Stichwort: Persönliche Rache?
Der erste Link auf meiner Seite
http://psychiatrie.kilu.de/. lautet:
Schon Marios Schwester starb durch Ärztepfusch in der Geburtshilfe.
Dieses Bild, das sich beim Anklicken öffnet, fand ich per Zufall vor einiger Zeit auf unserem Dachboden.
Da ist mein Vater. Auch er hat im ersten Verfahren acht Jahre lang gekämpft.
Das und der Kummer um seine erste und einzige Enkelin, hat fraglos seine Lebenszeit deutlich verkürzt.
Meine Mutter, nicht im Bild, konnte sich danach kaum noch über irgendetwas freuen.
Sie kümmerte sich aufopfernd um ihr sehr krankes Enkelkind bis zu dessen qualvollem Tod. Sie lebte danach nur noch sehr zurückgezogen.
Meine Tochter in den Armen ihres Großvaters: Acht Jahre Dauerqualen und dann ein sehr qualvoller und lange dauernder Tod.
Eine falsche Spritze und ein zu spät erfolgter Kaiserschnitt waren die Ursache für ihren gesundheitlichen Zustand.
Meine erste Frau: Sie war in Engländerin und eine bekannte und begnadete Künstlerin. Noch heute findet man im Netz auf einer Seite in England Bilder von ihr, wenn man mit ihrem Mädchennamen „Leonie Bainbridge“ sucht.
Nichts davon blieb danach übrig. Der Stern war erloschen. Es begann ein Weg durch verschiedene Kliniken in Deutschland und in England.
Und ich stand allein mit der Frau in der einen Klinik, der Tochter in der anderen Klinik und dem kleinen Sohn, um den sich, Gott sei Dank, die Gr0ßmutter kümmerte.
Und ich selbst: Jahre später war ich jüngster Rektor einer Schule in NRW. Im zwanzigsten Jahr als Schulleiter kam dann der totale Zusammenbruch.
Nach Marios Tod habe ich nämlich kaum noch schlafen können. Der Blutdruck lag bei 185 zu 135 – trotz Medikamenten.
Inzwischen bin gesundheitlich wieder einigermaßen dabei. Das hat aber sehr lange gedauert.
Damals, nach der zweiten gewonnenen Gerichtsinstanz, bat ich den damaligen Rechtsrat des Kreises inständig, auf einen Gang zum BGH zu verzichten, um den dauernden nervlichen Druck endlich von unserer ohnehin schon sehr belasteten Familie zu nehmen.
„Es würde ohnehin zu keinem anderen Ergebnis kommen und würde nur weitere 20.000 DM Kosten verursachen“, war mein Argument.
„Na und, das sind doch eh nur Steuergelder“ Das war tatsächlich damals die Antwort, die ich erhielt.
Gut ein Jahr später war das Urteil des BGH da. Marleen lebte danach nur noch ganze vier Wochen.
Das Verhalten der Gutachter damals war genau so wie heute.
Am 1.11.2005 versuchte ich wiederholt eine Verlegung meines Sohnes in unsere Nähe zu erwirken.
Als mir das nicht gelang, bat ich den Oberarzt in Rostock mit Blick auf die Ereignisse am und nach dem 1.10.05 und dem Schicksal seiner Schwester, in Zukunft besonders und besser aufzupassen.
„Einen zweiten derartigen Schlag kann ich wohl kaum verkraften. Und sollte es dazu kommen, dann gibt es als Ergebnis wohl nur zwei Möglichkeiten: Entweder Ihr bekommt mich auch als Patienten oder ich bekämpfe Euch für den Rest meines Lebens.“
So habe ich das bei dieser Gelegenheit deutlich gesagt, als es mir nicht gelang, eine Verlegung meines Sohnes zu erreichen.
(Bitte beim Lesen dieser Aussage die Vorkommnisse am 1.10. nicht vergessen!) Unser Hausarzt war bei diesem Gespräch anwesend.
Wenn man nach derartigen Schiksalsschlägen ganz allein ist, und es absolut keine Hilfe da, und man hat noch das Empfinden, gezielt jahrelang unfair getreten zu werden, dann greift man zu jedem Strohhalm von dem man sich eine Hilfe verspricht.
Ich habe diese Situation nunmehr zweimal durchlebt.
Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder man gibt auf und resigniert, auch das hat Folgen, oder man kämpft.
Ich habe mich für die zweite Möglichkeit entschieden. Das, denke ich, bin ich meinen Kindern schuldig.
"Der Verlust eines Kindes wird als so einschneidend erlebt, dass Eltern meinen, es wäre ein Stück von ihnen gestorben. Es ist ein Schmerz, der niemals aufhört."
Auch das steht auf meiner Seite im Netz unter dem Bild mit dem Grabstein meiner beiden Kinder.
Es ist 2.20 Uhr in der Nacht- es ist wieder eine dieser langen und wachen Nächte mit immer wiederkehrenden Erinnerungen.
Was/ wie soll ich nach diesen uns zugefügten Härten bis zum heutigen Tag überhaupt empfinden / leben können?
Diese Erinnerungen begleiten mich ununterbrochen, egal wo ich bin und wohin ich reise.
Deshalb werde ich weiterhin alles tun, um zu verhindern, dass die dafür Verantwortlichen sich so einfach mit Tricks und falschen Aussagen aus der Verantwortung herausmogeln können.