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Was haltet ihr von "Designerbabys"?

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Autor Lightness I
Gast
#1 | Gesendet: 6 Aug 2017 23:29
Kürzlich ist es Wissenschaftlern gelungen, aus einer Eizelle eine defekte Gensequenz herauszuschneiden. Sie wäre dafür verantwortlich geworden, dass das Kind ein Herzfehler entwickelt hätte (verdickte Herzwand - glaube ich).

Nun befürchten Ethiker, man will auf diese Weise Designerbabys schaffen.

Und ich denke, man will der Evolution auf die Sprünge helfen.
Ist das bereits ein Teil der Evolution, dass Menschen dazu in der Lage sind?

Oder brauchen wir das nicht?

Wo liegen da die Grenzen? Wie weit darf man gehen?

Experimentierkasten Mensch?
Autor lalelu
registriert
#2 | Gesendet: 6 Aug 2017 23:45
Eltern, die sich Designerbabys machen lassen würden, würde ich nicht anfeinden.

Ich habe aber Angst, dass sie anstatt der Scheißpillen versuchen könnten, irgendwie an meinen Genen herumzupfuschen zwangsweise. Das wäre Horror.
Autor schizophren
registriert
#3 | Gesendet: 7 Aug 2017 07:17
Wenn man Krankheit verhindern kann ist es gut.
Autor chillout
registriert
#4 | Gesendet: 7 Aug 2017 07:27
schizophren:
Wenn man Krankheit verhindern kann ist es gut.

Dito.
Autor Lightness I
Gast
#5 | Gesendet: 7 Aug 2017 10:48 | Edited by: Lightness I
schizophren:
Wenn man Krankheit verhindern kann ist es gut.

Ich glaube, man wird nie vollkommene Gesundheit "herbeiführen" können.


Die Gene zu manipulieren ist eine Sache, aber man kann Menschen nicht an belastete Umweltbedingungen und schlechte Sozialisationsverhältnisse mittels Genmanipulation anpassen.

Ich bin der Meinung, dass Menschen trotz guter Gene in einer belasteten Umwelt, oder schlechten sozialen Verhältnissen, krank werden.
Autor schizophren
registriert
#6 | Gesendet: 7 Aug 2017 10:49
Ich meine eher so Sachen wie Down Syndrom etc.... sowas kann man verhindern.
Autor schizophren
registriert
#7 | Gesendet: 7 Aug 2017 10:50
Im nächsten Leben möchte ich ein Designer baby werden ohne Fehler und Markel. Dort bitte dann mein Bewusstsein einsetzen. :)
Autor Lightness I
Gast
#8 | Gesendet: 7 Aug 2017 11:00
schizophren:
Ich meine eher so Sachen wie Down Syndrom etc.... sowas kann man verhindern.

Ja, ich verstehe es, dass sich Eltern gesunde Kinder wünschen. Ein Downie Kind braucht sehr viel Zuwendung und speziellen Förderbedarf.

Das ist ein großer Aufwand, den man mit dieser Genmanipulationsmethode vermeiden kann.
Autor Lightness I
Gast
#9 | Gesendet: 7 Aug 2017 11:01
schizophren:
Dort bitte dann mein Bewusstsein einsetzen. :)

Das schizophrene Bewusstsein?
Autor Eartha
registriert
#10 | Gesendet: 7 Aug 2017 11:28 | Edited by: Eartha
Schwierige Frage Lightness, eigentlich können das nur Behinderte selbst beantworten. Über Hawkins habe ich gelesen, dass er sagt, in jungen Jahren war er unglücklich und heute sei er glücklich. Keine Ahnung.

Was ich nicht gut finde, sind wirkliche Designerbabys. So viele Punkte Schnheit, so viel Intelligenz etc.

Osho sagte früher, er fände gut, wenn es so käme, denn dann würden Eltern ihre Kinder endlich lieben. Ich halte das für Quatsch und mag es nicht, so in die Schpfung einzugreifen.

Aber Computerleistung macht mir auch Sorgen. In drei Jahren sollen sie so schnell Informationen verarbeiten können, wie ein menschliches Gehirn.
Autor schizophren
registriert
#11 | Gesendet: 7 Aug 2017 11:41
Möchte mein Bewusstsein nicht verlieren sondern gesund werden mit diesem. Bewusstsein ist ja gesund ausserdem , nur das Hirn nicht.
Autor not_sure
registriert
#12 | Gesendet: 7 Aug 2017 11:49 | Edited by: not_sure
Lightness I:
Und ich denke, man will der Evolution auf die Sprünge helfen.
Ist das bereits ein Teil der Evolution, dass Menschen dazu in der Lage sind?

Oder brauchen wir das nicht?

Wo liegen da die Grenzen? Wie weit darf man gehen?

Jeder Mensch der heute geboren wird, wird ja bereits in einer veränderten Welt geboren, in der die Menschen Berge versetzen und den Mond betreten haben, die Todesursache "Grippe" bereits ausgemerzt haben usw. sodass auch Abtreibung und künstliche Befruchtung schon Schritte in eine Richtung sind, wo man in Fragen der Ethik klären müsste, ob es sein muss. Vorausgesetzt man kann hier Krankheiten wegeditieren, die die Menschen ja schon in der Antike versuchen zu behandeln.

Hippokratischer Eid... https://de.wikipedia.org/wiki/Eid_des_Hippokrates (um 460 bis 370 v. Chr.)

Wenn man es kann, muss man es dann tun? Könnte man so vielleicht sogar die Schäden die man der Natur angetan hat, radioaktive Verstrahlung zB. wieder aufräumen, bzw. sollte man das tun? (ich glaube nicht dass sie schon so weit sind, aber der Versuch muss sein. Ist es möglich, dann sollte diese Möglichkeit öffentlich sein, sodass jeder selbst entscheiden muss)
Autor Mowa
registriert
#13 | Gesendet: 7 Aug 2017 12:09 | Edited by: Mowa
Ich würde niemandem verbieten können und wohl auch nicht wollen, Gene (ob embryonal oder nicht) operativ zu manipulieren. Für mich persönlich käme das aber nicht in Frage, weil ich vermutlich durch solche Eingriffe nichts gewinnen würde, sondern nur verlieren... Die Natur an sich ist nun einmal sehr "fehlerhaft", wenn man unter "Fehler"  irgendwelche Abweichungen versteht. Ohne Abweichungen könnten wir auch gar nicht existieren... Würde ich erst damit anfangen, Abweichungen zu bekämpfen, dann wäre ich wohl mein ganzes Leben lang damit beschäftigt. Daher denke ich, ich kann mir selbst nur etwas Gutes tun, wenn ich mich akzeptiere, so wie ich bin.
Autor Lightness I
Gast
#14 | Gesendet: 7 Aug 2017 16:35
not_sure:
Wenn man es kann, muss man es dann tun? Könnte man so vielleicht sogar die Schäden die man der Natur angetan hat, radioaktive Verstrahlung zB. wieder aufräumen, bzw. sollte man das tun? (ich glaube nicht dass sie schon so weit sind, aber der Versuch muss sein. Ist es möglich, dann sollte diese Möglichkeit öffentlich sein, sodass jeder selbst entscheiden muss)

Nur weil man etwas kann, sehe ich nicht die Notwendigkeit es auch zu tun. Die Frage ist doch, was man bezwecken möchte mit dem, was man kann? Welches Ziel man verfolgt.

Der Hippokratische Eid ist ein Verhaltenskodex, der in Deutschland nicht mehr zur Anwendung kommt, aber die Punkte aus dem Eid sind ins Gesetzbuch übernommen worden.

Ich bin auch der Meinung von Eartha, dass so überzüchtete Babys mit hohem IQ usw. nicht notwendig sind. Schon gar nicht mir der Begründung, die Eltern würden sie dann mehr lieben.

Mir fehlt da ein wenig das Gefühl von Demut vor der Schöpfung.

Der Gedanke, Krankheiten wegzueditieren ist im ersten Moment eine hoffnungsvolle Chance für die Eltern, ein gesundes Kind zu bekommen - das ist klar.

Sobald Ärzte das Ziel verfolgen, Superbabys zu erschaffen, sind bei mir persönlich die Grenzen gesetzt.
Autor not_sure
registriert
#15 | Gesendet: 7 Aug 2017 18:38 | Edited by: not_sure
Lightness I:
Ich bin auch der Meinung von Eartha, dass so überzüchtete Babys mit hohem IQ usw. nicht notwendig sind.

Ich dachte es ging zB. um eine angeborene Herzkrankheit, angeborene Defekte bzw. Erbkrankheiten oder vielleicht sogar Krebserkrankung. Wenn es nur um Schönheitsmerkmale gehen soll, ist es natürlich nicht zwingend erforderlich, dort zumindest Versuche zu machen (die ja insgesamt in erster Linie an Tieren, Mäusen, Ratten usw. gemacht werden).
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