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ich habe Achtung vor Euch!

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Autor eischa
registriert
#91 | Gesendet: 1 Aug 2010 08:58
danke Doris,nicht heut,heut muß ich leider 15 Stunden arbeiten,aber nächsten Sonntag ist es dann soweit,daß ich meinen Sohn drücken kann.Danke Dir für Deinen Zuspruch.nette Grüße eischa
Autor Doris316
registriert
#92 | Gesendet: 1 Aug 2010 13:19
Hallo eischa,

ach so, ich dachte der Besuch ist heute dran.

Wo wir schon bei rechtlichen Themen waren: 15 Stunden Arbeiten verstößt hochgradig gegen das Arbeitszeitgesetz. Oder bist Du in einem Beruf auf einem Arbeitsplatz, wo Sonderregelungen gelten?

Der Gesetzgeber hat nicht umsonst eine Obergrenze von 10 Stunden täglich (auch das nur als Ausnahme) festgelegt. Wir sind nicht auf Dauerstress angelegt. Wie hängen Dein dauerndes am-Limit-sein und Deine Arbeitsbelastung zusammen?

Lieber Gruß
Doris
Autor eischa
registriert
#93 | Gesendet: 1 Aug 2010 13:56
liebe Doris,leider stimmt es und diese ganze Geschichte schon seit 20 Jahren,niemals einen Tag frei schon 20 Jahre nicht,niemals Urlaub,es war schon sehr hart,aber wir sind selbstständig tätig.Habe deshalb oft weinen müssen.Ich stand mit 40 Fiebe,ich stand mit Gibsbein,ich stand immer.liebe Grüße eischa
Autor Wolf
registriert
#94 | Gesendet: 2 Aug 2010 20:54
Helene,

ich muß dich enteuschen.
Meine "Ich-Grenzen" sind mit Sicherheit nicht verschwommen.

Ich bin aber in einer Zeit geboren, wo man sich gegenseitig geholfen hat.
Ich bin auch nicht gläubig, aber wie beantwortest du die Frage, wer dein Nächster ist?
So viele Menschen sagen, dass sie gläubig sind, können aber diese einfache Frage nicht beantworten.

Gruß vom Wolf
Autor Wolf
registriert
#95 | Gesendet: 2 Aug 2010 21:02
Hallo Eischa,

das finde ich schlimm.
Ich denke, dein Sohn ist wohl in Deutschland zur Schule gegangen. Aber was hat man ihm beigebracht? Ich vermisse in den Schulen die soziale Kompetenz. Auch die hätte helfen müssen, deinen Sohn auf dem richtigen Weg zu bringen. Da hat unser Staat schon wieder versagt. Oder waren die Lehrer überfordert, weil sie selbst keine Unterstützung bekamen?

Gruß vom Wolf
Autor Helene
registriert
#96 | Gesendet: 2 Aug 2010 23:17 | Edited by: Helene
Hallo Wolf,

jetzt hab ich extra nochmal nachgeguckt. Ich habe nirgendwo behauptet, daß deine Ich-Grenzen verschwommen seien, lediglich doris Frage aufgegriffen und dazu etwas geschrieben. Da sie in der Frage dich angesprochen hatte, hast du das dann wohl auf dich bezogen, es war aber allgemein gemeint, und ich schließe mich selber da auch ein. Auch mir fällt es mitunter schwer, mir die Sache eines anderen nicht zu sehr zu eigen zu machen.

Helfen ist gut, aber nicht alles, was unter dem Namen "Helfen" daher kommt ist auch wirklich Hilfe. Wenn man etwa einem Kind immer hilft, gibt man ihm auf der anderen Seite keine Chance, mal seine Probleme selber zu lösen und dann auch zu recht stolz darauf zu sein. Wenn ich meinem Kind jeden Stein aus dem Weg räume, sage ich ihm damit, daß ich ihm nichts zutraue.

Gläubig bin ich übrigens nicht, dafür unwissend:-), und deine Frage wer für mich der Nächste sei, habe ich nicht verstanden.

Gruß, Helene
Autor Paulina
registriert
#97 | Gesendet: 3 Aug 2010 05:29 | Edited by: Paulina
Morgen

Wolf:
Aber was hat man ihm beigebracht? Ich vermisse in den Schulen die soziale Kompetenz. Auch die hätte helfen müssen, deinen Sohn auf dem richtigen Weg zu bringen.

Das mag ich nicht so stehen lassen. In erster Linie ist das Elterhaus der Ort, wo Persönlichkeitserziehung stattfinden sollte. Diese Verantwortung kann man nicht am Schultor beim staatlichen System abgeben. Bei 30 Schülern in einer Klasse, die ich 1/2 Stunden am Tag sehe kann das nicht geleistet werden. Die meisten Lehrer, die ich kenne sind da echt engagiert und zeigen auch gerne weitere Hilfen auf. Da wird dann schnell Abstand genommen und erklärt, man wird in häuslicher Umgebung mehr darauf achten. Ne ne, das Grundgerüst muss im Elternhaus gebaut werden, schon bei den Kleinsten, daran kann dann das System anknüpfen und ausbessern, wenn´s wackelt. Man muss dann aber auch annehmen, kooperieren und am Ball bleiben. Wenn Kritik am System fällig ist, Lehrer sich nicht korrekt verhalten, dann muss man das umgehend zur Sprache bringen. Auch da ist man als Eltern zuerst gefragt. Wollte der Staat mehr an Erziehung übernehmen, muss er dafür Stellen schaffen. Dafür ist aber kein Geld da. Man darf gespannt sein, was aus der Idee der Ganztagsschulen wird. Wird kein Lehrer oder anderweitig pädagogisch Verantwortlicher eingestellt, muss man nicht mehr erwarten als ein warmes Mittagessen.

LG Paulina
Autor Joere
registriert
#98 | Gesendet: 3 Aug 2010 11:13
Da stimme ich dir zu.....Paulina

Grüssle Jöre
Autor solaria
registriert
#99 | Gesendet: 3 Aug 2010 19:10
hallo,
wollen wir wirklich, daß unsere Kinder in allen Dingen vom Staat gelenkt werden? Ich meine, das hat Deutschland 2x hinter sich...1x liegt etwas länger zurück...das 2. Mal nicht ganz so lange.
Wenn ich Kinder zur Welt bringe, ist es meine..(also jetzt an Vater und Mutter gedacht) Aufgabe, meinem Kind Werte zu vermitteln, es zu einem lebenstüchtigen Menschen zu erziehen. Wie Paulina schreibt, ich kann die Verantwortung nicht am Schultor abgeben.
Die Aufgabe von Lehrern ist es, Lernstoffe zu vermitteln...sie sind keine Ersatzeltern.
Jedes Kind hat doch eine eigene Persönlichkeit..wie soll es ein Lehrer schaffen, das individuell zu fördern?
Das würde nur mit Eintrichtern von Einheitsdenken funktionieren...wo wir bei meinem 1. Satz wären...

lg solaria
Autor Wolf
registriert
#100 | Gesendet: 3 Aug 2010 21:39 | Edited by: Wolf
Hallo,

nun fallt mal nicht gleich über mich her. Sicher, sicher das...

Nur ist der Staat so gar nicht aus der Plicht, denn es bleibt nun mal gemeinschaftliches Interesse, das z.B. kein Drogenhandel an Schulen stattfindet. Und er findet statt.
Die Plichten des Elternhauses sind doch unbenommen und von mir niemals in Frage gestellt.
Nebenbei gemerkt, habe ich gute Lehrer in meiner Familie.

Und nun stellt euch einmal vor: Es GIEBT soziale Spannungen in Schulen. Gut geschuhlte Lehrer können die abbauen und tun das ständig. Oft sind sie aber tatsächlich überfordert. Das genau wurde erkannt. Seither ist da vieles passiert. Aber dass ein Kind nur zum lernen in die Schule geht, ist doch einfältig gedacht. Genau hier unter Gleichaltrigen beginnen sie gerade in der Pubertät ihre eigene Sozialkompetenz auszuprobieren.

Fragt doch sonst bitte selbst mal Pädagogen. Die können das besser erkären als ich mit meiner mangelnden Kommunikationsfähigkeit.

Gruß vom Wolf
Autor Paulina
registriert
#101 | Gesendet: 4 Aug 2010 06:39
Morgen Wolf

Wir fallen nicht über dich her ;-).
In jeder Gemeinschaft findet soziales Lernen statt (schlechtes z.B. in Gewaltbeherrschten Familien oder einer kriminellen Clique) sicher. Einfluss von Cliquen ist mit zunehmendem Alter auch maßgebend. Eine Persönlichkeit ist aber da schon zumindest angedeutet, Werte (welcher Art auch immer) vermittelt.

Wolf:
Und nun stellt euch einmal vor: Es GIEBT soziale Spannungen in Schulen.

Das streitet niemand ab. Die meisten Lehrer sind neben Lehren auch pädagogisch engagiert, aber wie ich schon geschrieben habe, haben sie ihre Grenzen. Das was manchmal nötig wäre um auszugleichen, können Lehrer allein nicht leisten. (haben auch nicht die dazu nötige Ausbildung) Da braucht es mehr. Wenn zuhause z.B. gelernt wurde seine Interessen mit Gewalt durchzusetzen, sind Lehrer sicher schon mehr als genug gefordert, sie weisen in solchen Fällen oft auf zusätzliche Hilfen hin oder schreiten in der Regel ein. Wenn das nötige Rüstzeug aber nicht gegeben ist, Kooperation verweigert oder Desinteresse besteht bauen auch Lehrer auf Sand. In selbigen stecken auch manche Eltern ihren Kopf statt frühzeitig zu intervenieren oder sie sind schlichtweg mit ihrer Aufgabe überfordert.
Ein Beispiel: Von 30 Schülern sind am Elternabend vllt. 10 /15 Leutchen da (Gymnasium) wie es auf anderen Schulen aussieht, weiß ich nicht. Da gehts meistens um organisatorische Dinge und Anlaufstellen (!) die man bei Problemen hat. Manchmal gibt der Lehrer sogar noch die Privatnummer heraus und ist jederzeit (!) erreichbar. Mehr als er müßte aber erreicht er jede/ n? Ist das Kind in den Brunnen gefallen soll er dann Schuld sein, nö. Würden alle Lehrer nur Dienst nach Vorschrift machen, würde man aus dem Staunen nicht herauskommen. Würden alle Eltern wenigstens Dienst nach Vorschrift machen, wäre vieles sicher einfacher. Wer das nicht kann braucht Hilfe und die muss auch angenommen und umgesetzt werden sonst ist das nur heiße Luft.

LG Paulina
Autor Doris316
registriert
#102 | Gesendet: 4 Aug 2010 07:07 | Edited by: Doris316
Hallo,

an immer mehr Schulen gibt es mittlerweile auch Schulsozialpädagogen. Sicherlich sinnvoll, aber es müssten viel mehr eingestellt werden, nicht nur an extremen Brennpunktschulen.

Letztendlich ist das dann wieder eine Frage dies lieben Geldes...

Grüßle von
Doris
Autor Wolf
registriert
#103 | Gesendet: 4 Aug 2010 21:52
Genau Doris,

dafür zahle ich z.B. gerne Steuern. Auch mehr, wenn es sein sollte.

Gruß vom Wolf
Autor Wolf
registriert
#104 | Gesendet: 4 Aug 2010 22:05 | Edited by: Wolf
Hallo Paulina,

du brauchst dich nicht wiederholen.
Hast du Kinder? Und kennst du die Angst, dass Kinder trotz bester elterlicher Fürsorge und Erziehung durch die Schule auf die falsche Bahn kommen? Und genau das passiert nachweislich.
Mir scheint, du willst mich nicht verstehen. Gut damit kann ich leben.
Mit den realen Problemen aber sehr schlecht.

Gruß vom Wolf
Autor Paulina
registriert
#105 | Gesendet: 5 Aug 2010 05:20
Morgen Wolf

Doch ich kann dich verstehen und deine Ängste auch. Ich kann nur nicht nachvollziehen, wo die Schule verantwortlich ist, wer z.b. mit meinem Kind in einer Klasse sitzt. Den großen Einfluss der Peergroups bestreite ich nicht.
Paulina:
Einfluss von Cliquen ist mit zunehmendem Alter auch maßgebend.

Von Mobbing und anderen Spielchen kriegen Lehrer oft manchmal gar nichts mit, wenn mir das als Mutter auffällt, sprech ich ihn darauf an werde auch nicht abgewiesen.
Was erwartest du denn konkret mehr von den Lehrern? Hast du mal ein Beispiel für mich? Mit welchen Umständen hast du denn zu kämpfen? Du sagtest du vermisst in den Schulen die soziale Kompetenz, die ist aber bei den meisten Lehrern wohl gegeben nur geht vieles über deren Kräfte hinaus.

Doris316:
Letztendlich ist das dann wieder eine Frage dies lieben Geldes...

Da sind wir uns einig. Daher bin ich auch für mehr pädagogisches Personal, dass verhindern aber nicht die Schulen sondern die Finanzköppe die unser Geld leiber anderen "wichtigen" Dingen in den Allerwertesten blasen.

LG Paulina
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