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Wer kennt Filme mit dem Thema Schizophrenie ?

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Autor DiBaDu
registriert
#31 | Gesendet: 7 Dez 2017 19:59
Durchgeknallt fällt mir noch ein, mit Angelina Jolie, diese hat dafür einen Oscar bekommen.
Nicht so sehr ein Schizophreniefilm, dafür aber ein Psychiatriemovie.

M.E. wegen der Hauptdarstellerinnen Winona Ryder und Angelina Jolie sehenswert.
Autor alexa97
registriert
#32 | Gesendet: 7 Dez 2017 20:06
DiBaDu

Ja der ist echt gut , hat mich auch mitgerissen
Autor ETH_LAD
registriert
#33 | Gesendet: 8 Dez 2017 01:10
YouTube : Ein Unding der Liebe 1+2. Porträt eines Psychischkranken Verlierers ? Irgendwie Trauriger Film ?
Autor Virginia Woolf
registriert
#34 | Gesendet: 9 Dez 2017 03:28
Ich kann den Film "Shine - der Weg ins Licht" empfehlen. Der hat mich vor Jahren sehr berührt. Ich musste weinen. Da war ich selbst auf dem Weg zu erkranken.

Der Film beruht auf wahren Geschehnissen.

Ein ganz junger Pianist wird von seinem jüdischen Vater richtig fertig gemacht, weil der so sehr traumatisiert wurde durch den Holocaust. Der hat die Familie krampfhaft zusammenhalten wollen und den Sohn sehr eingeengt in seiner Entwicklung als Pianist. Er konnte ihn nicht loslassen und als der Sohn gegen den Willen des Vaters an eine Uni in einem anderen Land ging mit Stipendium, hat er den Kontakt zum Sohn völlig abgebrochen.

Der Sohn war sehr fleißig, wurde dann richtig gut, hatte internationale Auftritte, z.B. mit Rachmaninow-Konzerten. Aber sein Vater wollte ihn trotzdem nie mehr wieder sehen. Der Sohn hatte extrem viel geleistet, auch für den Vater, und ist dann schwer zusammen gebrochen.

Jahrelang war er psychisch-nervlich krank, lebte in psychiatrischen Anstalten und Sanatorien. Er führte viele Selbstgespräche, entwickelte Ticks, war aber immer liebenswert.

Eines Tages begegnet er dort eine ältere Pianistin, die auf ihn aufmerksam wird und ihn erneut zu fördern beginnt. Er trifft dann eine Astrologin, die älter als er ist und ihn heiratet.

Ab da geht es mit ihm wieder aufwärts. Sogar tritt er international wieder auf, auch in Deutschland. Aber seine Ticks, Selbstgespräche netter Art, seine große Zerstreutheit (zwei verschiedene Paar Schuhe anziehen) bleiben ihm leider erhalten.

Die Kritik, die ich über eines seiner Konzerte in Deutschland las, war nicht so gut. Es stand darin, dass er so besonders nun auch nicht sein, wie im Film dargestellt. Außerdem würde er beim Klavier spielen Tick-Geräusche von sich geben und eher wie ein Narr wirken.

Ich fand diese Kritik kalt und gefühllos. Aber die Leute in den Konzertsälen sind anspruchsvoll.
Autor Virginia Woolf
registriert
#35 | Gesendet: 9 Dez 2017 03:31
Der Schauspieler hat für diese Rolle einen Oscar bekommen.
Autor Virginia Woolf
registriert
#36 | Gesendet: 9 Dez 2017 03:46
Jahre später, als der Sohn kaputt mit zerbrochener Karriere in einer Absteige wohnt, besucht ihn sein Vater. Er sagt zu ihm: "Du bist doch ein glücklicher Mensch, nicht wahr?" Der Sohn antwortet: "Ja, Vater, ich bin ein glücklicher Mensch."
Autor blackzebra
registriert
#37 | Gesendet: 9 Dez 2017 04:25 | Edited by: blackzebra
Virginia Woolf:
Aber die Leute in den Konzertsälen sind anspruchsvoll.

I wie Ikarus (Originaltitel: I… comme Icare; Verweistitel: Der Spürhund) ist ein Spielfilm des französischen Regisseurs Henri Verneuil aus dem Jahr 1979. Der Handlung des Films liegen das Attentat auf John F. Kennedy sowie Ermittlungen eines Staatsanwalts zu Grunde, der an den Ergebnissen der eingesetzten Untersuchungskommission zweifelt und einem Geheimdienstkomplott auf die Spur kommt.

Der Film beginnt mit dem Zitat: „Diese Geschichte ist vollkommen wahr, weil ich sie von Anfang bis Ende erfunden habe“ des französischen Künstlers Boris Vian.


https://de.wikipedia.org/wiki/I_wie_Ikarus
Autor Eartha
registriert
#38 | Gesendet: 9 Dez 2017 09:19
Gestern habe ich "Wen die Geister lieben" gesehen. Es geht um einen Mann, der nach einer Nahtoderfahrung plötzlich viele Geister sieht. Mir hat der Film sehr gut gefallen. Geht in Richtung Komödie. Aber toll.
Autor DiBaDu
registriert
#39 | Gesendet: 9 Dez 2017 11:30
Ich hab David Helfgott live gesehen (den Pianisten aus "Shine") in einem Konzert.
Ich fand ihn toll.
Autor Virginia Woolf
registriert
#40 | Gesendet: 10 Dez 2017 01:53
Es freut mich sehr, dies über den echten David zu lesen. Das beruhigt mich.
Autor Eartha
registriert
#41 | Gesendet: 27 Dez 2017 23:34
Ein toller Film ist noch "K-Pax".

Nevermind, wie hat Dir "König der Fischer" gefallen?
Autor Mowa
registriert
#42 | Gesendet: 27 Dez 2017 23:50 | Edited by: Mowa
DiBaDu:
Ich hab David Helfgott live gesehen (den Pianisten aus "Shine") in einem Konzert.
Ich fand ihn toll.

Wow DiBaDu! Kennst Du dann auch die Doku "Hello I am David"? Ich bin total begeistert von seiner Persönlichkeit, einfach großartig!!

Ja, hier dann noch einmal: "Breaking the Waves" von Lars von Trier, aber der Film ist nichts für schwache Nerven. Und bis zum Schluss (edit:) bleibt es auch im Dunkeln, was die Protagonistin nun wirklich hat. Ich schlage "Realitätspsychose" vor :-D
Autor trott1972
registriert
#43 | Gesendet: 28 Dez 2017 03:36
Ich hab mal ne Rezi über "König der Fischer" auf Moviepilot geschrieben. Terry Gilliam ist einer meiner Lieblingsregisseure. Here it is:

""König der Fischer" ist neben "Brazil", "Twelve Monkeys" und "Fear and Loathing..." Gilliams Bester. Nachdem "Münchhausen" kommerziell völlig gefloppt war, wurde erstmals eine Geschichte aus fremder Feder verfilmt, Robin Williams aber ein weiteres mal verpflichtet. Beides zahlte sich aus. Der Plot ist durchdacht und hat Herz und Williams Neigung zu Figuren, die uns in der Rolle des Clowns ihre naiv-kitschigen Lebensweisheiten nahebringen - hier stört sie nicht, sondern passt aufs Vortrefflichste.
Jeff Bridges ist als Gegenpart außerdem mehr als überzeugend.

Jener spielt den zynischen Jack, Radiomoderator einer Call-In-Sendung, dessen unbedachter Kommentar einen verstörten Anrufer die letzte feste Schraube lockert. Dieser läuft nämlich Amok und richtet in einem "Yuppielokal" ein Blutbad an. Nach der Logik der Medienwelt trägt der Moderator daran eine Mitschuld, seine Karriere jedenfalls ist beendet. Ein paar Jahre später torkelt der nun abgehalfterte Jack besoffen und seines Lebens überdrüssig durch das nächtliche New York, wird von Kleinkriminellen überfallen, von dem durchgeknallten Parry (Williams) jedoch gerettet.

Und das ist erst die Vorgeschichte...

Denn Parry, so stellt sich raus, ist eigentlich Literaturprofessor, hat aber bei dem damaligen Amoklauf seine Frau verloren, ist daraufhin auf nette Art verrückt geworden und lebt nun als Penner in den Halbwelten der Metropole. Zwei Sehnsüchte treiben ihn an... in den Besitz des heiligen Grals zu gelangen und das Herz der scheuen Lydia zu gewinnen, die von seiner Existenz noch gar nichts weiß. Jack fühlt sich im schicksalhaften Sinne verantwortlich. So kommt zu einer merkwürdigen Freundschaft zwischen den Beiden und Jack setzt nun alles daran, Parry und Lydia zusammenzubringen. Aber an den Weg zum sprichwörtlichen Gral führt nichts vorbei.

"König der Fischer" ist einer meiner All-Time-Favorites. Gilliam gehört zu den Regisseuren, die immer faszinieren, da sie einen schnell erkennbaren Stil haben. Scheitert er damit, ist das Ergebnis meist immerhin noch sehenswert (sogar bei "Tideland" - eigentlich ein Reinfall). Auch in "König der Fischer" ist alles überbordend, auf barocke Weise mit visuellen Einfällen vollgepackt, ständig gibt es satirische Seienhiebe, die manchmal noch an seine Monty-Python-Vergangenheit erinnern, die Story aber unterstützen. Das pumpende "I've got the Power" von Snap! (mehrere Male zu hören) wird zum kalten, bedrohlichen Yuppiebeat, der Anitipathie weckt. Dem entgegengestellt: Das von Parry geschmetterte "I like New York in June - What about you?", in das zum Schluss alle mit einstimmen.

In "König der Fischer" greifen Parrys irre Geschichten, die Grals-Legende, Medienkritik und die Sympathie für schräge Gestalten, wie bärtige Tunten die Glückwunschbotschaften singen, perfekt ineinander. Dank einer starken Geschichte, die dieses nervöse Gewitter von Skurillitäten nicht nur verträgt, sondern sogar dannach verlangt. Jede Kleinigkeit macht Sinn... etwa wenn Jack zu Anfang von Parry eine Pinocchiopuppe geschenkt bekommt oder Parry Lydia ein aus Draht gebastelten Stuhl aus der Mülltonne überreicht und dabei erklärt: "In der Liebe gibt es keinen Kitsch".

Die Geister, die den irren Parry jagen erinnern an Jabberwocky, die irren Kostüme der Schnapsnasen findet man so ähnlich in "Twelve Monkeys", einiges führt natürlich zurück zu den "Rittern der Kokusnuss". Für Fans des gilliamschen Ouvres gibt es auch nach dem wiederholten Sichten immer wieder was zu entdecken. Lustig ist es sowieso. Anderen ist das eben zu anstrengend und überladen. Wer auf mehreren Ebenen inspiriert werden möchte und Bilderwelten dieser Art mag, sollte sich dieses Märchen aber nicht entgehen lassen.

"I like New York in June, What about you?" "

"Maniac" ist eine verstörende "Hitchcocks-Psycho-Variante". Ein guter Horrorfilm, aber fürs Verstehen der eigenen Psychose denkbar ungeeignet. Schizophrene rennen eben nicht mit Beil und Messer durch die Straßen und schlitzen Frauen auf. Das trifft auf einen Promillebereich der Bevölkerung zu. Und dabei handelt es sich dann in der Regel um Psychopathen mit sadistischer Ader. Dass Psychopathie und Schizophrenie grad in reisserischen Filmen gern verwechselt werden, regt mich gelinde gesagt, ziemlich auf.

"Shutter Island" find ich ganz gut, behandelt aber m.E. eher eine posttraumatische Belastungsstörung. Wobei Traumata wohl ggf auch Psychosen auslösen können.
Autor alexa97
registriert
#44 | Gesendet: 28 Dez 2017 06:07
trott1972
Wow , du bist ja ein echtes Sprachtalent :)
Autor trott1972
registriert
#45 | Gesendet: 28 Dez 2017 13:30
alexa97
Danke, hab sogar mal mit dewr Schreiberei Geld verdient. ist aber lange her. "Twelve Monkeys" fiele mir noch ein. Auch von Terry Gilliam und mordsspannend.
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