosis von Solian betrgät übrigens 400-800mg über den Tag und ich habe es schon mit 600mg schlecht vertragen also 400 ließen sich noch aushalten.

Aktuell nehme ich 10mg Fluanxol und eins kann ich dir sagen mit dem Leponex wirst du noch mehr Probleme bekommen als du jetzt schon hast.
Autor Gammelfleisch
registriert
#3 | Gesendet: 12 Okt 2017 17:22
Rotwein:
2* 10mg Fluanxol morgens
150mg Xeplion (Spritze alle 28 Tage)
3 mg Risperdal (Risperidon) pro Tag

Wieso eigentlich noch Risperdal zusätzlich wenn Xepilon das selbe ist (ist ein Metabolit davon)?
Aber 2 * 10mg Fluanxol sind echt sehr viel, kein Wunder, dass Du so Probleme mit den NW davon hast.
Autor Deuteron
registriert
#4 | Gesendet: 12 Okt 2017 17:25
@Rotwein

Irreversibler Schaden an den Hoden durch jahrelanges Prolaktinüberproduktion von risperdal

http://www.kompetenznetz-schizophrenie.info/forum/index.php?action=vthread&forum=2&to pic=8057

Solche Probleme hast du halt mit Medikamenten die den Prolaktin Spiegel erhöhen und Flaunxol macht das nur ganz selten und Diabetes macht Fluanxol auch nicht.

Und Solian erhöht am meisten von allen den Prolaktin Spiegel.
Autor Deuteron
registriert
#5 | Gesendet: 12 Okt 2017 17:29
Risperidon und Amisulprid führen besonders häufig zu manchmal ausgeprägten Hyperprolaktinämien. Im AMSP wurde bei stationären psychiatrischen Patienten bei Frauen in 0,84 Prozent unter Amisulprid, in 0,20 Prozent unter Risperidon, dagegen nur in 0,06 Prozent unter Olanzapin, 0,01 Prozent unter Clozapin und 0,02 Prozent unter Haloperidol eine Galaktorrhö beobachtet. Der Prolaktinspiegel kann dabei bis zu 3 Wochen nach Beendigung der Einnahme hoch bleiben, bei Depotneuroleptika sind Zeiträume bis zu einem halben Jahr beschrieben. Auch andere Medikamente können den Prolaktinspiegel anheben.

http://www.neuro24.de/show_glossar.php?id=1379

Irreversibler Schaden an den Hoden durch jahrelanges Prolaktinüberproduktion von risperdal

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Mdan
registriert
#1 | Gesendet: 9 Aug 2012 20:13
Antwort Zitat
ich war gerade bei meinem Urologen. Mein Testosteronwert ist fast bei Null , und er meinte das kommt vom jahrelangen zu hohen Prolaktinwert von NEUROLEPTIKA ,. Meine Hoden sind irreversible geschädigt meinte er. Na das macht Laune auf mein weiteres Leben. Und die Psychiater haben kein Wort verloren. .... 5 jahre lang.

http://www.kompetenznetz-schizophrenie.info/forum/index.php?action=vthread&forum=2&to pic=8057

Hollis
11.07.2012, 07:13
Hallo,

im Rahmen meiner Arbeitsunfälle erhielt ich ein Medikament mit dem Wirkstoff Amisulprid (Psychopharmaka). Durch das Medikament bekam ich einen De Novo Diabetes Mellitus, der chemisch induziert wurde. Zusätzlich schrumpfte mein Penis mehr als um die Hälfte.
Diese Nebenwirkungen wurden nicht auf dem Beipackzettel aufgeführt. Also greift hier die Produkthaftung.
In der Schweiz wird auch der Diabetes als Nebenwirkung aufgeführt!

Meine von mir beauftragte Rechtsanwältin rief mich gestern an, und teilte mir mit, daß meine Rechtschutzversicherung anfragte wieviel Schadensersatz ich haben möchte.

Meine Frage ist wieviel kann man hier ansetzen, wenn man bedenkt der Diabetes wurde ausgelöst und läßt sich nicht mehr wegbekommen. Ich habe schon versucht das Medikament wegzulassen, dies hatte allerdings zu nichts geführt. Der Dr. med. des Pharmaherstellers meinte auch, da der Diabetes nun da sei, würde der nicht mehr verschwinden.

Wieviel Schadensersatz kann ich unter der Berücksichtigung der Spätfolgen des Diabetes verlangen und ich muß zukünfig bis an mein Lebensende zu den Behandlungen. Mein Penis besitzt nun auch keine Funktionalität mehr.

Ich würde mich für Eure Vorschläge für den Schadensersatz bedanken!

gruß

Hollis

http://www.unfallopfer.de/forum/archive/index.php/t-24864.html
Autor Deuteron
registriert
#6 | Gesendet: 12 Okt 2017 17:53
Und nochmal was wegen dem Leponex...


http://www.einblicke-altenburg.de/?q=node/1173

Mit dem Zeug wirste halt deinen Spaß haben.
Autor DiBaDu
registriert
#7 | Gesendet: 12 Okt 2017 18:52
ein Freund von mir nimmt 400mg Leponex und kommt vergleichsweise gut damit klar.
Autor Melisse
Gast
#8 | Gesendet: 12 Okt 2017 20:20
Ich hatte mal Leponex 150 mg und hatte eine ausgeprägte Tachykardie und ,,meine Atemnot,, die habe ich leider bei allen NL am schlimmsten von Seroquel. Wenn ich den Rasepuls nicht gehabt hätte dann würde ich sagen war Leponex sehr gut, es hatte auch eine gute Wirkung. Man hat geschlafen wie ein Baby und die Müdigkeit ging am Tag, ich bin aber Abends um halb acht eingeschlafen. Man sollte kalkulieren das man 10-12 Stunden mit dem Medi fest schläft. So war das bei allen die ich mit Leponex kennen gelernt habe, vielleicht wird das nach der Zeit weniger ich hatte es nur ca. 8 Wochen.
Ich habe auch drei kennen gelernt die nahmen das schon ca. zwanzig Jahre und wollten auf keinen Fall was anderes.
Es ist einen Versuch wert es kann sein das du sonst nichts anderes mehr brauchst.
Autor Himbeere
registriert
#9 | Gesendet: 13 Okt 2017 06:57
Die Tabelle von Deuteron finde ich interessant. Ich nehme seit ein paar Jahren Amisulprid. Das mit der Prolaktinwerterhöhung stimmt. Von den Auswirkungen her bei mir als Frau ist der Busen etwas gewachsen und ich bekomme meine Periode nicht mehr. Mit beidem kann ich gut leben. Mich macht es nicht müde.
In Krisenzeiten bekomme ich 600mg /Tag. Aktuell nehme ich 100 mg morgens und 200 mg abends.
Autor Rotwein
registriert
#10 | Gesendet: 13 Okt 2017 09:48
Hallo,

also das sind ja gute Neuigkeiten. Der Penis verkrüppelt bei Amisulprid? Sowas habe ich auch noch nicht gehört. :D

@ Deuteron: Wie haben sich die Probleme beim Amisulprid bemerkbar gemacht?
Und danke für dein Engagement - Forenbeiträge, eine Tabelle und persönliche Erfahrung. Das nenne ich Einsatz. Aber warum musste bei dir Amisulprid abgesetzt werden? Und wie können die Hoden irreversibel geschädigt werden? Kann das auch passieren, wenn man seinem Körper das Testosteron künstlich zuführt?

@ Gammelfleisch: Ich war in der Klinik wegen einem Rezidiv, weil ich vorher nur Xeplion bekommen habe und die Spritze verpasst habe. Dann sind die in der Klinik mit dem Risperidon hoch, was nichts gebracht hat und dann sind die mit dem Risperidon wieder runter, haben gemerkt, dass es nichts gebracht hat und dann wollte die Oberärztin, dass ich 10mg Fluanxol nehme, ich wollte 20 mg und bin 2-3 Tage drauf einfach gegangen, weil ich es nicht mehr in der Klinik ausgehalten habe. So komme ich zu meiner Medikation.

@ Melisse: Danke für deine Erfahrung.

@ Himbeere: Gut zu wissen.

@Dibadu: Also es gibt wohl doch Leute, die mit dem Leponex gut klarkommen :-) .
Autor Deuteron
registriert
#11 | Gesendet: 13 Okt 2017 11:57
@Rotwein

Ich hab das Amisulprid nie lange genommen, also die Wirkung war ganz ok, aber nur wenn ich 400mg genommen habe, alles darüber war mit Qualen verbunden.

Und wenn dann entscheide ich auch selber, wie viel ich einnehme und von welchen Medikamenten.

Und ich glaube auch bei Testosteron geht nicht mehr viel in der Hose.

Das ist ja so wie Anabolika und die machen auch einen Schrumpfpenis.
Autor Deuteron
registriert
#12 | Gesendet: 13 Okt 2017 12:08
Find gerade nicht so viel dazu...


WENN
Rod Stewart: Schrumpf-Penis wegen Steroiden

50 Jahre Drogenkonsum haben auch bei Rock-Legende Rod Stewart (68) Spuren hinterlassen. Während er in den wilden 60er und 70er Jahren vor allem mit Kokain und Marihuana herumexperimentierte, nahm er in den 80ern auch Steroide, um seine Stimme vor Konzerten zu kräftigen. Wie Rod dem Magazin Mojo verriet, hat dies jedoch seinem besten Stück geschadet.

https://www.promiflash.de/news/2013/05/15/rod-stewart-schrumpf-penis-wegen-steroiden. html
Autor Deuteron
registriert
#13 | Gesendet: 13 Okt 2017 12:20
Bei Testosteron bin ich mir aber nicht sicher musste mal Googlen.
Autor Gammelfleisch
registriert
#14 | Gesendet: 13 Okt 2017 14:22 | Edited by: Gammelfleisch
Ja und? Mein Ding is auch von 20cm (irgendwann mal als Teen gemessen) auf 18cm geschrumpft - is immer noch lang genug.
Aber nutzen tu ich es nicht so oft weil mir mit dem Valproat die Libido doch mehr geschrumpft ist.
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