Laien und Betroffene Diskussionsforum des Kompetenznetz Schizophrenie / Laien und Betroffene /

Patient hilflos in den Tod geschickt-letzter Stand

 Page Page 1 of 25:  1  2  3  4  5  ...  21  22  23  24  25  »» 
Autor MariosVater
registriert
#1 | Gesendet: 29 Okt 2009 12:15 | Edited by: Admin
Mit Datum vom 8.10.2009 wird mir mit einer Unterlassungsklage gedroht. Da aber meine Angaben alle zu belegen sind, sehe ich absolut keinen Anlass, die Seiten ...] aus dem Netz zu nehmen.
Stattdessen habe ich dort jetzt das Medikamentenprotokoll und den Bericht über die körperliche Fixierung veröffentlicht (nur einmal klicken). Zusätzlich beabsichtige ich, die erstellten Gutachten komplett zu veröffentlichen.
Dank an alle in diesem Forum für Hinweise und die moralische Unterstützung.

Günter Hagemeister


Lieber Herr Hagemeister,

wir mussten die von Ihnen angegebenen Links aus Sicherheitsgründen leider unkenntlich machen.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
admin
Autor Blaugenick
registriert
#2 | Gesendet: 29 Okt 2009 18:34
Mit nichts anderem habe ich gerechnet, und ich wünsche Ihnen Nerven, Kraft und Geld, dass Sie das durchstehen. Ich fürchte aber immer noch, dass man als Patient auch in Gerichtsverfahren ganz schlechte Karten hat.

Dringend erforderlich: ein Patientenrechtsrechtsgestz, das wegen "überborderdender Bürokratie" von den Ärzten selbstverständlich nicht für notwendig erachtet wird. Übrigens sieht es für die nächsten 4 Jahre auch nicht so aus, dass sich in dieser Hinsicht viel tun wird, wenn man doch mal sieht, welchen Beruf der Gesundheitsminister hat.

Infos hierzu: http://www.dgvt.info/1794.html?&tx_ttnews[year]=2009&tx_ttnews[month]= 05&tx_ttnews[day]=15&tx_ttnews[tt_news]=2023&tx_ttnews[backPid]=1794&c Hash=1ce8c5209d

Ich selbst habe eine Liste unterschrieben, die bei der Unabhängigen Patientenberatung auslag, in der ein solches Gestz gefordert wird.

Ich glaube, Eintreten für die Schaffung eines solchen Gesetzes in Form von z. B. Unterschriften sammeln oder in entsprechende Parteien eintreten und mitarbeiten, die dies befürworten, ist weitaus sinnvoller als gegen einen Riesen zu kämpfen, gegen den man im Moment noch garnicht gewinnen kann.

Die Zeit wird es aber richten.....
Autor eischa
registriert
#3 | Gesendet: 29 Okt 2009 18:49
lieber Günter,so sehr Dein Herz auch blutet,Du wirst sicherlich diesen Kampf nicht schaffen.Wäre ich an Deiner Stelle,hätte ich nicht anders reagiert.In was für einer Welt leben wir denn ,oder muss ich sagen müssen wir denn eigendlich leben.Meinen Sohn haben sie auch fixiert,schlimm für mich,habe mich am nächsten Tag darum gekümmert,wurde aufgehoben.Komisch,hätte ich mich nicht aufgeregt,wäre nichts passiert.Ärzte unter sich helfen sich immer und bekommen Unterstützungen,von denen wir nur träumen.Mein Sohn hat das Auto von seinem Psychater mit einem Knüppel total zerstöhrt.Keine Anzeige,komisch,obwohl er wußte wer es war.Du kannst Deinen Sohn nicht mehr zurückholen,aber Du kannst darauf achten,dadurch nicht selbst sehr krank zu werden.Er ist sehr ,sehr stolz auf Dich und möchte,daß Du gesund bleibst.Jeden Tag,schaut er auf Dich und sagt,bitte denke an Dich,bitte bleib gesund,denn ich liebe Dich.
Autor Sanjo
registriert
#4 | Gesendet: 29 Okt 2009 22:16
@ Hallo Günter,

Ich habe mir die Medikamentenprotokolle mehrfach angesehen.

Also ich bin kein Arzt und kann daher auch nicht angemessen beurteilen.

Aber wenn ich sehe, dass in dem Zeitraum von 02.08. bis zum Ableben von Mario 08.01., durchgängig Neuroleptika unterschiedlichster Art im ständigen!! Wechsel – ohne erkennbares System, einem Patienten verabreicht worden, da frage ich mich voller Entsetzen, wie das eine Gehirn und Körper – auch unter Einbeziehung der nicht unerheblichen Nebenwirkungen, schafft überhaupt auszuhalten, ohne Schaden zu nehmen ??!!

Im sehr kurzen Wechsel wurden Haldol, Leponex, Abifilly, Solian, Seroquel, Tavor und andere Medikamente, die ich nicht lesen kann, Mario verabreicht!! Mann!!! – das geht doch gar nicht!! Wie soll denn das gesamte Körpersystem – und vor allem auch das zentrale Nervensystem, mit dem ständigen Wechsel der Drogen zurechtkommen?? !!

Wenn in Anfangszeiten unterschiedliche Medikamente zwecks optimaler Einstellung, getestet werden, dann ist das normal. Aber was in diesen Krankenplättern aufgezeigt wird ... Hilfe!!!
Und der Versuch auf Einstellung auf ein!! Medikament, - so, wie es üblich ist und auch sinnvoll wäre, ist für mich überhaupt nicht erkennbar!!

Mal abgesehen davon sind diese Protokolle zuweilen sehr oberflächlich, liederlich geführt worden und zum Teil bestimmte Dinge im Nachgang durchgestrichen wurden (??)

Wie muss man denn das verstehen??

Eine Unterlassungsklage greift nach meinem Dafürhalten nicht! Sie hätte, nach meinem Rechtsempfinden erst dann Rechtsbestand, wenn in Deinen Veröffentlichungen Unwahrheiten enthalten wären. Dies ist nicht der Fall.

Deine Veröffentlichungen beziehen sich auf vorliegende, originale Arztprotokolle, die Dein!! Eigentum sind und die darfst Du jeder Zeit ins Internet stellen. Privatrechte hast Du damit auch nicht missachtet.

Das sich aus den Komplex der Informationen offene Fragen ergeben, die Dir bis heute niemand wahrheitsgemäß beantwortet hat und sich in der Folge Spielraum für eigene Gedankengänge ergeben, ist normal und nicht widerrechtlich.

Bleib dran!! und ganz viel Kraft...

LG
Sanjo ;-)
Autor Laura
registriert
#5 | Gesendet: 30 Okt 2009 01:11 | Edited by: Laura
Hallo Günter!

Ich bewundere Deinen Mut und Deine Unbeirrbarkeit, mit denen Du um Gerechtigkeit kämpfst. Du legst Dich dabei mit Leuten an, die unausgesprochen und inoffiziell ein hohes Maß an "Immunität" besitzen und gegen die die Erfolgsaussichten umso wackliger sind.

Dein Anliegen ist in der Tat brisant. Ein paar Ärzte fürchten Strafen und irgendwer befürchtet wahrscheinlich auch einen allgemeinen Vertrauensverlust in die Psychiatrie und somit eine neue Generation von Patienten und Angehörigen, die sich nicht mehr alles gefallen lässt. Aber das Besondere in diesem Fall ist, dass der Gegenseite keine Argumente übrig bleiben, denn Du teilst die Überzeugungen der meisten Psychiater, was in einer Klinik machbar und notwendig ist, um einem Patienten das Leben zu retten. Dinge wie geschlossene Abteilung, zu lange Verweildauer in der Klinik, zu viel Kontrolle kommen am ehesten aus dem antipsychiatrischen Lager und dieses wird von den Psychiatern nicht so ernst genommen. Aber Du vertrittst eben dieselbe Meinung wie die Psychiater, nur mit dem heiklen Punkt, dass all diese Dinge, die Psychiater selbst für nötig halten und für die sie oft genug zum Buhmann gemacht werden, eben von denselben nicht durchgeführt wurden. Du bist ganz einfach im Recht und kannst das auch noch durch die Krankenakte beweisen. Und da wird's erst richtig gefährlich im Disput mit Ärzten. Sie können es verkraften und würden auch von Nicht-Insidern gestärkt werden, wenn da mal wieder jemand 'nen Psychiater als "Projektionsfläche" für ganz anderen Frust nehmen würde. Sprich, wenn die Kritik haltlos wäre und darüber hinaus nichts Schlimmes passiert wäre. Aber weder bist Du ein Psychiatriepatient, den man schnell mit einem trotzigen Kind gleichsetzen kann noch geht es um einen Bagatellfall noch geht es darum, dass Du Übermenschliches von den betreffenden Ärzten erwartet hättest. Nein, Du kannst die Ärzte, die Deinen Sohn behandelt haben, tatsächlich und mit gutem Grund belasten, sei es mit dem Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung oder gar dem der fahrlässigen Tötung. Und gerade bei berechtigten Vorwürfen muss man sich gerade bei Ärzten warm anziehen, wie Du ja vor Jahren auch schon an Dir selbst erlebt hast.

Ich wünsche Dir alles Gute in Deinem Kampf. Jeder, der von dieser Geschichte erfährt, wird nicht umhin können, sich über Machtverhältnisse in der Psychiatrie Gedanken zu machen. Selbst wenn Du irgendwann würdest kapitulieren müssen, so kann ich mir nicht vorstellen, dass es die Verantwortlichen bis dahin völlig kalt gelassen hätte, auch wenn sie bis zum bitteren Ende das Pokerface aufgesetzt hätten. Und ich denke, damit wäre das wichtigste Ziel erreicht. Harte Strafen schaffen nicht automatisch ein Unrechtsbewusstsein beim Täter, wenn er auch immerhin aus dem Verkehr gezogen wird. Aber dass insbesondere Psychiatriebeschäftigte, die von diesem Fall erfahren, auf eindeutige Weise vorgehalten bekommen, dass sie sich nur dann mit der Verantwortung ihres Berufes brüsten können, wenn sie diese Verantwortung auch tatsächlich ernst nehmen und sei es "nur", indem die ganz Abgebrühten endlich mal Gewissensbisse bekommen, ich denke, das wird auf jeden Fall dabei herausspringen.

Viele Grüße

Laura
Autor Heidi
registriert
#6 | Gesendet: 30 Okt 2009 12:13
Hi Sanjo,

mir persönlich sagt dieses Medikamentenprotokoll nur ein Wort:

Non-Response

Die Reaktion der Damen und Herren Psychiater auf Non-Response ist wiederum üblich, wenn auch nicht sinnvoll, nämlich mehr von einer unwirksamen Methode anzuwenden. Ich glaube es war Molly, die vor einiger Zeit hier mal die Medikamentenliste einer Kollegin aus der Werkstatt eingestellt hat, die sah noch schlimmer aus.

Es wurde auch noch Ergenyl verabreicht, was ein Mittel gegen Epilepsie ist.

Solche Dokumente bestätigen mich in meinem Entschluss, zu diesen Menschen einen Sicherheitsabstand zu halten.

Hi Günter,

ich wäre nicht so zuversichtlich, dass die mit der Unterlassungsklage nicht durchkommen, weil du ja "nur" die Wahrheit veröffentlicht hast. Gerade in Psychiatriekreisen wird die Wahrheit oftmals als diffamierend und beleidigend angesehen.

Ich wünsche dir, dass David gegen Goliath triumphiert.

Heidi
Autor Sanjo
registriert
#7 | Gesendet: 30 Okt 2009 13:21
@ Hallo Heidi,

Non-Response ergibt sich aus meiner Sicht aus der Tatsache, dass man den Medikamenten nicht die erforderliche Zeit gegebene hat, sich als „Spiegel“ aufzubauen, um dann auch wirksam zu werden.

Wenn man alle naselang ( innerhalb von nur wenigen Tagen / Stunden ) Neuroleptika unterschiedlichste Art verabreicht, wird Non-Response regelrecht begünstigt, wenn nicht gar aufgebaut.

Bei genauer Betrachtung muss man auch sehen, dass es bei den sehr!! kurzweiligen und sehr unterschiedlichen NL / Medikamentenwechsel , sich auch sehr schwer kontrollierbare Wechselwirkungen auftreten können.

Das Protokoll zum Verhalten des P. Mario und nicht zuletzt die Fotos dazu, dokumentieren das ausdrücklich!! und sprechen Bände!!

Eigentlich war ja angedacht, den jungen Mann zu heilen! Die Bilddokumentation und!! die detaillierten Inhalte der Protokolle beweisen aber, dass es dem Patienten zunehmenden schlechter ging. ( Behandlungsdauer immerhin: seid August ...im Folgejahr Januar verstorben!)

Bei den Protokollen handelt sich um Unterlagen aus dem behandelten KH , die auch!! mit handschriftlichen!! Protokollen, eine 1:1 Widergabe darstellt, von dem, wie man M. „behandelt“ hat.

Eine medizinisch nachvollziehbare Kommentierung dazu bzw. eine überzeugende Gegendarstellung, dürfte da recht schwierig werden.

Und ich gehe mal zuversichtlich davon aus, dass im nächsten Verfahren darauf bestanden wird, dass UNABHÄNGIGE GUTACHTER, eingesetzt werden.

Beten bitte!!

LG
Sanjo
Autor stoerer
Gast
#8 | Gesendet: 30 Okt 2009 21:17
mmh, günther hat wohl doch nen fehler begannen, er nannte das krankenhaus wo es geschah. sowas darf man nicht öffentlich tun.
sei es wie es solle. auch wenn er den fehler tat, sollte er weiterkämpfen. den fehler kann man dann als zweifellos abgelten. also niemals einschüchtern lassen.
lg iguddi
Autor stoerer
Gast
#9 | Gesendet: 30 Okt 2009 21:31 | Edited by: Admin
@ günter, wenn ich mal was empfehlen darf. internet ist die letzte möglichkeit jemanden zu schaden. natürlich steht dir frei ne meinung zu äussern, nur du darfst kein krankenhaus deformieren.
natürlich kriegste dann ne unterlassungsklage.
sowas gehört in einen gerichtssaal, nirgendwo anders hin.
schreibste aber in foren weiter und deformierst krankenhäuser, wird dich das problem ereilen, das du eh das ganze systhem ka**e findest. hura, jetzt biste in der schublade.
wenn ich du wäre, alles ausm netz raus, falss du ne klage anstrebst.
wenn du der meinung bist, das du nicht klagen kannst, kannste locker das netz zumüllen. problem ist es wird irgendwann als müll akzeptiert werden.
sonst darfste infos einholen, mehr ncht.
ich hoffe du hast nen guten anwalt.
lg iguddi
Autor Sanjo
registriert
#10 | Gesendet: 30 Okt 2009 22:05
@ .. . bloß mal fix ... iguddi ...

Gerichtsurteil

LG
Sanjo
Autor stoerer
Gast
#11 | Gesendet: 30 Okt 2009 22:31
@ sanjo,
klar jetzt weiss ichs*g*
ich sollte anwalt werden*g*
also wir *rofln* mal ne runde.
lg iguddi
Autor Sanjo
registriert
#12 | Gesendet: 2 Nov 2009 18:39 | Edited by: Admin
@ Hallo Günter,

zunächst möchte ich mich den Ausführungen von Laura anschließen.

Ich habe mir die Gutachten einmal angesehen- das heißt einen Großteil davon. Den Rest schaue ich mich auch noch in Ruhe an.

Das Gelesene der Gutachten habe ich mit dem Krankheitsverlauf der vorliegenden KH – Akte abgeglichen.

Ich möchte Dich jetzt nicht mit detaillierten Einzelheiten quälen. Ich denke, Du hast selbst die Unzulänglichkeiten der vorliegenden Gutachten erkannt. Sonst hättest Du sie nicht ins Netzt gestellt.

U.a. fehlen die medizinisch wichtigsten und relevanten Eckdaten!!, die weder erwähnt, noch aus Sicht des Gutachters eingeschätzt oder in irgendeiner Weise begutachtet wurden.

Kein Wort darüber, dass Marios Diagnose F25.2. ( gemsichte!! schizoaffektive Störung), mit heftigen Gemütsbewegungen einhergeht und dass sich in Verbindung mit dem Krankheitsverlauf laut KH –Akte, Urlaubstage für Mario ohne!! begleitenden Schutz, grundsätzlich verbietet!

Weitere Ausführungen zu noch anderen Auffälligkeiten, die im Vergleich zur KH –Akte überhaupt nicht!!!! schlüssig sind ,verkneife ich mir !!

Fazit von dem, was ich bis jetzt schon gelesen und geprüft habe: Die Gutachten sind in sich widersprüchlich, unvollständig, oberflächlich und wirken manipuliert, unglaubwürdig und lassen damit eigentlich nur den Schluss zu, dass man hier jemanden „passend“ bedient hat.

Herr F. z.B., weis um die Tatsache das medizinische Unterlagen im nachhinein von der behandelnden Ärztin nachkorrigiert wurden, ein Umstand, auf den die zuständige Staatsanwaltschaft auch überhaupt nicht reagiert hat (?)!!

So wie die Staatsanwaltschaft auch auf die gesammelten Werke von Ungereimtheiten insgesamt nicht!! reagierte!!

Da stellt die Frage, in wie weit hier, die in dem Grundgesetz verankerte RECHTSSICHERHEIT noch gegeben ist, die u.a. auch darauf abstellt, dass diese geschützt werden soll mit der Beständigkeit des Rechts das Vertrauen der Bürger in die rechtliche Regelung. ( * Auszug aus Wikipedia)

Wenn wir vom Staat eingesetzten Anwälten = Staatsanwälten nicht mehr trauen können, wem dann ???

Ich wünsche Dir alle Kraft, die Du brauchst und dass Du weiter kämpfst. Pass gut auf Dich auf!! Und wenn möglich ...halt uns bitte auf den Laufenden.

Danke.

aufgebracht – deprimiert ;-( !!
Sanjo


Liebe Sanjo,

einfach zur Vorsicht haben wir den Namen des Gutachters in deinem obigen Beitrag nur mit einem Großbuchstaben genannt.

Freundliche Grüße
admin
Autor Sanjo
registriert
#13 | Gesendet: 3 Nov 2009 12:46
@ Hallo admin,

ist in Ordnung. Danke.

LG
Sanjo
Autor Nomi
registriert
#14 | Gesendet: 3 Nov 2009 15:02 | Edited by: Nomi
Hallo Günter,

Das ist ja echt der Hammer und ich freue mich über deine Kraft und deinen Mut!
Du kämpfst wie ein Löwe und man kann nur hoffen, dass du diesen Kampf auch gesund überstehen wirst!
Solche Mühlen mahlen langsam und das macht einen mürbe/ müde und krank!
Pass auf dich auf und ganz viel Kraft und Gesundheit!

(Da ich auch Schizophrenie habe, bin ich besonders über den Leidensweg deines Sohnes sehr betroffen.)

LG, Nomi
Autor soria
registriert
#15 | Gesendet: 4 Nov 2009 00:05
Lieber MariosVater,

mein Freund litt auch an Schizophrenie und hat sich selbst getötet.
Leider habe auch ich in der Psychiatrie keine Ärzte getroffen, denen an der Gesundheit meines Freundes wirklich etwas gelegen hätte. Er wurde 5 MAL !!!! zwangseingewiesen - mit der Polizei. Man hat ihn 5 Mal gehen nach maximal sechs Wochen wieder gehen lassen - mit den Worten: "Das war noch nicht das letzte Mal, der kommt wieder.!" Aber nach sechs Wochen war die Arbeit der Ärzte getan - mein Freund war einigermaßen wieder hergestellt - sprich: Unter Medikamente gesetzt....... und dann gab es (angeblich) keine Möglichkeit mehr, ihm weiter zu helfen. Aber man hat ihn sehenden Auges immer wieder entlassen - obwohl er auch fast jedes Mal als selbstmordgefährdet eingestuft worden ist.
Und obwohl ich ihn odt besucht habe und manchmal 10 Stunden bei ihm in der Geschlossenen verbracht habe, hat es keiner der Ärzte für nötig gehalten, mich mit einzubeziehen. Nach den sechs Wochen hieß es nur, ich solle mal bei der behandelnden Ärztin anrufen. Die wollte dann wissen, wie mein Eindruck von meinem Freund sei? Was erwarten die denn? Bin ich Arzt? Ich bin die Freundin..........
Was ich mit meiner Geschichte sagen wollte: Es werden wohl noch sehr, sehr, sehr, sehr viele Jahre vergehen, bis in der Psychiatrie ein wenig mehr Menschenwürde und Sorgfalt herrschen (mir fallen momentan keine anderen Begriffe ein)......
Menschlichkeit und Interesse für das Schicksal des Einzelnen kann man dort eh nicht erwarten.
Ich bedaure, meinen Freund dort hingebracht zu haben - aber ich wusste in der jeweiligen Situation nicht mehr, was ich tun sollte. Und ich wollte ihm helfen und wollte, dass es ihm wieder besser geht. Ich weiß nicht, was gewesen wäre, wenn er nie in die Klinik gekommen wäre
Soria
 Page Page 1 of 25:  1  2  3  4  5  ...  21  22  23  24  25  »» 
Laien und Betroffene Diskussionsforum des Kompetenznetz Schizophrenie / Laien und Betroffene / Patient hilflos in den Tod geschickt-letzter Stand Top
Ihre Antwort Click this icon to move up to the quoted message

» Name  » Passwort 
Nur registrierte Benutzer können hier schreiben. Bitte geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein bevor Sie eine Nachricht schreiben, oder registrieren Sie sich zuerst.
 
Diskussionsforum
Möchten Sie Gespräche mit Angehörigen, Patienten und interessierten Laien führen oder zu einzelnen Themen Stellung beziehen, Ihre Ansichten und Erfahrungen mitteilen? Das Diskussionsforum für Betroffene bietet Ihnen hierzu Gelegenheit. Selbverständlich können Sie auch die Diskussion zu neuen Themenfeldern eröffnen. Das Forum ist offen für alle und anonym. Es ist jedoch erforderlich, dass Sie sich zuvor ein Log-In mit frei wählbarem Benutzernamen und Kennwort anlegen.
Das Diskussionsforum versteht sich als Plattform, die Laien und Experten gleichermaßen zugänglich ist, um so den Austausch zwischen und innerhalb der Gruppen zu fördern. Darüber hinaus sind engagierte Kooperationspartner im Kompetenznetz-Schizophrenie bemüht, die Beiträge im Diskussionsforum aus medizinisch-fachlicher Sicht regelmäßig zu sichten und im Rahmen allgemeiner Nutzungsbedingungen zu beantworten. Hierbei bleiben u.a. eine individuelle medizinische Beratung und Diagnostik ebenso wie die Gewährleistung eines Anspruchs auf Antwort ausgeschlossen.
Für die einzelnen Beiträge sind die jeweiligen Autoren verantwortlich. Dem freien Meinungsaustausch sind jedoch Grenzen gesetzt, wo diese gegen ethische, moralische und rechtliche Normen verstoßen. Sofern Beiträge dieser Art bekannt werden, behalten sich die Administratoren des Forums vor, diese zu löschen und ggf. rechtliche Schritte gegen den Verfasser einzuleiten. Machen Sie bitte die Netzwerkzentrale hierauf aufmerksam. Danke.
Kontakt: info@kompetenznetz-schizophrenie.de
Nutzungsbedingungen
Die Beiträge im Diskussionsforum obliegen der Verantwortung der jeweiligen Autoren.
  • Medizinisch-fachliche Antworten aus dem Kompetenznetz Schizophrenie sind als solche durch das Kürzel KNS gekennzeichnet.
  • Das Kompetenznetz Schizophrenie übernimmt keine Gewähr, dass jede medizinische Anfrage im Diskussionsforum von Kooperationspartnern im Netz beantwortet wird.
  • Medizinisch-fachliche Beiträge im Diskussionsforum ersetzen keine honorarpflichtige Beratung und Diagnostig durch einen Arzt / eine Ärztin oder einen Therapeuten / eine Therapeutin. Zur Abklärung von Symptomen, therapeutischer Behandlungsweisen etc. bleibt die honorarpflichtige Konsultation eines Arztes / einer Ärztin oder Therapeuten / Therapeutin erforderlich.
  • Das Kompetenznetz Schizophrenie übernimmt keine Haftung für Beiträge, wenn Auskünfte entgegen ihrer Zweckbestimmung zur Selbstdiagnostik und Selbstbehandlung verwandt werden.
  • Das Kompetenznetz Schizophrenie übernimmt keine Haftung für Beiträge, die gegen etische, moralische und rechtliche Normen verstoßen, wird jedoch bei Bekanntwerden jeden Beitrag dieser Art löschen und behält sich vor, bei grober Fahrlässigkeit rechtliche Schritte gegen den Urheber des Beitrags einzuleiten.