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Neuer Job ab morgen

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Autor Doris4319a
registriert
#1 | Gesendet: 15 Okt 2012 00:45
Ihr Lieben, drückt mir die Daumen für morgen und für die nächsten Wochen (und Monate...).

Ich hatte am Freitag meine letzten Tag als Personalerin und fange morgen in der Softwareentwicklung an - in der gleichen Behörde, in der ich Anfang 2011 nach der psychiatrischen Reha begonnen habe.

Ich war mit Leib und Seele Personalerin, war auf meinem Traumarbeitsplatz tätig und es zeichnete sich aber ein Ende ab, da ganz klar war, dass ich nicht entfristet werden konnte. Daher hatte ich bereits am Jahresanfang meine Fühler Richtung IT ausgestreckt und dann im Frühjahr ein berufsbegleitendes Studium der Wirtschaftsinformatik begonnen.

Nun ging doch alles schneller als angedacht und schwupp beginnt morgen mein neues Leben in der IT.... Ich habe letzte Woche beim Mittagessen noch einen Kollegen gefragt, der IT-Projektleiter ist, ob er Tipps für mich hat. Er sagte: Doris, fang nicht mit so sozialen Themen an, das interessiert die IT'ler nicht... und Deine persönlichen Geschichten kannst Du Dir auch sparen. Abends habe ich das dann meinem Schatzmann erzählt und der lachte schallend, meinte "dann bleibt ja für Dich nichts mehr übrig an Themen" und toppte das Ganze noch, indem er sagte "ach ja, und lach' auch über Witze, die du nicht verstehst!".

Mal schauen, ob das wirklich so schlimm wird, in dieser digitalen Männerwelt!

Lieber Gruß
Doris
Autor Schizophrenic
registriert
#2 | Gesendet: 15 Okt 2012 00:48
Versteh ich das richtig berufsbegleitend studieren und Vollzeitstelle. Wäre mir persönlich zuviel mit dem Hintergrund der Erkrankung!!!
Autor Sandra30
Gast
#3 | Gesendet: 15 Okt 2012 00:50
Stell dich wirklich auf derbe Witze ein, wenn deine Kollegen noch jung sind ;-)

Drücke dir alle Daumen die ich habe.

Glaube deine soziale Ader wird dir gut tun und du wirst schnell "Freunde" finden.

ITler sind anders, aber auch nicht so viel.
Autor Herrmann
registriert
#4 | Gesendet: 15 Okt 2012 00:53
Hallo Doris,

ich wünsche Dir viel Erfolg bei der neuen Aufgabe. Die IT-Leute sind meiner Ansicht wirklich komisch. Die haben einen blöden Humor und sind oft richtige Fachidioten. Ich hatte mit solchen Leuten immer meine Probleme.

Aber Du schaffst das bestimmt, wie ich Dich kenne.

Liebe Grüße
Herrmann
Autor Sandra30
Gast
#5 | Gesendet: 15 Okt 2012 00:56
Jeder Mensch sehnt sich nach Anerkennung und Wertschätzung.

Egal ob er in Programmiersprachen redet oder ein Altenpfleger ist.

:-)
Autor Molly
registriert
#6 | Gesendet: 15 Okt 2012 01:00
Mein Sohn ist ITler und er ist nicht komisch! :-(
Autor gaga08
Gast
#7 | Gesendet: 15 Okt 2012 01:07
Hallo,
auch von mir alles Gute für den neuen Job. Habe vor einigen Jahren mit einem Informatiker zusammen gewohnt. Der war auch ziemlich speziell.
Autor Gammelfleisch
registriert
#8 | Gesendet: 15 Okt 2012 01:08 | Edited by: Gammelfleisch
Doris4319a:
Nun ging doch alles schneller als angedacht und schwupp beginnt morgen mein neues Leben in der IT....

Warum studierst Du parallel Wirtschaftsinformatik? In einer Behörde bringt dir das kein Mehr-Gehalt wenn Du eh schon einen akademischen Titel hast. Software-Entwicklung kann jeder lernen der nen IQ über 100 hat, dazu braucht es kein Studium. Und das Studium macht einen auch nicht zu einem guten Entwickler - das macht die Praxis. Aber wenn Du dir das zutraust sowohl am Arbeitsplatz als auch nach der Arbeit, also den ganzen Tag, zu lernen, dann probier das.
Die einzige wirklich wichtigen Qualifikationen für einen Entwickler sind die Befähigung zum autodidaktischen lernen und ein gutes Gedächtnis - man muss bei den heutigen Technologien ne Unmenge trivialer Details wissen.
Autor Herrmann
registriert
#9 | Gesendet: 15 Okt 2012 01:14
Molly:
Mein Sohn ist ITler und er ist nicht komisch! :-(

Ich bin auch Programmierer. Jetzt weiß ich nicht:
Ist man komisch, wenn man schizophren ist?
Autor Doris4319a
registriert
#10 | Gesendet: 15 Okt 2012 01:15
Schizophrenic:
Versteh ich das richtig berufsbegleitend studieren und Vollzeitstelle. Wäre mir persönlich zuviel mit dem Hintergrund der Erkrankung!!!

Ja, plus verheiratet mit jetzt langsam in die Endphase laufender Wohnungsrenovierung plus ehrenamtliche Selbsthilfearbeit.

Ehrlich gesagt ging mir das Gerede von wegen "blos keinen Stress" auf den Senkel. Ein wenig bin ich dann schon quasi "ausgezogen", um zu beweisen, dass es auch die Möglichkeit gibt, Stressresistenz einzuüben, sich Gelassenheit anzutrainieren und ein Stehaufmännchen zu werden (bei Rückschlägen schnell zurück zu federn) und vor allem auch nicht bei den ersten Symptomen gleich "Frühwarnsymptom, Alarm, Alarm" zu schreien. Der Oberarzt, dem ich im Sommer 2010 meine Patientenverfügung unter die Nase gehalten habe, meinte sehr bedeutsam, dass es nahezu unmöglich sei, bei den Anforderungen eines Vollzeitjobs das Neuroeptikum abzusetzen. Nun, auch das habe ich geschafft (Herbst 2009 bis November 2011, seitdem ohne NL). Nach einem anstrengendem letzten Jahr mit standesamtlicher und kirchlicher Hochzeit, Umzug und Wohnungsrenovierung und -einrichtung sowie Studienbeginn fange ich jetzt an, das letzte Medi, den Stimmungsstabilisierer abzusetzen (Natriumvalproat, auch bekannt als Orfiril oder Ergenyl).

Lieber Gruß
Doris
Autor Neuromancer
registriert
#11 | Gesendet: 15 Okt 2012 01:16
Das ist mir in den ganzen Jahren immer aufgefallen. Im Netz trifft man viele Programmierer und IT-ler, viel mehr als im realen Leben.
Autor Doris4319a
registriert
#12 | Gesendet: 15 Okt 2012 01:20
Gammelfleisch:
Warum studierst Du parallel Wirtschaftsinformatik? In einer Behörde bringt dir das kein Mehr-Gehalt wenn Du eh schon einen akademischen Titel hast.

Ich bin gezwungen, mich mit den IT-Themen auseinander zu setzen. Außerdem studiere ich für mein Leben gern, ich bin quasi ein Weiterbildungs-Junkie. Weiter denke ich, dass ich die Stelle nur bekommen habe, weil ich schon erste Schritte Richtung IT gegangen bin. Das angefangene Studium war quasi der Beweis, dass ich tatsächlich willens bin, mich auch in technische Themen reinzugraben.

Lieber Gruß
Doris
Autor Doris4319a
registriert
#13 | Gesendet: 15 Okt 2012 01:25
Gammelfleisch:
In einer Behörde bringt dir das kein Mehr-Gehalt wenn Du eh schon einen akademischen Titel hast. Software-Entwicklung kann jeder lernen der nen IQ über 100 hat, dazu braucht es kein Studium.

Nein, mehr Gehalt gibt es nicht. Aber ein IT-Abschluss bringt Akzeptanz. So einfach ist das. Ich glaube, die Zeiten der Autodidakten, die ursprünglich was ganz anderes gemacht haben (wie Geografie studiert o.ä.) und dann in die IT reingefunden haben, gehen langsam zu Ende.

Bei uns in der Behörde merkt man das z.B. daran, dass die Führungskräfte (die selber kein Informatikstudium vorweisen können, sondern Quereinsteiger waren) bei Stellenbesetzungen immer nach Informatikern von der Uni oder der FH schreien und fast niemand anderes akzeptieren wollen.

Lieber Gruß
Doris
Autor Gammelfleisch
registriert
#14 | Gesendet: 15 Okt 2012 01:35 | Edited by: Gammelfleisch
Doris4319a:
Nein, mehr Gehalt gibt es nicht. Aber ein IT-Abschluss bringt Akzeptanz. So einfach ist das. Ich glaube, die Zeiten der Autodidakten, die ursprünglich was ganz anderes gemacht haben (wie Geografie studiert o.ä.) und dann in die IT reingefunden haben, gehen langsam zu Ende.

Ne, die meisten die in der IT arbeiten sind immer noch Autodidakten. Was machen denn die meisten in der IT - irgendwelche Geschäfts- oder Webanwendungen schreiben. Das kann doch jeder lernen.
Außerdem bin ich mir bei einer Behörde nicht so sicher, ob es da nicht statt um Akzeptanz um Status geht, also um den Rang in der Hierarchie.

Doris4319a:
Bei uns in der Behörde merkt man das z.B. daran, dass die Führungskräfte (die selber kein Informatikstudium vorweisen können, sondern Quereinsteiger waren) bei Stellenbesetzungen immer nach Informatikern von der Uni oder der FH schreien und fast niemand anderes akzeptieren wollen.

Ja, Behörden und viele Großunternehmen sind da total unflexibel. Daher auch dieser angebliche Fachkräftemangel den es eigentlich nicht gibt.
Autor Gammelfleisch
registriert
#15 | Gesendet: 15 Okt 2012 01:43 | Edited by: Gammelfleisch
Doris4319a:
Ich bin gezwungen, mich mit den IT-Themen auseinander zu setzen. Außerdem studiere ich für mein Leben gern, ich bin quasi ein Weiterbildungs-Junkie. Weiter denke ich, dass ich die Stelle nur bekommen habe, weil ich schon erste Schritte Richtung IT gegangen bin. Das angefangene Studium war quasi der Beweis, dass ich tatsächlich willens bin, mich auch in technische Themen reinzugraben.

Ich käm mir nur nicht gebraucht vor wenn ich da zwei oder drei Jahre nicht wirklich an dem was da entwickelt wird mitarbeiten kann weil ich erst die Basics von anderswo holen muss. Ich mein bei einem berufsbegleitenden Studium tröpfelt das für den Beruf relevante Basiswissen ja eher.
Ich würd an deiner Stelle mich an der kommenden Arbeitsstelle von jemanden beraten lassen durch welche grundlegende Literatur Du dich lesen müsstest um einen schnellen Einstieg zu bekommen. Das wird mit Sicherheit alles Know-How sein was dann dem Studium 1:1 zugute kommt.
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