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GUten Morgen

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Autor blackadder
registriert
#2,731 | Gesendet: 17 Aug 2018 11:13
ingo und armleuchter,
bei den 200 mg Amisulprid geht es um Ersterkrankte. Ihr braucht mehr und mehr, weil eure Gehirne sich an das Zeug gewöhnt haben. So wie ein Alki auch nach und nach immer mehr braucht, damit er überhaupt noch was merkt.
Das ist ja gerade der Grund für die Strategie, Neuroleptika nur minimal einzusetzen. Ihr seid also der Beweis dafür, dass Aderhold recht hat.

Viele Grüße
blackadder
Autor oedipus
registriert
#2,732 | Gesendet: 17 Aug 2018 12:01
blackadder:
Ihr

Bei "Ihr" gehen bei mir leicht die Alarmglocken an und melden: Gefährlich! Abseitsfalle!

:-)
Autor blackadder
registriert
#2,733 | Gesendet: 17 Aug 2018 13:23 | Edited by: blackadder
Hallo oedipus,
Ihr bezieht sich auf ingo und armleuchter, die beide sagen, dass sie eine so hohe Dosis Amisulprid brauchen, obwohl Studien belegen, dass Ersterkrankte nur 200 mg Amisulprid für eine antipsychotische Wirkung benötigen, also bei 200 mg Amisulprid 50% - 70 % der D2-Dopaminrezeptoren belegt sind. Die notwendige höhere Dosis ist ein Beleg für die Gewöhnung des Gehirns, entweder durch Upregulation oder durch Supersensitivität, oder vielleicht auch eine Erhöhung der Dopaminproduktion.

Für eine antipsychotische Wirkung reicht die Betrachtung der D2-Blockade aus.
"Atypische" Neuroleptika blockieren noch andere Rezeptoren. Das hat aber nichts mit der antipsychotischen Wirkung zu tun, sondern sie sind schmutzige Drogen. Durch die Blockade anderer Rezeptoren soll eine bessere Akzeptanz der Medis erreicht werden.

Viele Grüße
blackadder
Autor LightnessIII
registriert
#2,734 | Gesendet: 17 Aug 2018 13:47
blackadder:
Ich sehe nicht den geringsten Grund, da einen Unterschied zu machen.

Ich schon. Allein schon aufgrund der Physiologie und Physiognomie von Männern und Frauen ist da ein großer Unterschied.
Ich finde, die Pharmas nehmen darauf viel zu wenig Rücksicht.
Und Aderholt kann sich als Mann eben nicht, in die Problematik von Frauen versetzen. Er kann es nun einmal nicht.
Autor Gammelfleisch
registriert
#2,735 | Gesendet: 17 Aug 2018 14:16
Armleuchter:
Volkmar Aderhold schreibt Scheiße. Laut ihm würde mir 200 mg Amisulprid reichen.

Ja, der ist nicht mehr ganz dicht. Der meint, 2mg Abilify hätten schon einen ausreichenden antipsychotischen Schutz. Sowas kann man echt nicht ernstnehmen. Das ist reine Placebo-Behandlung.
Autor blackadder
registriert
#2,736 | Gesendet: 17 Aug 2018 15:00
Gammelfleisch
Du verteilst hier echt Fake-News, Gammelfleisch.

In Differential Effects of Aripiprazole on D2, 5-HT2, and 5-HT1A Receptor Occupancy in Patients With Schizophrenia: A Triple Tracer PET Study Seite 1415, Figure 1 wird die D2-Rezeptorbelegung von Aripripazole in Abhängigkeit von der Dosis dargestellt. Dort kann man leicht erkennen, dass bereits bei 2,5 mg Abilify eine D2-Rezeptorbelegung von 70 % erreicht wird. Das liegt genau im therapeutischen Fenster von 60 - 80 % Belegung der D2-Rezeptoren.
Autor Armleuchter
registriert
#2,737 | Gesendet: 17 Aug 2018 15:05
Naja , beim Reduzieren bin ich in langsamen Schritten vorgegangen. Pro Monat um 100 mg runter gefahren. Das ist genug Zeit , das sich die Dopaminrezeptoren wieder zurück bilden und trotzdem bin ich psychotisch geworden bei 200 mg.
Autor OptiGundi
registriert
#2,738 | Gesendet: 17 Aug 2018 15:11
Kann nichtsdestotrotz zu schnell gewesen sein oder das nicht alles reversibel ist. Wer weiss.
Autor blackadder
registriert
#2,739 | Gesendet: 17 Aug 2018 15:13
Ich bin in den ersten 6 Wochen um 10 % runter gegangen. War ok, aber teilweise recht anstrengend. Und jetzt gehe ich um 5 % runter alle 6 Wochen. Vorsicht ist die Mutter in der Porzellankiste. Die Neuroplastizität sollte man nicht überstrapazieren. Aber ich nehme Fluanxol.
Autor ingo
registriert
#2,740 | Gesendet: 17 Aug 2018 15:15
und ich habe mal kurzfristig auf 800 mg erhöht und bin von heute auf morgen wieder runter auf 600 mg amisulprid gegangen.
Autor oedipus
registriert
#2,741 | Gesendet: 17 Aug 2018 15:18 | Edited by: oedipus
Hm, egal bei welcher Dröhnung wovon - manches ändert sich nie.

Wer war das eigentlich im Musikthread?
(mit den Clips und den zwei II)
Und weshalb?
Wozu?

Da gibt es scheinbar kein Kraut dagegen.
Autor Gammelfleisch
registriert
#2,742 | Gesendet: 17 Aug 2018 15:22 | Edited by: Gammelfleisch
Vielleicht ist das so. Aber dann muss der Zusammenhang eben exponentiell sein, d.h. mit 70% ist man nicht 70% gesünder.
Oder dein Paper schreibt Stuss. Das könnte man auch vermuten, denn mit 2mg Abilify therapiert man niemanden. Laut Fachinfo liegt die therapeutische Dosis zwischen 10 und 15mg und darüber wird keine wesentliche Wirkverstärkung mehr erwartet.
Hier steht auch was anderes zur Dosierung. Und das kommt nicht von Theoretikern, sondern von einem der das praktisch an Patienten einsetzt.
Autor ingo
registriert
#2,743 | Gesendet: 17 Aug 2018 15:23
achja, einen kenne ich noch der abilify als depot nimmt und die menge nicht steuern kann.
er musste noch lange nicht wieder hin, hat aber schon wieder leichte probleme.
Autor Gammelfleisch
registriert
#2,744 | Gesendet: 17 Aug 2018 20:20 | Edited by: Gammelfleisch
Turtel:
... Alles was unter 100% Wirkung geht ist doch für dich gleich unwirksam. ...

Danke für deine undifferenzierte Auffassung von dem was ich schrieb.
Ich schrieb nur was der Hersteller zur Dosierung von Abilify schreibt und was sich 1:1 mit dem deckt was dieser Chefarzt im Netz schreibt. Eine Dosierung von 2mg ist daher einfach für eine Psychose absolut unzureichend.

Turtel:
Ich hatte mit guten 90Kg Körpergewicht mit 5mg eine ausreichende Wirkung. 2,5mg waren damals zu wenig bei mir. Ausgegangen davon das Frauen oder schlankere Herren durchaus etwas über die Hälfte auf die Waage bringen sind 2,5mg gut vorstellbar als brauchbare Dosis.

Für eine Psychose reicht das nicht aus. Aber macht ja nichts. Du hast ja eh keine Psychose.

Turtel:
Heute nehme ich aufgrund der Antidepressiva nur noch 2,5mg ein ...

Die Antidepressiva ergänzen die Wirkung des Abilifys nicht, von daher ist das Unsinn.

Turtel:
Durch mein Bupropion und Citalopram wird eben möglich das die 2,5mg Aripiprazol auch bei mir Schwergewicht(für meine Körpergröße) ausreichend sind

Quatsch.

Turtel:
und das zeugt eben davon das diese Antidepressiva auch ein Stückweit die Antipsychotische Wirkung des Aripiprazols verbessern also man von einen messbaren Zusatznutzen ausgehen kann.

Quatsch, die beiden Antidepressiva wirken Null antipsychotisch, sondern haben im Gegenteil sogar das Potenzial, eine Psychose anzufachen. Dass Du die Antidepressiva nehmen kannst die praktisch pro-psychotisch wirken und ein NL in praktisch antipsychotisch unwirksamer Dosis, das zeigt, dass Du ganz klar keine Psychose hast.

Turtel:
https://psychose-forum.com/forum/thread/2928-pers%C3%B6nlicher-behandlungsvorsc hlag/

Quatsch.

Turtel:
Also was Aderhold schreibt passt soweit schon oder ist angemessen.

Nein, das ist Stuss. Und der wird von seinen Kollegen mit seinen Placebo-Dosierungen auch nicht ernstgenommen.

Turtel:
In meinem Fall anhand meiner persönlichen Studien belegbar

Du Trottel weißt garnciht was eine Studie ist.
Autor LightnessIII
registriert
#2,745 | Gesendet: 17 Aug 2018 20:29
Ich habe auch lange Zeit Amisulprid eingenommen und ich kann mich erinnern, dass mein Arzt sinngemäß sagte, A. muss so hoch dosiert werden, damit es eine dämpfende Wirkung hat. Dosiert man es niedrig, hat es eine eher produktive Wirkung.
Manchmal wird ganz bewusst eine niedrige Dosierung eingesetzt, aber leider weiß ich nicht mehr bei welchem Krankheitsbild das so ist.
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