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Meine Fakten zu Bupropion

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Autor chillout
registriert
#1 | Gesendet: 18 Jul 2017 17:10
Ein Nikotinentwöhnungsmittel für mich ist es nicht. Ich rauche sogar mehr als vorher. Auch zügelt es bei mir nicht den Appetit. Ich esse mehr als vorher und habe sogar Heisshungerattacken.

Müder bin ich auch als vorher , obwohl ja einer der Nebenwirkungen Schlafstörungen sind.

Okay , nach einer Woche kann ich nicht wirklich etwas über die Wirkung sagen. Abwarten und tee trinken , wie es der Engländer sagt. ;-)
Autor Gammelfleisch
registriert
#2 | Gesendet: 18 Jul 2017 18:08
Warum nimmst Du es denn?
Autor chillout
registriert
#3 | Gesendet: 18 Jul 2017 18:31
Gammelfleisch:
Warum nimmst Du es denn?

Ich möchte mehr Antrieb haben und mit dem Rauchen aufhören , wäre auch nicht schlecht.
Autor Gammelfleisch
registriert
#4 | Gesendet: 18 Jul 2017 20:21
chillout:
Ich möchte mehr Antrieb haben und mit dem Rauchen aufhören , wäre auch nicht schlecht.

Mehr Antrieb kann Bupropion machen, klar.
Aber die Erfolge bei der Raucher-Entwöhnung sind nicht berauschend.
Was Du mal probieren kannst ist die E-Zigarette. Die ist wesentlich weniger ungesund - man gilt als "Dampfer" medizinisch als abstinent - und der Konsum kostet sehr viel weniger. Und es gibt verschiedene Liquids mit verschiedenen Nikotin-Konzentrationen bzw. bei Liquids die man sich selbst mischt kann man sich das genau dosieren. Damit kann man sich stufenweise runterdosieren ohne großen Entzugsdruck zu bekommen.
Autor Marcocello
registriert
#5 | Gesendet: 18 Jul 2017 20:58
Nimm nicotinell 4mg , bin 1 jahr rauchfrei!!!
Autor chillout
registriert
#6 | Gesendet: 19 Jul 2017 17:39
Emmy:
Chill Out hilft Dir denn das Bupripon wenigstens gegen die Negativsymptome?

Bis jetzt merke ich eigentlich nicht wirklich etwas.
Autor Chris123
registriert
#7 | Gesendet: 12 Okt 2018 19:55
Allgemein: Bupropion wirkt teilweise entgegengesetzt zu der Wirkung von Ketamin, Dxm & Co. stark agonistisch auf die NMDA-Rezeptoren. Diese Tatsache verändert den Rauschzustant auf eine interessante Weise. Es kommt dadurch zu einem Zustand in den man leichter & sensibilisierter gewisse psychische Anteile selbst positiv manipulieren/beeinflussen kann (imho). Bupropion als NMDA-Rezepor Agonist birgt allerdings auch die Gefahr die körpereigene Krampfschwelle zu senken. Krämpfe im Sinne von Epilepsie. Ich neige nicht zu Krampfanfällen und vertrage das Medikament bisher gut.

https://www.eve-rave.ch/Forum/viewtopic.php?t=26621&start=30

Cannabinoids are proposed to produce such effect by reducing the pre-synaptic release of glutamate or interfering with post-synaptic NMDAR-regulated signaling pathways. The efficacy of such control requires the endocannabinoid system to apply its negative influence in a manner that is proportional to the strength of NMDAR signaling. Thus, cannabinoids acting at the wrong time or exerting an inappropriate influence on their receptors may cause NMDAR hypofunction

Es wird vorgeschlagen, dass Cannabinoide einen solchen Effekt erzeugen, indem sie die präsynaptische Freisetzung von Glutamat reduzieren oder in postsynaptische NMDAR-regulierte Signalwege eingreifen. Die Wirksamkeit einer solchen Kontrolle erfordert, dass das Endocannabinoidsystem seinen negativen Einfluss in einer Weise ausübt, die proportional zur Stärke der NMDAR-Signalgebung ist. Daher können Cannabinoide, die zur falschen Zeit wirken oder einen unangemessenen Einfluss auf ihre Rezeptoren ausüben, eine NMDAR-Unterfunktion verursachen

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3877778/

RESULTS:
All of the neuroleptics examined caused a decrease in the expression of the NR1 subunit, and thus, one can assume that both olanzapine, clozapine and haloperidol decreased the number of NMDA receptors in the CA1 and CA2 areas of the brain.

ERGEBNISSE:
Alle untersuchten Neuroleptika verursachten eine Abnahme der Expression der NR1-Untereinheit, und somit kann man annehmen, dass sowohl Olanzapin als auch Clozapin und Haloperidol die Anzahl der NMDA-Rezeptoren in den CA1- und CA2-Bereichen des Gehirns verringerten.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26398392

Aus der perspektive macht Bupropion durchaus Sinn, aber wenn man von Cannabis und Neuroleptika eine Unterfunktion bekommt, habe ich kein bock das mein Körper sich auf eine Überfunktion einstellt.

Die Sache ist ja die, das sich mein Körper mit einer Unterfunktion arrangiert hat und alle Systeme daran angepasst sind und wenn ich wieder gesund werden will, dann müsste ich warten, bis sich das von selbst reguliert hat oder ich nehme natürlich Bupropion.

NMDA Receptor and Schizophrenia: A Brief History

Although glutamate was first hypothesized to be involved in the pathophysiology of schizophrenia in the 1980s, it was the demonstration that N-methyl-D-aspartate (NMDA) receptor antagonists, the dissociative anesthetics, could replicate the full range of psychotic, negative, cognitive, and physiologic features of schizophrenia in normal subjects that placed the “NMDA receptor hypofunction hypothesis” on firm footing.

Obwohl angenommen wurde, dass Glutamat in den 1980er Jahren an der Pathophysiologie von Schizophrenie beteiligt war, war es der Nachweis, dass N-Methyl-D-Aspartat (NMDA) -Rezeptor-Antagonisten, die dissoziativen Anästhetika, die gesamte Bandbreite psychotischer, negativer, kognitiver Fähigkeiten replizieren konnten und physiologische Merkmale der Schizophrenie bei gesunden Probanden, die die Hypothese des Hypothesens des NMDA-Rezeptors fest aufstellten.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3446237/


Cannabis mindert Dopamin-Synthese im Gehirn
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55012/Cannabis-mindert-Dopamin-Synthese-im-Geh irn

Kontrolle der Angst entschlüsselt
Molekulare Faktoren der Stressreaktion regulieren emotionale Balance

Nachweislich lösen diese Nervenzellen direkt die Ausschüttung von Dopamin in Regionen des Vorderhirns aus und bewirken dadurch ein Angst lösendes Verhalten.

https://www.mpg.de/4408376/Angst_Nerven_Stress

Die Vermutung das Schizophrenie nur eine starke Depression ist entspringt wohl diesen Tatsachen...

Schizophrenie und Depressionen waren bisher nicht klinisch unterscheidbar. Nun gelang Forschern der Durchbruch: Sie entwickelten den ersten Test, der die beiden Krankheiten klar identifizieren kann.

Bei einer schizophrenen Störung und Depressionen läuft im Kopf etwas falsch. Das soll an einer bestimmten Genvariante liegen. Die sorgt dafür, dass einige Gehirnregionen nicht mehr korrekt zusammenarbeiten können. Darunter leiden das Gedächtnis und die Handlungsfähigkeit.

Dabei sehen die beiden Krankheiten oft ähnlich aus, vor allem im Frühstadium. Dann zeigen Betroffene fast die gleichen Symptome: Nervosität, Reizbarkeit, Schlafstörungen, schlechte Laune. Eine genaue Unterscheidung ist erst bei akuten Zuständen wie Verfolgungswahn möglich. Und selbst dann nicht zweifelsfrei.

https://www.galileo.tv/health/schizophrenie-und-depressionen-koennen-jetzt-durch-eine n-test-unterschieden-werden/

Das sind halt Drogen die Tabletten, das kann man auch am Haldol und seroquel sehen und anscheinend wirken die auch so falls ihr das nachvollziehen könnte, dazu braucht man nur noch Infos zu Ketamin und NMDA.

Haloperidol wurde am 11. Februar 1958 durch Bert Hermans – einen Mitarbeiter Paul Janssens in Beerse – bei der Suche nach einem neuen Opioid-Analgetikum als R1625 synthetisiert

https://de.wikipedia.org/wiki/Haloperidol

Und in dem folgenden Link, kann man sehen das Seroquel bei Methadon Tests anschlägt...

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2016/daz-21-2016/urin-drogentests-vo rsichtig-interpretieren
Autor Armleuchter
registriert
#8 | Gesendet: 12 Okt 2018 22:55
Es wachsen in den Rocky Mountains selbe Pflanzenarten wie in den Alpen. Nur wie sind die dort hingekommen ? Geflogen die Samen von den Alpen zu den Rocky Mountains ?

Oder auf Südseeinseln gibt es Schweine. Sind die geschwommen ? Auch Insektenarten.

Nein , die erscheinen aus dem Nichts.
Autor psycho91
registriert
#9 | Gesendet: 12 Okt 2018 23:05
Nein die kamen aus dem gelobten Land als Gott Adam und Eva verstoßen hat in deren Gefolge halt mit auf die Erde
Autor Armleuchter
registriert
#10 | Gesendet: 12 Okt 2018 23:06
Es gibt verschiedene Pflanzen , die wachsen in nur bestimmten Regionen. Das hat aber mit der Geologie zu tun.
Autor psycho91
registriert
#11 | Gesendet: 12 Okt 2018 23:07
Nein eher mit Teleologie
Autor Armleuchter
registriert
#12 | Gesendet: 12 Okt 2018 23:09
Mach die Erde zum untertan....das macht die Erde krank , bis sie halt das Gesindel selber vernichtet.
Autor Armleuchter
registriert
#13 | Gesendet: 12 Okt 2018 23:15
Also hat die Erde auch ein Bewusstsein , so wie die Sonne und eben auch schwarze Löcher , die die mächtigsten sind.
Autor not_sure
registriert
#14 | Gesendet: 12 Okt 2018 23:29 | Edited by: not_sure
Armleuchter:
Es wachsen in den Rocky Mountains selbe Pflanzenarten wie in den Alpen. Nur wie sind die dort hingekommen ? Geflogen die Samen von den Alpen zu den Rocky Mountains ?

Arten breiten sich aus und verdrängen andere Arten. Das heißt, über die Fortpflanzung und Anpassung.
Armleuchter:
Oder auf Südseeinseln gibt es Schweine. Sind die geschwommen ? Auch Insektenarten.

Bei verschiedenen Tierarten ist es so, dass es tatsächlich in Cuba zB. keine Pferde gab, sie also erst durch die Spanier dorthin gebracht wurden (Schweine sicher auch erst durch die Spanier). Gilt auch für Esel oder "Mulis", wie man sie nennt. Das sind Kreuzungen aus Pferd und Esel, die trifft man dort sicher häufiger an als Pferde, wobei es immernoch auch Pferde in Cuba gibt. Und die Frage, wie Tiere sich ausbreiten, im Vergleich mit Pflanzen.. das ist an sich ein interessantes Thema. Nur ist es nicht so, dass es überall auch alle Arten gibt. Manche Arten sind sehr weit verbreitet oder eben durch den Menschen "verschleppt" worden. (bei bestimmten Echsenarten auf mikronesischen oder polynesischen Inseln konnte nachgewiesen werden, dass die Tiere auf Baumstämmen während heftiger Stürme von einer Insel zur nächsten über das Wasser gefahren sind, sich dort weiter ausbreiten konnten. Inzwischen warten sie bei Unwetter und Stürmen; als wüssten sie Bescheid; am Strand darauf, über das Meer getrieben zu werden)

Bei Pilzen aber auch bei manchen Pflanzen ist es auch so, dass sie ihre Ausbreitung über "Boten" sicherstellen, indem Samen oder Sporen unverdaulich sind (das heißt sie werden von Tieren als Nahrung mit aufgenommen), durch die Träger dann Meilenweit evtl. noch weiter versendet werden können, als es der Wind oder das Wasser alleine könnte. Bei manchen Pilzarten ist es den Sporen so möglich, Meere, oder zumindest Meeresengen zu überwinden nur über die Luft - bei Pflanzensamen nicht zuletzt vielleicht auch einfach durch Vögel >> Zugvögel.
Autor Armleuchter
registriert
#15 | Gesendet: 12 Okt 2018 23:30
Ja , es gibt auch eine Ausbreitung durch Samen.
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