Laien und Betroffene Diskussionsforum des Kompetenznetz Schizophrenie / Laien und Betroffene /
Short link for this topic:

Schizophrene Mütter - Erwachsene Kinder

Autor Dany
registriert
#1 | Gesendet: 24 Sep 2004 18:42
Hallo,

es gibt ja auch erwachsene Kinder psychisch kranker Mütter.
Seit ihr auch mit einer psychisch kranken Mutter aufgewachsen?
Bei www.netz-und-boden.de gibt es einen Fragebogen, der die familiäre Situation nochmal verdeutlicht. Also mich würde mal eure Meinung interessieren und vor allem eure Erfahrungen zu diesem Thema.

Gruß,

Dany
Hallo Qigong! :-)
Autor Denise
registriert
#2 | Gesendet: 27 Sep 2004 12:31
Habe "nur" einen psychiotischen Vater zu bieten. Meine Erfahrungen stehen schon im Forum. Werde mir mal den Fragebogen angucken.

Viele Grüsse,
Denise
Autor Denise
registriert
#3 | Gesendet: 27 Sep 2004 13:17
Die Internetseite ist SUPER.

Endlich alle möglichen Informationen, die ich gesucht habe.

Vor allem auch für die Betroffenen, die Kinder haben möchten sehr lesenswert !!!

Guter Tipp. Danke.
Autor circle
registriert
#4 | Gesendet: 14 Okt 2004 14:36
hallo, ja ich habe eine schizophrene mutter, sie ist krank seid ich 12 bin mit mehr oder weniger konstanten psychotischen schüben. meine erfahrung? meine meinung? na irgendwie fühlst dich halt allleine und immer für die mutter verantwortlich, du vergisst das du kind bist du vergisst wie es ist kind zu sein. denn das kannste auch nicht mehr? du siehst ihr lachen du hörst sie reden mit den stimmen du weisst das du in ihre welt kein zugang hast. und du weisst das sie in deine welt in die "normale" welt keinen zugang mehr findet. du hoffst das sie ihn findest du redest du weinst du streitest du diskutierst du suchst rat! aber du bist 12 dir sagt keiner was dir werden sie auch mit 25 nichts sagen . du erfahrst nichts niemals! du musst die diagnose schizophrenie von deinem psychiatrie-dozenten erfahren! doch das hilft auch ncihts. du siehst zu wie die familie zerbricht. wie geschwister keine zeit haben sich kenne zu lernen, weil sie stark sein müssen, weil sie ums seelische überelben kämpfen. und du vergisst wie es war barfuss über stoppelfelder zu rennen du vergisst wie es war als du ihr noch deine sorgen anvertrauen konntest und sie dir rat gab. du erinnerst dich mit tränen in den augen an die zeit als du noch klein warst und mit ihr durch wald und feld gelaufen bist und sie jede pflanze bei namen kannte und jeden vogel.du erinnerst dich daran wie die wohung eine oase voller pflanzen war und du siehst zu wie alles langsam verkümmert.
Autor Gast
#5 | Gesendet: 14 Nov 2004 23:27
hallo... super endlich mal einen Link der die Kinder mit einschliesst...!!! Danke für den Tipp! Meine Mutter ist an Schizophrenie erkrankt als ich 6 Jahre alt war.... und tatsächlich... ich habe es dennoch auch geschafft und bin erwachsen geworden ;) Wie Denise habe ich meine "Geschichte" auch schon hier niedergeschrieben. Tut gut mal wieder von Euch zu hören.
Circle... du sprichst mir aus dem Herzen...

Ich wünsche Euch Allen alles Gute!
Autor Denise
registriert
#6 | Gesendet: 13 Jan 2005 13:17
Ja, Circle. Du sprichst mir auch aus dem Herzen.

Auch wenn ich andere Erfahrungen habe, sind es doch die gleichen Gefühle. Nicht in die Welt reinkommen, ihn nicht in Deine Welt holen können. Trauer, Wut, Erwachsen-sein-müssen, hilflos-höflich-quälende Unkenntnis und Ignoranz in der man gelassen wird. Und Erinnerungen an die Zeit früher, die so lange her und deshalb so kostbar scheint. Da habe ich aber inzwischen den Fortschritt durch diese Seite gemacht, das Scheinbild von der Realität zu trennen. Mein Vater war vor der Krankheit ein unaufmerksam-selbstbezogener Mensch. So was gibt s unter Gesunden wie Kranken. Nur weil er krank ist, hat er keinen Heiligenschein und keine Erlaubnis für alles.
Autor Gast
#7 | Gesendet: 13 Jan 2005 17:29
Hallo Forum, ich habe eine wichtige Frage an Euch. Mein Mann ist mit einer schizophrenen Mutter aufgewachsen bzw. war er 6 Jahre alt als die Krankheit ausbrach. Sein Vater war zu dieser Zeit nur immer am Wochenende zu Hause und hat meinen Mann und seine 3 Jahre ältere Schwester mit der häuslichen Situation einfach allein gelassen. Seine Mutter litt unter Verfolgungswahn und hatte auch angst vor ihren eigenen Kindern. Ansonsten weiß ich relativ wenig darüber, da es meinem mann sehr schwer fällt darüber zu sprechen. Das, was ich über die Situation weiß, habe ich hauptsächlich von meiner Schwägerin erfahren. Nun meine Frage: Könnt Ihr mir einen guten Rat geben, wie ich meinen Mann unterstützen kann? Er macht die meisten Dinge die einen Menschen bewegen mit sich selbst aus und spricht nicht darüber. Andererseits ist er, wenn ich ihn z.B. bei Krankeit ein bischen Pflege sehr gerührt. Bei Auseinandersetzungen mit Ihm komme ich mir oft wie ein trampel vor, da er trotz seiner extrem harten Schale bei (aus meiner Sicht) belanglosigkeiten sehr sehr sehr gekränkt uns verletzt ist und angst hat usw. vielen Dank für Eure antwort!
Autor Psybib
registriert
#8 | Gesendet: 14 Jan 2005 15:32
hallo gast,

so eine sensible und besorgte frau wie dich kann man eigentlich jedem menschen nur wünschen... ich denke, dass dir die liebe zu deinem mann und dein instinkt schon hinweise darauf geben, was ihm gut tut und was nicht.

trotzdem kannst du - bei aller liebe - nicht die therapeutenfunktion für ihn übernehmen, und du bist auch nicht dafür verantwortlich, die bei ihm entstandenen schwierigkeiten zu "heilen". ich weiß aus eigener erfahrung, wie gern man das aber doch möchte, und wie bereit man ist, alles notwendige dafür zu geben, dem geliebten menschen zu helfen. aber partner, die sich in eine therapeutenrolle begeben, riskieren damit die beziehung. dein mann und du, ihr seid nicht zufällig zusammengekommen, sondern deshalb, weil ihr etwas an euch habt, was dem anderen jeweils besonders gut tut.

du kannst ihm immer wieder gesprächsangebote machen (kein aufdrängen!) und sehen, wie er darauf eingeht oder eben nicht. du kannst verständnis für seine schwere vergangenheit signalisieren und seine dadurch entstandenen "eigenarten" annehmen. ansonsten spielt die akzeptanz der individuellen verarbeitungsstrategien eine große rolle. wenn dein mann eben in konfliktsituationen den rückzug wählt, dann kann das für ihn in ordnung und damit die beste lösung sein. wichtig ist, dass er diese strategie frei wählt, und nicht deswegen benutzen muss, weil niemand zum reden da wäre! du bist kein trampel, sondern verarbeitest einfach ANDERS als er - nicht besser, nicht schlechter... ANDERS.

trotzdem vergiss nicht, dass auch du ein mensch mit berechtigten bedürfnissen und grenzen bist. deine aufgabe ist nicht, diese zurückzustellen, weil dein mann ja das "schwerere schicksal" hatte! vielleicht gibt es situationen, in denen auch du unterstützung und hilfe von ihm brauchst? das macht es dem partner manchmal etwas einfacher, hilfe anzunehmen, wenn er im gegenzug die chance erhält, auch etwas dafür zurückzugeben.

falls diese "eigenmaßnahmen" nicht reichen sollten, bleibt euch immer noch die möglichkeit, psychotherapeutische beratung aufzusuchen - als einzelne oder auch als paar.

gruß psy
Autor Gast
#9 | Gesendet: 14 Jan 2005 17:06
Hallo PSY,
darf ich etwas persönliches fragen?
bist Du eine Frau oder ein Mann und wie bist Du mit diesem Thema betroffen?
danke!
Autor clibin009
registriert
#10 | Gesendet: 19 Apr 2018 09:25
Autor Sabbell
registriert
#11 | Gesendet: 25 Okt 2018 11:47
Hallo,
auch ich bin betroffen und eine Mutti von einem 5jaehrigen Sohn. Mein ex und ich haben das Wechselmodell was seine Vor-und Nachteile hat. Ich selbst hatte 3 Stationaere Aufenthalte und 3 teilstationaere Aufenthalte.
LG
Autor Sabbell
registriert
#12 | Gesendet: 25 Okt 2018 13:55
Danke :)
Autor Mcmarc25
registriert
#13 | Gesendet: 25 Okt 2018 15:06
Turtel
Guck mal im ingo-forum rein. Hab dir geantwortet!
Laien und Betroffene Diskussionsforum des Kompetenznetz Schizophrenie / Laien und Betroffene / Schizophrene Mütter - Erwachsene Kinder Top
 
Diskussionsforum
Möchten Sie Gespräche mit Angehörigen, Patienten und interessierten Laien führen oder zu einzelnen Themen Stellung beziehen, Ihre Ansichten und Erfahrungen mitteilen? Das Diskussionsforum für Betroffene bietet Ihnen hierzu Gelegenheit. Selbstverständlich können Sie auch die Diskussion zu neuen Themenfeldern eröffnen. Das Forum ist offen für alle und anonym. Es ist jedoch erforderlich, dass Sie sich zuvor ein Log-In mit frei wählbarem Benutzernamen und Kennwort anlegen.
Das Diskussionsforum versteht sich als Plattform, die Laien und Experten gleichermaßen zugänglich ist, um so den Austausch zwischen und innerhalb der Gruppen zu fördern. Darüber hinaus sind engagierte Kooperationspartner im Kompetenznetz-Schizophrenie bemüht, die Beiträge im Diskussionsforum aus medizinisch-fachlicher Sicht regelmäßig zu sichten und im Rahmen allgemeiner Nutzungsbedingungen zu beantworten. Hierbei bleiben u.a. eine individuelle medizinische Beratung und Diagnostik ebenso wie die Gewährleistung eines Anspruchs auf Antwort ausgeschlossen.
Für die einzelnen Beiträge sind die jeweiligen Autoren verantwortlich. Dem freien Meinungsaustausch sind jedoch Grenzen gesetzt, wo diese gegen ethische, moralische und rechtliche Normen verstoßen. Sofern Beiträge dieser Art bekannt werden, behalten sich die Administratoren des Forums vor, diese zu löschen und ggf. rechtliche Schritte gegen den Verfasser einzuleiten. Machen Sie bitte die Netzwerkzentrale hierauf aufmerksam. Danke.
Kontakt: info@kompetenznetz-schizophrenie.de

Nutzungsbedingungen
Die Beiträge im Diskussionsforum obliegen der Verantwortung der jeweiligen Autoren. Es besteht kein Anspruch auf nachträgliche Löschung von einmal veröffentlichten Beiträgen, es sei denn, es handelt sich um personenbezogene Daten bzw. solche, die zur Identifizierung einer Person führen können.
  • Medizinisch-fachliche Antworten aus dem Kompetenznetz Schizophrenie sind als solche durch das Kürzel KNS gekennzeichnet.
  • Das Kompetenznetz Schizophrenie übernimmt keine Gewähr, dass jede medizinische Anfrage im Diskussionsforum von Kooperationspartnern im Netz beantwortet wird.
  • Medizinisch-fachliche Beiträge im Diskussionsforum ersetzen keine honorarpflichtige Beratung und Diagnostik durch einen Arzt / eine Ärztin oder einen Therapeuten / eine Therapeutin. Zur Abklärung von Symptomen, therapeutischer Behandlungsweisen etc. bleibt die honorarpflichtige Konsultation eines Arztes / einer Ärztin oder Therapeuten / Therapeutin erforderlich.
  • Das Kompetenznetz Schizophrenie übernimmt keine Haftung für Beiträge, wenn Auskünfte entgegen ihrer Zweckbestimmung zur Selbstdiagnostik und Selbstbehandlung verwandt werden.
  • Das Kompetenznetz Schizophrenie übernimmt keine Haftung für Beiträge, die gegen ethische, moralische und rechtliche Normen verstoßen, wird jedoch bei Bekanntwerden jeden Beitrag dieser Art löschen und behält sich vor, bei grober Fahrlässigkeit rechtliche Schritte gegen den Urheber des Beitrags einzuleiten.
  • Das Kompetenznetz Schizophrenie übernimmt keine Verantwortung für von seinem Diskussionsforum aus verlinkte Seiten.